Im Clubhaus
Gerade hatte Heidrun das Abendessen fertig zubereitet und an den Tisch gebracht. Sofort eilten alle - mit Ausnahme von Hicks und Astrid - in das Clubhaus. „Wo ist denn Astrid?", fragte Raffnuss. „Vermutlich noch in ihrer Hütte", mutmaßte Heidrun. „Hicks ist auch noch nicht da", erkannte Stilla. „Ach, der kommt sicher gleich", sagte Fischbein unbekümmert. „Vermutlich tüftelt er wieder an seinen Erfindungen", meinte Rotzbakke abschätzig. „Oh ja, ich hoffe er arbeitet am Fluganzug, dann können wir ihm wieder beim Runterspringen von einer Klippe beobachten ... Das war lustig", lachte Raff. Taff erzählte die Geschichte kurz der unwissenden Stilla, bevor sich die sechs Jugendlichen daran machten das köstliche Essen zu verspeisen. Hicks und Astrid erschienen jedoch überhaupt nicht zum Gemeinschaftsessen. Sie waren an einen etwas abgelegenen Strand geflogen und genossen die romantische Zeit zu zweit. Hicks hatte etwas zu Essen eingepackt und ein romantisches Picknick mit anschließendem Mondscheinflug organisiert. Es war einfach traumhaft.
Jetzt hatte Astrid verstanden, dass Hicks garantiert nicht mit Stilla ein Date gehabt hatte, da der damals so romantisch angehauchte Abend von ihm und seiner Cousine noch lange nicht an Astrids und Hicks erstes Date als Paar herankam. „Hicks, ich bin so glücklich, dass ich dich habe", Astrid saß eng an Hicks gekuschelt am Strand. „Und ich erst", kurz darauf musste Hicks leicht kichern, was die Wikingerin neugierig machte: „Was ist so lustig?" - „Naja wir kennen uns seit drei Jahren und hatten die ganze Zeit Gefühle für einander und letztendlich sind wir durch ein Missverständniss zusammengekommen. Ich meine wenn du nicht gedacht hättest, dass Stilla und ich eine Beziehung hätten und ich das nicht klarstellen hätte müssen, hätte es gut sein können, dass wir noch in einigen Jahren nur Freunde gewesen wären und unsere Gefühle verheimlicht hätten", erklärte er. Da musste auch Astrid anfangen zu schmunzeln. „Naja irgendwann hätten wir es bestimmt auch alleine geschafft uns unsere Gefühle zu gestehen, aber ich bin froh, dass wir es jetzt schon wissen und keine Zeit verschwenden", gab Astrid zu. Schließlich schliefen die Beiden eng aneinandergekuschelt und überglücklich ein.
Auf der Drachenbasis
Hicks und Astrid waren am frühen Morgen zum Außenposten zurückgekehrt und versuchten sich nun heimlich in ihre jeweilige Hütte zu schleichen. Gar nicht so einfach, wenn man eine Mitbewohnerin hatte! Astrid hatte gerade die Tür hinter sich geschlossen, da sah sie Heidrun in der Mitte des Raumes stehen, die sie mit einem besorgt-vorwurfsvollen, aber auch neugierigen Blick betrachtete. „Wo warst du die ganze Zeit, ich habe mir Sorgen gemacht!", warf sie der Blondine schließlich vor. „Ich ... Ich musste einfach mal weg von hier, um ... Meine Gedanken zu ordnen", log Astrid. „Das mit Hicks und Stilla, stimmts? Hach!", Heidrun glaubte ihr anscheinend. „Das ist ab jetzt kein Problem mehr", strahlte Astrid glücklich. „Was? Wieso?", wollte die Schwarzhaarige sofort wissen. Astrid erinnerte sich an ihr Versprechen, nichts zu verraten, auch wenn sie nicht wusste, ob es sich nur auf Stilla bezogen hatte oder auch auf ihre Beziehung. Sie beschloss, um Heidruns Fragen, wie das so plötzlich sein könne, aus dem Weg zu gehen, keines der beiden Dinge zu sagen: „Ich habe mich mit der Situation auseinandergesetzt und bin nicht mehr länger eifersüchtig". Was war denn bloß passiert? Wie konnte Astrid einfach ihre große Liebe an eine Andere abgeben und auch noch glücklich dabei sein? Heidrun konnte das kaum glauben: „Was? Du willst seelenruhig dabei zusehen, wie er und Stilla sich immer besser kennenlernen?" - „Jap! Ich habe akzeptiert, dass er und Stilla etwas zusammen unternehmen", sagte Astrid, die nun ja schließlich wusste, dass von der Braunhaarigen keine Gefahr für ihre Liebe zu Hicks ausging. „Warte mal ... Hicks ist genau wie du gestern nicht zum Abendessen erschienen. Hat das vielleicht etwas mit deinem Sinneswandel zu tun?", vermutete Heidrun. „Ich habe zwar keine Ahnung warum Hicks nicht zum Essen erschienen ist, aber meinen Grund habe ich dir ja bereits gesagt. Wenn du mich jetzt entschuldigst, ich würde gerne noch eine Mütze Schlaf abkriegen", gähnte Sturmpfeils Besitzerin müde. Nachgiebig trat Heidrun zur Seite und legte sich schließlich ebenfalls nochmal in ihr eigenes Bett.
Auch bei Hicks lief das ungesehene ins Haus kommen nicht viel besser. Er hatte sich gerade in sein Bett gelegt und wollte die Augen schließen, als eine Kerze angezündet wurde und Stilla vor ihn trat: „Wo warst du so lange? Ich habe schon befürchtet, dass dir etwas zugestoßen ist! Und jetzt schleichst du dich einfach an mir vorbei! Was hast du gemacht?" - „Hallo, Cousinchen! Ich wollte dich nur nicht wecken, das ist alles", lächelte Hicks. „Na schön, aber das war nicht die Antwort auf meine Frage!", mahnte das Mädchen. „Ich wollte einfach ein bisschen Zeit alleine verbringen", log der Junge. „Aha ... Alleine? Du meinst nicht zufälligerweise 'alleine mit einer gewissen blondhaarigen Drachenreiterin', oder?", provozierte sie ihn. „Was? Wie kommst du denn darauf?", Hicks klang überraschenderweise wirklich glaubhaft. „Das tut nichts zur Sache! Also stimmt es oder ...", wollte sie erneut ansetzen. „Es stimmt nicht! Nur Ohnezahn war bei mir", beharrte der Drachenreiter. „Wie du meinst! Ich bin zu müde, um das jetzt mit dir auszudiskutieren. Aber irgendwann erfahre ich sowieso die Wahrheit!", mit einem letzten Blick zu ihrem Cousin, der aber immer noch nichts sagen wollte, wandte sie sich ab und legte sich in ihr eigenes Bett. Eigentlich hätte sie gedacht, dass Hicks es zugeben würde, aber da hatte sie sich geirrt. Er hatte zu große Angst wie Stilla darauf reagieren würde, dass es ihr Geheimnis verraten hatte. Außerdem war das gerade kein guter Zeitpunkt, um so etwas wichtiges zu erzählen.
Als Hicks die Drachenreiter gegen Mittag versammelt hatte, teilte er jedem von ihnen Aufgaben zu: „Fischbein und ich reparieren zusammen mit Rotzbakke seine Hütte; Raff, Taff, Heidrun, ihr fangt Fische die wir dann am Abend essen können und ... Astrid, du und Stilla sammelt Holz! Wenn ihr mit eurer Aufgabe fertig seid, könnt ihr Pause machen". Hicks hatte Astrid bewusst mit Stilla in ein Team gesteckt, immerhin wollte er die anfänglichen Differenzen zwischen den Beiden aus dem Weg räumen. Astrid war seine feste Freundin und Stilla seine Cousine. Es wäre also besser, wenn sich die zwei Mädchen verstehen würden!
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Mädchenalarm auf der Klippe
Fiksi PenggemarEs ist gerade eine ruhige Zeit für die Drachenreiter, doch das soll sich ändern! Dieses Buch enthält 2 voneinander unabhängige Geschichten, die jeweils ein neues Mädchen beinhalten, welches auf verschiedene Arten ein Problem für Hicks birgt. 1. Miss...
