Lächelnd löste sich das Paar aus der Umarmung, um sich nach der langen Zeit endlich wieder zu küssen. „Es tut mir so leid, was passiert ist", entschuldigte sich Hicks. „Aber das ist doch gar nicht deine Schuld! Du hast mich befreit! Du hattest keine Chance mich zu finden, aber du hast es trotzdem geschafft für meine Freilassung zu sorgen", lobte Astrid ihn. „Also bist du mir nicht sauer, dass die Leute denken, Laina wäre meine Freundin?", fragte er. „Nein, ich weiß doch, dass dein Herz ganz allein mir gehört! Und wenn du das nicht gemacht hättest, hätte ich noch Monate in der Höhle verbringen müssen! ... Obwohl du es nicht gleich deinem Vater und damit ganz Berk, inklusive meiner Eltern erzählen hättest müssen, aber ich nehme mal an, das ist wohl eher Lainas Schuld gewesen", beruhigte sie ihn. „Du hast vollkommen recht, du bist die Einzige, die ich liebe! Und ja, Laina hat es meinem Vater geschrieben, aber als er gekommen ist habe ich ihm sofort gesagt, warum ich das mache und er hat versprochen, es niemandem zu sagen, also denkt Berk noch, dass du meine Freundin bist und daran wird sich hoffentlich auch nie etwas ändern!", grinste Hicks zufrieden. „Hicks ... Du bist unglaublich!", glücklich umarmte sie ihren Freund.
Die restliche Nacht schauten sie aneinander gelehnt auf den vom Mondschein beleuchteten Ozean. In diesem Augenblick fühlte sich Astrid so sicher wie noch nie zuvor in ihrem Leben. Doch irgendwann hatte alles Schöne auch sein Ende und die Sonne ging auf. Jetzt war es für das Paar Zeit zur Drachenklippe zurückzukehren. Hicks hatte ihr vorher noch seinen Plan vorgestellt, in dem sie eine wesentliche Rolle spielen sollte. Auf Astrids Bitte hin wurde dieser jedoch einige Tage nach vorne verlegt, sodass Hicks nur eine Nacht mit Laina in seiner Hütte verbringen musste. Der restliche Tag verlief ereignislos, Rotzbakke versuchte Hicks vermeindliche Exfreundin zu seiner Freundin zu machen und Laina versuchte Astrid wo sie nur konnte unter die Nase zu reiben, dass Hicks keine Gefühle mehr für sie hegte, doch diese wusste es besser. Hin und wieder versuchte Laina Hicks zu küssen, doch Heidrun und Hicks selbst hielten sie davon ab, an ihr Ziel zu kommen, was Astrid mehr als nur beführwortete. Wenn Laina Hicks wirklich küssen würde, dann könnte Astrid nicht garantieren, dass sie ihre Axt nicht dazu benutzen würde, Laina für ihre Tat büßen zu lassen. Doch wenn die Wahrheit aufgedeckt würde, wäre womöglich Hicks Leben in Gefahr, da Laina ihr unmissverständlich klar gemacht hatte, dass sie Hicks töten würde, bevor sie ihn an Astrid verliert. Und da Hicks befürchtete, dass sie Astrid etwas antun könnte, hatte er sich diesen Plan überlegt.
Dank Heidrun, deren Drache vermutlich zu viele Seeschnecken gegessen hatte, durfte Hicks ihre Nachtschicht übernehmen, was sehr zum Missfallen Lainas war. Sie lebte jetzt schon zwei Tage mit ihrem 'Freund' in einer Hütte, doch er war noch nie bei ihr gewesen. Deswegen gefiel es ihr sehr, dass Hicks einen Tag später beim Frühstück vorschlug, dass sie ganz alleine einen Ausflug machen sollten. Laina stieg hinten auf Ohnezahn und Hicks flog los, jetzt musste ihm nur noch eine gute Erklärung einfallen, warum sie zu diesem Ort flogen: „Ähm ... Laina?" - „Ja, mein Held!?" - „Ich habe bei dem gestrigen Erkundungsflug etwas Komisches auf diesem Schiff gesehen, wo ich dich damals gefunden habe und da ich dich nicht warten lassen wollte, habe ich nicht nachgeschaut ... Würde es dir was ausmachen, wenn wir das jetzt kurz erledigen würden ... Es geht mir nämlich einfach nicht aus dem Kopf und wenn wir das erledigen würden, hätte ich den Kopf frei, um mich ganz alleine auf dich und unser Date zu konzentrieren", schlug Hicks vor. „Eigentlich gehe ich nur ungern auf dieses schreckliche Schiff zurück, aber solange du bei mir bist! Und wenn du dich dann besser auf mich konzentrieren kannst", willigte die Braunhaarige ein. „Danke", eigentlich hatte er geplant sich noch mit einem Kosenamen bei ihr einzuschmeicheln, doch er brachte es einfach nicht über die Lippen.
Endlich landeten sie nach einem Umweg auf dem Schiff und schauten sich um. Auch im Inneren. „Niemand da, können wir jetzt gehen, bitte Drachenzähnchen", meinte Laina zu ihm. „Äh, natürlich, wie du willst", stimmte Hicks zu und machte sich extrem langsam auf zur Leiter. „Oh, wolltet ihr schon gehen?", ertönte plötzlich eine Stimme aus dem hinteren Teil des Schiffes. Schnell drehten sich Hicks und Laina um und erkannten gleich wer dort stand. „Astrid?!", sprach Hicks es aus.„Nicht die schon wieder", stöhnte Laina. „Was willst du?", rief Hicks hasserfüllt. „Ganz einfach ... Gerechtigkeit", war ihre Antwort. „Und wie soll die bitteschön aussehen?", fragte die Braunhaarige genervt. „Du hattest recht mit dem, was du mir gesagt hast ... Wenn ich Hicks nicht haben kann, dann soll ihn auch keine Andere haben", grinste sie finster. „Wa ... Was soll das heißen?", Laina bekam ein mulmiges Gefühl im Bauch. „Na, das was ich gesagt habe!", provokant trat Astrid einige Schritte näher. „Bitte, tu Laina nichts", flehte Hicks. „DU gehst jetzt in diese Zelle", befahl die Blondine an Laina gewand. „Was? Wieso?", wollte diese irritiert wissen. „Du willst deinen Freund doch schützen oder etwa nicht?", sie zog fragend eine Augenbraue hoch. „Na schön", gab Laina nach und wurde von Astrid in die einzige funktionstüchtige Zelle gesperrt.
„Ich werde dich retten, keine Sorge", versprach Hicks, worauf Laina lächelnd nickte. „Du solltest dich lieber selbst retten", mischte sich die Blonde ein. „Was? Du hast versprochen, dass du ihm nichts tust, wenn ich in die Zelle gehe", wimmerte Laina. „Oh, hab ich das? ... Dann hab ich es mir eben anders überlegt", meinte Astrid und zückte ihre Axt. „A ... Astrid ... Was hast du vor?", meinte Hicks ängstlich. „Noch irgendwelche letzten Worte?", zischte die Blondine scharf. „Wieso tust du das?", weinte Laina in ihrer Zelle, die kaum mehr als Astrid, die mit angehobener Waffe dastand sehen konnte, da sie zu weit entfernt waren. „DU hast mir MEINEN Freund weggenommen und mich eingesperrt, also werde ich dir jetzt das Selbe antun ... Nur richtig und endgültig", kündigte die Drachenreiterin an. „Astrid, was tust du? Das war nicht der Plan! Bitte ... Es tut mir leid", versuchte Hicks die Katastrophe abzuwenden. „Zu spät", rief Astrid. „NEEEEEEIIIIN!", schrie Laina. Doch es war zu spät! Astrid hatte ihre Axt geschwungen. Auf dem Boden waren Blutspritzer zu sehen und eine blutrote Pfütze etwas weiter vorne.
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Mädchenalarm auf der Klippe
FanfictionEs ist gerade eine ruhige Zeit für die Drachenreiter, doch das soll sich ändern! Dieses Buch enthält 2 voneinander unabhängige Geschichten, die jeweils ein neues Mädchen beinhalten, welches auf verschiedene Arten ein Problem für Hicks birgt. 1. Miss...
