„Was wollte Astrid denn so früh bei dir?", Haudrauf schaute seinen Sohn musternd an. „Oh! Ähm ... Sie wohnt hier", sagte Hicks verlegen, da die Situation ja etwas komplizierter war. Die beiden erwachsenen Wikinger saßen mit offenem Mund da und wussten nicht, was sie darauf sagen sollten, immerhin hatten sie nicht mit dieser Antwort gerechnet. „Das ist aber nur vorübergehend", ergänzte der Junge schnell. „Wa..? ... Wieso vorrübergehend? ... Wieso muss Astrid überhaupt hier wohnen?", wollte Haudrauf leicht aufgebracht wissen und auch Grobian hatte sich nun gesammelt. „Weil bei Viggos letztem Angriff die Hütte der Zwillinge zerstört wurde und deswegen wohnen die jetzt in Rotzbakkes Hütte und Rotzbakke bei Fischbein", fing Hicks an. „Und wieso kann Astrid dann nicht in ihrer eigenen Hütte schlafen?", fragte Grobian verwirrt. „Weil dort Heidrun und Laina wohnen", sagte der Braunhaarige. „Wer ist Laina?", brummte Haudrauf, der völlig durcheinander war.
„Wir haben sie auf einem Schiff gefunden, wo sie von den Drachenjägern gefangen gehalten wurde, aber bei unserem Angriff sind die Schlösser aufgebrochen und alle Gefangenen konnten fliehen nur für sie war kein Ruderboot mehr übrig, weshalb sie alleine auf dem Schiff gewesen ist, jedenfalls bis wir sie dort gefunden haben", erzählte Hicks. „Ich verstehe immer noch nicht ganz, warum Astrid jetzt bei dir wohnt", gestand Grobian. „Also wir haben Laina zur Drachenklippe gebracht und da sie ja auch irgendwo wohnen musste, haben wir uns überlegt, wie wir das regeln könnten. Jedenfalls war die Hütte der Zwillinge zerstört und Rotzbakke bei Fischbein, damit die Zwillinge in Rotzbakkes Hütte schlafen können. Und Astrid hat damals noch mit Heidrun in ihrer Hütte gewohnt. Also war die einzige noch freie Hütte die von mir. Eigentlich hatte ich geplant, dass Taff zu mir kommt, aber der wollte nicht von seiner Schwester getrennt werden, weshalb eigentlich Laina zu mir ziehen hätte müssen. Aber dann hat Astrid angeboten, ihre Hütte zur Verfügung zu stellen und selbst zu mir zu ziehen, was wir dann auch gemacht haben", erklärte Hicks fast schon zu ausführlich.
„Verstehe ich das richtig, dass Astrid ... Astrid Hofferson ... Ihre Hütte ... Die wohl mit Abstand am Besten gesicherte Hütte in der bekannten Wikingerwelt ... Aufgegeben hat, um in deine Hütte zu ziehen und das ... FREIWILLIG?", Haudrauf konnte es nicht glauben. „Ja, das ist richtig", nickte Hicks. „Also damit hätte ich nicht gerechnet", staunte der Mann mit der Hakenhand. „Ich war anfangs auch überrascht, aber mittlerweile verstehe ich es", gab der Junge zu. „Was verstehst du?", meinte Haudrauf neugierig. „Naja also ... Laina ... Sie ist mehr oder weniger - wohl eher mehr - in mich verliebt! Und Astrid war eifersüchtig ... Unter anderem, weil Laina behauptet hatte, dass ich sie am Strand geküsst hätte und wir ein Paar wären, obwohl das gar nicht stimmte, da ich diesen Abend, an dem ich mit Astrid verabredet war, mit Heidrun verbracht hatte", versuchte es Hicks zu erklären, womit er die Lage allerdings unabsichtlich ziemlich missverständlich rüberbrachte. „Soll das heißen, dass du ein Date mit Astrid hattest, du aber mit Heidrun etwas unternommen hast und gleichzeitig diese Laina geküsst und zu deiner Freundin gemacht hast?", fasste es Grobi auf.
„Um Thors Willen, NEIN! Ich hatte Astrid versprochen, dass wir nach meinem Patrouillenflug noch etwas zusammen machen, da wir uns den ganzen Tag nicht gesehen hatten. Aber auf dem Patrouillenflug habe ich einen gefangenen Klingenpeitschling gefunden, den ich zusammen mit Heidrun befreit habe, da ihr Drache ja auch ein Klingenpeitschling ist und das uns die Arbeit erleichtert hat. Jedenfalls hat das Stunden gedauert und dann war Astrid sauer auf mich, da ich deswegen unsere Verabredung verpasst hatte. Jedenfalls hat Heidrun das Laina erzählt und die hat dann vor Astrid behauptet, dass ich die Verabredung verpasst hätte, weil ich mich mit ihr am Strand getroffen hätte und sie nun meine feste Freundin wäre, was aber gar nicht stimmte! Deswegen war Astrid sauer auf mich, da sie dachte, dass sie mich verloren hätte, aber zum Glück hat sie mit Heidrun darüber geredet, die ihr dann gesagt hat, dass das nicht sein konnte. Danach ist Astrid zu mir und hat mir erzählt, was Laina behauptet hat und wieso sie sich so verhalten hat. Daraufhin habe ich Astrid geküsst und jetzt bin ich mit ihr zusammen", gestand Hicks auf die wohl komplizierteste Art und Weise die es überhaupt gab.
Diesen Berg an Informationen mussten die Erwachsenen erst einmal verarbeiten. „Also du warst mit Astrid verabredet, aber du hast die Verabredung verpasst, weil du mit Heidrun einen Drachen gerettet hast und dann hat ... Warte, was? ... DU und ASTRID?", jetzt erst hatte Haudrauf die wohl wichtigste Information der ganzen langen Rede verstanden. „Ja, ich und Astrid", wiederholte Hicks lächelnd. „Das ist eindeutig zu viel für mich", gab Grobi das Verstehen auf. „Du und Astrid Hofferson?", fragte sein Vater erneut ungläubig nach. „Hach! Ja, Vater! Ich, Hicks Haddock und Astrid Hofferson! Wir sind ein Paar", langsam wurde es ihm wirklich zu blöd, das wieder und wieder zu bestätigen. „Mein Sohn und das wohl beliebteste und begehrteste Mädchen von ganz Berk ... Gute Wahl, mein Junge", rief Haudrauf stolz. „Hicks ist doch selber der beliebteste und begehrteste Junge von ganz Berk", erinnerte Grobian seinen Freund. „Bin ich das?", fragte Hicks überrascht nach, da er das gar nicht gewusst hatte.
„Ja bist du! Ich habe nur allen Mädchen schon damals unmissverständlich klargemacht, dass sie gar nicht erst versuchen sollten dich für sich zu gewinnen", lachte Astrid vom Türrand aus. „Aha! Gut für dich, dass ich sowieso kein Interesse gehabt hätte, sonst wäre ich jetzt ziemlich sauer auf dich", witzelte Hicks, wobei Astrid sich lachend hinter ihn stellte. „Mag sein! Aber ich bereue es nicht", gab sie zu. „Ich bin auch froh, dass du mir die weiblichen Rotzbakkes und Gustavs ferngehalten hast", kicherte der braunhaarige Drachenreiter und seine Freundin stimmte herzhaft mit ein. „Ihr seid wirklich ein schönes Paar", gab Grobian zu. „Ich hoffe sehr, dass du einmal meine zukünftige Schwiegertochter wirst", sagte Haudrauf andeutend. „Also bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit, aber hergeben werde ich Hicks bestimmt nicht mehr", verkündete Astrid und kniete sich zu Hicks runter, der die Gelegenheit nutzte, um sie zu küssen.
Leider mussten die Erwachsenen schon am Abend desselben Tages nach Berk zurück. Den kompletten Tag lang hatte Laina zusehen müssen, wie die ganzen Erwachsenen Hicks und Astrid beglückwünscht hatten und sagten, was für ein tolles Paar sie doch seien. Schon seitdem sie von Hicks erfahren hatte, dass er nun vergeben war, überlegte sie sich, wie sie Astrid loswerden könnte und hatte beschlossen, sich unauffällig und einsichtig zu zeigen, bis die richtige Gelegenheit gekommen wäre, um ihr Ziel zu erreichen!
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Mädchenalarm auf der Klippe
Fan-FictionEs ist gerade eine ruhige Zeit für die Drachenreiter, doch das soll sich ändern! Dieses Buch enthält 2 voneinander unabhängige Geschichten, die jeweils ein neues Mädchen beinhalten, welches auf verschiedene Arten ein Problem für Hicks birgt. 1. Miss...
