Im Nachhinein gab es schon Mädchen, die Interesse an Hicks gehabt hatten, aber diese hatten sich nie getraut es zu versuchen, da sich niemand mit Astrid hatte anlegen wollen. „Mag sein, dass ich keinen Einfluss darauf habe, mit wem Hicks sich trift", gab Astrid offen zu. 'Aber das lässt sich ganz schnell ändern', dachte sie bei sich und lief an Laina vorbei zu Hicks Hütte. Dieser saß gerade an seinem Tisch und überarbeitete einige seiner Erfindungen. „Astrid! Schön, dass du da bist! ... Wegen gestern, ich ...", begann Hicks. „Nein, warte! Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, ich ... Ich muss mich entschuldigen! Ich habe total überreagiert, weil ich dir nicht zuhören wollte ... Es ist nur ...", versuchte sie es. „Es ist nur was?", wollte der Junge wissen und stand auf. „Es ist nur, dass Laina gesagt hat, dass ihr jetzt ein Paar wärt und du sie gestern an unserem Strand geküsst hättest", gab Astrid verlegen zu, wobei ihr ihre Füße durchaus interessant erschienen. „WAS? A ... Aber das habe ich nich! Wirklich! Astrid, das musst du mir glauben, ich habe sie nicht geküsst und sie ist auch nicht meine Freundin!", rief Hicks aufgebracht und etwas verzweifelt. „Ich weiß das! Heidrun hat es mir erzählt", lächelte sie ihn beruhigend an.
Hicks atmete erleichtert aus und fragte dann verschmitzt: „Wieso hat es dich eigentlich so gestört, dass ich angeblich vergeben war?". Jetzt musste Astrid schlucken, wie sollte sie ihm das nur sagen? „Weil ... Weil ich dich ... Dich ... Oh man, ich kann sowas nicht!", rief sie verzweifelt. Hicks war inzwischen zu ihr gekommen und hob mit seiner Hand sanft ihren Kopf, sodass sie gezwungen war ihm in die Augen zu schauen, bevor er sagte: „Aber ich! ... Astrid, ich liebe dich! Schon seit Jahren und wenn es das ist, was du sagen wolltest, brauchst du nur zu nicken". Sofort nickte Astrid leicht, da sie tatsächlich keinen Ton rausbrachte. Hicks strahle wie noch nie zuvor, gab sein Lächeln aber auf, um Astrid zu küssen. Überrascht, aber mehr als nur glücklich erwiederte diese den liebevollen Kuss. Jetzt war es also offiziell, sie und Hicks waren endlich ein Paar!
Beim Abendessen wollten sie es schließlich bekannt geben: „Hallo, Leute, könntet ihr kurz zuhören, bitte" - „Natürlich, mein lieber Hicks", säuselte Laina, doch Astrid stand über diesem Kommentar und beachtete sie nicht. „Was gibt es denn?", wollte Fischbein wissen. Rotzbakke und die Zwillinge hatten aufgehört zu essen und auch Heidrun war aus der Küche gekommen, um die Ankündigung mitzubekommen. „Ich wollte euch nur sagen, dass Astrid und ich jetzt zusammen sind", verkündete er stolz und ergriff die Hand seiner Freundin. Heidrun entfuhr ein Freudenschrei und Fischbein eine Art fröhliches Quietschen. Den Zwillingen und Rotzbakke blieb einfach nur der Mund offen stehen. Laina hingegen kochte vor Wut und begann sich lautstark zu beschweren: „Was? Nein! Du solltest doch mein Freund werden! Nicht ihrer! Das ist nicht fair!" - „Ich muss mich übrigens noch bei dir bedanken! Wenn du mir nicht klar gemacht hättest, dass ich keine Macht habe dir zu verbieten, dich an ihn ranzumachen, dann hätte ich wohl noch lange nicht versucht dieses zu ändern! Und sieh mal an, jetzt darf ich es dir verbieten", rieb Astrid es ihr unter die Nase. „Das muss ich mir nicht bieten lassen", gekränkt stampfte Laina aus der Hütte. „Herzlichen Glückwunsch, ihr Zwei!", ertönte es nun von allen Seiten. Kaum zu glauben, aber sogar Rotzbakke freute sich für Hicks und Astrid!
Mittlerweile war eine ganze Woche vergangen und Astrid wohnte immer noch bei Hicks, jedoch hatten sie ihre Betten etwas näher zueinander geschoben, dass sie von ihrem jeweiligen Bett aus Händchenhalten konnten. Laina schien sich damit abgefunden zu haben, dass sie keine Chance bei Hicks hatte, doch der Schein trügte, da sie die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben hatte. Durch die ganze Aufregung war ihr Ausflug nach Berk in Vergessenheit geraten, weshalb deren Eltern beschlossen hatten, das selbst in die Hand zu nehmen und ihre Kinder zu besuchen. Es war gerade Essenszeit, als die Eltern vor dem Clubhaus landeten. Haudrauf, der von Grobian begleitet wurde, suchte nach seinem Sohn, fand ihn jedoch nicht. Auch Astrid fehlte noch, weil sie mit Hicks den gestrigen Kontrollflug übernommen hatte. Durch die Freude des Wiedersehens hatte kaum einer der Drachenreiter Zeit ihnen zu sagen, wo denn die zwei fehlenden Jugendlichen waren, doch da kam Heidrun aus der Küche. „Ah Heidrun! Weißt du zufällig, wo Hicks ist?", fragte Haudrauf. „Ja, er und Astrid waren gestern für den Nachtpatrouillenflug eingeteilt und schlafen deswegen vermutlich noch, aber sie müssten bald hier eintreffen", erklärte diese gelassen. „Dann gehen wir mal am Besten zu Hicks Hütte", meinte Grobian. „Wir warten hier auf Astrid", verkündete Astrids Mutter. Das war auch besser so, da sie sonst eh zum falschen Haus hin wäre. Also gingen das Oberhaupt und der Schmied alleine Richtung Nachtschattenhütte.
Dort angekommen wollte Haudrauf gerade die Tür öffnen, als sie aufschwang und Astrid heraustrat. „Oh! Guten Morgen, Haudrauf ... Grobi", begrüßte sie die beiden Erwachsenen strahlend. Diese schauten sie jedoch nur verwundert mit großen Augen an. „Sind meine Eltern auch da?", fragte das Mädchen dann. „Ähm ... Ja, sie warten im Clubhaus auf dich", brachte Grobian hervor. „Toll, danke", sofort machte Astrid sich auf zum Gemeinschaftshaus, um ihre Eltern zu begrüßen. Haudrauf schaute ihr kurz nach und betrat dann das Haus seines Sohnes. Dieser saß gerade am Tisch und bastelte an seinem Feuerschwert. Vermutlich wären ihm die zwei Wikinger, die in seiner Tür standen gar nicht aufgefallen, hätte Ohnezahn ihn nicht behutsam angestupst und darauf aufmerksam gemacht. „Oh, hallo, Vater! Schön, dass ihr Beide da seid", freute er sich. Haudrauf setzte sich zu seinem Sohn an den Tisch und Grobian auf Hicks andere Seite. „Ist das dein Feuerschwert? Das sieht ja schon richtig gut aus", lobte der Schmied. „Danke, willst du es mal ausprobieren?", fragte Hicks und zeigte ihm, wie es funktionierte. „Tolle Waffe! Wirklich etwas ganz Außergewöhnliches", lobte Grobi seinen ehemaligen Lehrjungen. „In der Tat! Aber ich hätte da noch eine Frage", meldete sich Haudrauf zu Wort. „Und die wäre, Vater?", erkundigte sich Hicks, unwissend, was auf ihn zukommen würde.
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Mädchenalarm auf der Klippe
FanfictionEs ist gerade eine ruhige Zeit für die Drachenreiter, doch das soll sich ändern! Dieses Buch enthält 2 voneinander unabhängige Geschichten, die jeweils ein neues Mädchen beinhalten, welches auf verschiedene Arten ein Problem für Hicks birgt. 1. Miss...
