Konkurrenzkampf leicht gemacht (11)

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Tatsächlich hatte Hicks Laina nach einer Woche und einigen Wangenküssen soweit, dass sie sich auf den Weg machte, um Astrid aus ihrem Gefängnis zu entlassen. Auch wenn ihre Handgelenke etwas wund waren und ihre Klamotten leicht verschmutzt von den misslungenen Fluchtversuchen, sah Astrid sonst noch wirklich gut aus. „Ach, lässt du dich auch mal wieder blicken", begrüßte Astrid Laina voller Hass und Sarkasmus. „Ich hatte Wichtigeres zu tun! Außerdem hattest du doch Wasser und etwas zu Essen, also beschwer dich nicht", meinte Laina bloß. „Was hattest du denn so ÜBERAUS Wichtiges zu tun, dass du nicht mal nach deiner Gefangenen siehst?", machte sich die Blondine lustig. „Was wohl ... Ich bin jetzt mit Hicks zusammen", verkündete Laina stolz. „Was? Nein! Du lügst!", Astrid konnte es nicht fassen. „Das habe ich nicht nötig ... Nicht mehr! Deine kleine Nachricht hat hervorragend funktioniert! Er hat mich schon am nächsten Morgen nachdem er sie erhalten hat zu seiner Freundin erklärt! Sogar Haudrauf weiß es schon", rieb sie es der Gefesselten unter die Nase. „Nein! Ich glaube dir nicht! Hicks würde mich nie so schnell aufgeben", protestierte Astrid. „Sei lieber froh, dass er es getan hat, sonst würdest du noch Monate hier bleiben müssen! Aber jetzt, wo er MICH liebt ... Kannst du gehen", kündigte die Braunhaarige an.

„Du brauchst gar nicht glauben, dass ich Hicks verschweige, was du mir angetan hast!", schrie Astrid. „Och, das Dumme ist nur ... Er wird dir nicht glauben", war sich die mit den braunen Augen sicher. „Das wird er bestimmt!", beharrte die Drachenreiterin. Das Einzige, was ihr die Zeit in ihrem dunklen Gefängnis erträglich gemacht hatte, war die Gewissheit, dass Hicks sie liebte und nie aufgeben würde! „Oh süße, kleine, naive Astrid... Hicks hat dich vergessen! Er redet über dich als wärst du tot ... gestorben ... erledigt! Er hasst dich für das, was du ihm angetan hast! Er glaubt jede Lüge, die ich ihm auftische, egal wie absurd sie ist und er liest mir jeden Wunsch von den Augen ab und macht alles, was ich ihm sage! Er ist ein wahrer Hauptgewinn", schwärmte Laina. „Nein! NEIN!", weigerte sich Sturmpfeils Besitzerin. „Du wirst es ja selbst sehen! Ganz hinten in der Höhle ist dein Drache", mit diesen Worten durchschnitt Laina die Fesseln, warf ihr den Schlüssel für den Käfig vor die Füße und ging.

Astrid befreite Sturmpfeil und flog so schnell sie konnte zu Hicks Hütte. Mit Schwung öffnete sie die Tür und sah Hicks an seinem Tisch sitzen. „Astrid! Dir geht es gut!", rief er erleichtert und nam seine große Liebe sofort in die Arme. „Oh, Hicks", atmete Astrid erleichtert aus und schmiegte sich an ihn. Sie wollte ihm gerade sagen, was passiert war, als auch schon Laina eintraf, die einen Vorsprung gehabt hatte. Dazu kam auch noch, dass die Höhle so verzweigt gewesen war, dass Astrid das Ende - wo Sturmpfeil versteckt war - nicht so schnell gefunden hatte. Laina war daher mit rennen fast so schnell wie sie auf ihrem Drachen gewesen. „Astrid, was machst du denn hier! Du hast meinem Freund das Herz gebrochen, verschwinde sofort! Meinst du nicht auch, mein Goldstück?", wendete sich die Braunhaarige an Hicks. Doch Astrid ließ sich nicht beirren und erzählte sofort die ganze Geschichte. „Was? Laina soll dich gefangen genommen haben? ... Also das ist ja ... Einfach nur lächerlich! Erst willst du mit mir zusammen sein, dann überlegst du es dir plötzlich anders und jetzt willst du mich dann doch wieder zurück? Und das auch noch mit so einer bescheuerten Ausrede! Steh doch einfach zu dem, was du mir in dem Brief geschrieben hast!", rief Hicks wütend. Astrid war den Tränen nahe, wie konnte er nur Laina glauben?

Gekränkt lief sie aus seiner Hütte, wobei Laina ihr noch im vorbeigehen ein 'Ich hab's dir doch gesagt' zuraunte. Die blonde Wikingerin lief auf direktem Wege zu Heidrun, die sie sofort erleichtert in den Arm nahm und ihre weinende Freundin beruhigte: „Keine Sorge, Astrid! Hicks liebt nur dich! Das gehört alles zu seinem Plan! Am Abend als er den Brief erhalten hat, haben wir beschlossen, Laina ein für alle Mal loszuwerden! Hicks hat so getan, als ob er sich in sie verliebt hätte, damit sie dich freilässt, was zum Glück auch funktioniert hat! Jetzt will er sie noch ein bisschen in Sicherheit wiegen, aber ich verspreche dir, Astrid, dass diese Laina bald weg ist und du mit Hicks wieder glücklich vereint!". Astrid fiel ein Stein vom Herzen, als sie erfuhr, dass sie doch recht behalten hatte. „Ich wusste, dass Hicks mich liebt und nie im Leben aufgeben würde! Ich liebe ihn so sehr! Er ist das Beste, was mir je passiert ist!", Astrid liefen Freudentränen über die Wange. „Am Besten sagst du ihm das, wenn du ihn heute Abend an eurem Ort triffst, wo auch immer der sein mag! Jedenfalls müsste Hicks Laina gerade erzählen, dass sie zu ihm ziehen soll, damit er dir nicht mehr begegnen muss, aber er gerade heute diese dumme Nachtschicht übernehmen muss und deshalb nicht da sein wird! Zu dumm aber auch", machte Heidrun sich lustig. „Hicks ist einfach genial!", sagte Astrid glücklich.

Laina hatte zwar Hicks und Astrids verborgenen Strand entdeckt, aber ihren Ort würde sie bestimmt nicht finden! Ihr Ort war eine kleine, wunderschöne Insel, nicht weit von der Basis entfernt. Einmal waren sie alleine auf Erkundungstour und sahen schon von weitem diesen Inselfleck. Daher hatten sie beschlossen, dass sie ein Wettrennen machen würden und wer zuerst auf der neuen Insel landen würde, nach dem würde die Insel benannt werden. Allerdings waren sie genau gleichzeitig an dem romantischen Traumstrand gelandet und da weder Hicks noch Astrid nachgeben wollten, hatten sie diesen wundervollen Ort 'Hiccstrid - Insel' genannt. Da die Insel sehr klein und unscheinbar und ihnen der Name etwas peinlich war, da sie damals nicht den Eindruck erwecken wollten, dass sie ineinander verliebt wären, hatten sie niemandem von ihrer gemeinsamen Entdeckung erzählt und sie auf keiner Karte eingezeichnet. Jetzt waren sie ziemlich froh darüber ihren eigenen geheimen Rückzugsort zu haben!

Jedenfalls machte sich Astrid schon Stunden vor Hicks auf den Weg, damit Laina ja keinen Verdacht schöpfte. Sobald Hicks in Sichtweite war, sprang sie auf und wartete ungeduldig, bis er endlich bei ihr war, doch Hicks ging es ebenso, da er schon aus geringer Höhe über dem Boden von seinem Drachenfreund absprang und zu seiner geliebten, einzig wahren festen Freundin lief und sie in seine Arme schloss: „Oh, Astrid! Ich hab dich ja so vermisst!" - „Und ich dich erst!" - „Ich habe mir solche Sorgen um dich gemacht! Geht es dir gut?" - „Solange ich bei dir bin, IMMER!".

Mädchenalarm auf der KlippeGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt