Vierundzwanzig

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Erst das Klingeln meines Handys ließ mich aufschrecken.
'Wir müssen reden'~Nath
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Amber:

Mittlerweile war es kurz vor Acht und ich saß neben Colden in seinem schwarzen Bugatti.

Es war schon komisch, wenn ich daran zurück dachte, wie ich vor ein paar Wochen niemals in so ein teures Auto gestiegen wäre und jetzt konnte ich es schon fast Gewohnheit nennen.

Ich war in den letzen zwei Wochen öfters in einem Auto gesessen, als überhaupt in meiner ganzen Kindheit.

Als wir ausstiegen, hielt mir Colden, ganz der Gentleman, der er war, die Beifahrertür auf.

"Ich hoffe nur Tony hat nicht wieder gekocht.",murmelte er beim raufsteigen der Treppen, was ihm einen verwirrten Blick von mir einbrachte.

"Normalerweise geht es ja noch, aber letztes Mal, hat er es sogar irgendwie hinbekommen, dass ich eine noch komplett harte Nudel hatte.",erzählte er.

Sofort färbten sich meine Wangen leicht rosa.

Die Nudel. Er hatte sie tatsächlich gehabt.

Nur Sekunden später öffnete sich auch schon die Tür vor uns und Kendra strahlte uns mit ihrem breitesten Lächeln entgegen.

"Ich dachte schon ihr kommt nie." ,und im nächsten Moment wurde ich an meinem Arm nach drinnen gezogen.

Ein Footballspiel mit ein paar Freunden anschauen, war ja mal die größte Untertreibung des Jahrhunderts gewesen.

Tonys Appartement war voll mit Leuten in unserem Alter, wahrscheinlich sogar ein bisschen älter.

An einer der Wände war eine riesige Leinwand aufgespannt, vor der wiederum ein Haufen Leute saßen und ihre jeweilige Mannschaft anfeuerten.

Bevor ich überhaupt erkennen konnte, welche Mannschaften überhaupt gegeneinander spielten, wurde ich schon von einer aufgedrehten Kendra weiter gezogen.

Colden hatte ich schon längst aus den Augen verloren.

"Gott. Ich bin ernsthaft froh, dass du da bist.",begann Kendra, als wir uns auf einer noch unbesetzten Couch niederließen.

Meine Mundwinkel zogen sich leicht nach oben.

"Wenn du Leute immer so schnell in dein Herz schließt, wirst du irgendwann noch mit einem Kidnapper mitgehen."

Sie streckte mir nur die Zunge raus und grinste dann.

"Schau dich mal um, fast alle Frauen hier sind, so leid es mir auch tut, Schlampen.",fing sie an und nickte mit ihrem Kopf zu einer Gruppe von drei Frauen, die allesamt Minikleider trugen, obwohl draußen wohl wirklich nicht die Jahreszeit dafür war.

"Okay äußerlich vielleicht ein bisschen, aber du weißt ja nicht, ob sie nicht eigentlich nett sind.",erwiderte ich, nicht überzeugt davon.

"Oh doch. Glaub mir, ich hab schon Dutzend mal versucht ein Gespräch mit denen anzufangen und es lief immer auf die Männer hier oder wie wichtig ihnen Marken sind, raus.",meinte sie und sah mich dabei komplett ernst an.

The Night we met Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt