Auf der Drachenklippe
Es war früh am Morgen. Aufgrund der gestrigen Entdeckung hatten die Truppmitglieder kaum geschlafen, weshalb Hicks zur Abwechslung mal am meisten Schlaf abgekriegt hatte. „Wie ist die Stimmung denn heute so?", fragte dieser beim Betreten des Clubhauses. „Halt den Ball flach!", forderte Raffnuss verschlafen. „Was ist denn mit euch los?", fragte Hicks und schaute sich um. Jetzt erkannte er, dass keiner der Anwesenden ausgeschlafener aussah als die Zwillinge. „Wir haben gestern Abend noch angefangen Rotzbakkes Hütte zu reparieren", gähnte Fischbein. Das war noch nicht einmal eine Lüge. Sie hatten nach ihrem Erlebnis auf der Insel nicht schlafen können und so an der Alptraum Hütte weitergearbeitet, um sie bald wieder bewohnbar zu machen. Währenddessen hatten sie sich auch einen neuen Plan ausgedacht. Hicks brauchte dringend mehr Schlaf, um sie anführen zu können, da waren sie sich einig gewesen und hatten dann beschlossen: Wenn ein Geheimnis ihn vom Schlafen abhielt, durfte er eben kein Geheimnis mehr haben.
Nach einigen Fragen ihres Anführers, die die Gründe für diese nächtliche Arbeit, ihre plötzliche Hilfsbereitschaft und ihre Motivation betrafen, aber von den Reitern ausweichend beantwortet worden waren, begann die Ausführung ihres Plans. „Ach Hicks, was mir gerade einfällt: Unsere Sandsteinvorräte sind schon wieder alle, deshalb dachte ich, dass wir heute zur Grimm-Egel-Insel fliegen könnten, um sie aufzufüllen", log Fischbein, da sie eingentlich Unmengen an Sandsteinen hatten, allerdings seit gestern in einer Höhle versteckt. „Das kann nicht sein, wir haben bestimmt noch Sandstein!", weigerte sich Hicks. „Das ging alles für meine Hütte drauf und wir sind auch noch lange nicht fertig", half Rotzbakke. „In Ordnung, wir kümmern uns bald darum", gab Hicks nach. „Gut! Dann fliegen wir los", Heidrun stieg auf Windfang. „Wohin?", wollte ihr Anführer verwirrt wissen. „Na zur Grimm-Egel-Insel! Haalloo, haben wir doch gesagt", sagte Taff. „Was?! Nein, das geht nicht!", er durfte nicht zulassen, dass sie Stilla fanden. „Wieso?", fragte Astrid, die sich heute sehr abweisend ihm gegenüber verhielt. „Weil ... Weil ... Weil es dort zu gefählich ist!", zog sich Hicks eine Ausrede aus den Fingern. „Wieso, du warst doch schon mit deiner Freundi... Aua!", schrie Taff verwirrt. „Genau, Taff! Hicks war schon mal mit UNS, seinen Freunden auf dieser Insel", rettete Raff die Situation indem sie ihren Bruder schlug. Die in den Plan Eingeweihten staunten, dass Raffnuss so bei der Sache war. „A ... Aber ...", wollte Hicks erwidern. „Keine Widerrede, wir brauchen den Sandstein, heute!". Mit diesen Worten flog Rotzbakke voran und Hicks konnte seine Freunde nicht mehr aufhalten.
Auf der Grimm-Egel-Insel
Knappe drei Stunden später waren sie auf der Insel gelandet und versuchten möglichst unschuldig und unwissend auszusehen, als sie ein Mädchen - DAS Mädchen - am Strand antrafen. „Oh, hallo! Wer bist du denn?", versuchte auch Hicks seinen Freunden etwas vorzumachen, was aufgrund ihres Vorwissens nicht möglich, aber trotzdem sehr lustig war. „Hallo! Ich heiße Stilla", stellte sich das braunhaarige Mädchen den Drachenreitern vor. „Ich heiße Hicks (Astrid verdrehte die Augen, da sie wusste, dass Hicks und diese Stilla sich bereits mehr als gut kennen mussten), das sind Rotzbakke, Fischbein, Heidrun, die Zwillinge Raffnuss und Taffnuss und natürlich Astrid", machte Hicks Stilla mit seinen Freunden bekannt. „Freut mich euch kennenzulernen", und das meinte Stilla auch so. „Uns auch! Hey wir haben eine Basis, nicht weit von hier, vielleicht willst du uns ja dorthin begleiten?", fragte er seine Cousine scheinheilig. „Sehr gerne", antwortete sie.
Astrid war ganz und gar nicht begeistert von Hicks Vorschlag, doch sie konnte nichts tun. Die Anderen jedoch grinsten. Ihr Plan war gelungen. Jetzt müsste Hicks nicht mehr je drei Stunden hin und zurück fliegen, um dieses Mädchen zu sehen und konnte die Zeit stattdessen zum Ausruhen nutzen. Das würde bestimmt sein Verhalten verbessern und ihn erträglicher machen, was er durch seinen Schlafmangel in letzter Zeit nicht gerade gewesen war. Keiner dachte mehr an den Sandstein, sodass sie unbeladen zurückflogen. Stilla flog mit Sandsturm direkt neben Hicks und Ohnezahn. Dass Stilla einen ähnlichen Drachen wie Hicks hatte machte Astrid nur noch eifersüchtiger. Den ganzen Flug über beobachtete sie die neue Drachenreiterin und wollte herausfinden, was Hicks nur in diesem Mädchen sah, welches er ihr vorzuziehen schien.
Auf der Drachenklippe
„Willkommen auf der Drachenbasis", hieß Hicks die Besucherin willkommen. „Wow, das ist ja unglaublich hier!", staunte Stilla. „Das ist ja unglaublich hier, Würg!", machte Astrid Stilla flüsternd und in Piepsstimme nach. Das brachte Heidrun und Raffnuss, die sich unauffällig um ihre Freundin kümmerten, zum Lachen. „Wie wäre es, wenn ich dich ein wenig herumführe?", fragte der Braunhaarige, der seiner Cousine stolz seine eigene Insel zeigen wollte. Natürlich willigte diese ein und sie flogen los. Bei jedem anderen Mädchen hätte Rotzbakke die Rundtour übernehmen wollen, aber diesmal nicht. Er wollte sich nicht zwischen Hicks und seine potenzielle/jetzige feste Freundin drängen. So anständig war er dann doch. Eine knappe Stunde später trafen sich die Drachenreiter in der Kuppel wieder. „Kommt mit, Leute! Wir machen einen Kunstflugwettbewerb", forderte Hicks sie auf.
Auf einem Seefelsen
Einer nach dem Anderen vollführte ein Kunststück. Hicks war wie immer unschlagbar. Nur Astrid und Stilla waren noch nicht an der Reihe gewesen. „Stilla, willst du es auch mal versuchen?", fragte Hicks. „Klar doch", antwortete sie und vollführte ein tolles Kunststück. „Das war echt klasse, Stilla", lobte der Junge auf dem Nachtschatten. „Arch, das war doch gar nichts ... Jetzt bin ich dran", sagte die eifersüchtige Astrid. Sofort flog sie auf ihrem Nadder los und war tatsächlich besser als - Hicks ausgenommen - alle. Als sie auf dem Felsen landete, erwartete sie ein besonderes Lob von ihrer heimlichen Liebe zu erhalten, doch dieser sagte nur: „Gut gemacht, Astrid". Sie hatte sich eindeutig mehr von Hicks erhofft. Sie war doch besser als Stilla gewesen!? Wieso lobte er die Fremde dann mehr? Ihrer Meinung nach hatte sie es verdient von Hicks beachtet zu werden, nicht Stilla! Sie wollte unbedingt seine Aufmerksamkeit. Aber die schenkte er ihr nicht. „Fliegen wir zurück zur Drachenklippe", kam es statdessen von ihrem Anführer.
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Mädchenalarm auf der Klippe
Fiksi PenggemarEs ist gerade eine ruhige Zeit für die Drachenreiter, doch das soll sich ändern! Dieses Buch enthält 2 voneinander unabhängige Geschichten, die jeweils ein neues Mädchen beinhalten, welches auf verschiedene Arten ein Problem für Hicks birgt. 1. Miss...
