~ Rückblicke ~

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Die neue in Anführungszeichen Ghost Crew machte sich in den nächsten Tagen auf, die Vorräte, welche sie zusammen vom Imperium gestohlen, hatten, an bedürftige Menschen und andere Spezies verteilt. Padmé hatte sich lange nicht mehr so gut gefühlt, das letzte Mal als sie Anakin von ihrer Schwangerschaft erzählt hatte. Das war mittlerweile über 17 Jahre her. "Was sie wohl jetzt machen?", fragte sich die ehemalige Senatorin etwas zu laut selber.

"Wer was macht?", kam Padmé wieder in die Realität zurück. Es war Ezra, der sie fragte.

"Meine alten Kollegen", fing sie an, "Meine ganzen Freunde, ich frage mich, ob sie für oder gegen das Imperium kämpfen." Sie machte eine Pause. "Ich habe mit ihnen immer im Senat lange diskutiert, was falsch und was richtig ist. Meist waren wir gegen einander. Aber nach einer Debatte waren wir dennoch stets Freunde und Bekannte", beendete sie kleine Rede.

"Das ist zwar eine tolle Geschichte..", begegnete ihr Ezra, "..aber ich kenne dich mittlerweile eine ganze Weile, liebe Tante und weiß, dass du nicht an deine Kollegen gedacht hast, sondern an deinen toten Ehemann, an Onkel Anakin."

Padmé schmunzelte: "Dich hätte er bestimmt auch ganz gerne gehabt." Wieder war zwischen den letzten Worten es ruhig geworden. "Aber du liegst falsch", widersprach kurz daraufhin ihrem vermeintlichen Neffen.

"Echt, das glaube ich dir aber nicht", entgegnete der junge Mann.

"Ja, du hast recht, ich denke nicht an meine Kollegen oder meinen Ehemann, also nicht direkt", gab sich Padmé sich geschlagen.

"An wen denkst du dann? Komm Tante, du kannst mir es doch sagen, mir vertrauen" Es war wieder still.

"In der Zeit des Krieges sahen Anakin und ich mich kaum und wenn dann doch, na ja, du weißt schon", fing die Ehefrau des Auserwählten an.

Ezra grinste. "Ezra!", beschwerte sie sich sofort.

"Tschuldige..", entschuldigte er sich kleinlaut.

"Jedenfalls, na ja, du weißt ja was passieren kann"

"Was den?", überlegte Ezra.

"Du willst mich doch veräppeln", weiter kam sie nicht.

"Das würde ja heißen, dass ich.."

"Einen Cousin und eine Cousine hätte. Ja, Ezra, du hast es verstanden", war nun die Padmé diejenige, die grinste.

"Wie heißen sie?", wollte er selbstverständlich wissen.

"Luke und Leia"

"Und wo sind sie? Hast du Kontakt ihnen? Und warum sind sie nicht hier?", konnte Ezra sich nicht mehr zurückhalten.

"Ganz langsam großer, eins nachdem anderem."

"Was ich dir jetzt verraten werde, darfst du keinem weiter erzählen, nicht einmal der Crew! Hast du verstanden?", verlangte sie daraufhin von ihrem Neffen.

"Ja, habe ich", versprach Ezra hochheilig.

So begann Padmé zu erzählen: "Zu deiner ersten Frage: Luke ist bei seiner Tante und Onkel auf Tatooine und Leia auf Aldeeran bei ihren Adoptiveltern."


"Aber wieso?" unterbrach Ezra die Geschichtsstunde.

"Lass mich doch weitererzählen!", beschwerte sich Padmé erneut.

"Ist ja gut"

"Nein, ich habe keinen Kontakt zu Leia und Luke", erzählte sie weiter.

"Ähhh"

"DAS", wurde Padmé lauter und unterbrach eine erneute Zwischenfrage, "liegt daran, dass sie der nach Order 66 übrig gebliebene Jedi Rat entschied, sie nach Anakin Tod zum Schutz vor dem Imperator und neuen Sithlord Darth Vader zu schützen. Ich täuschte meinen Tod auch vor, dass ich vor den beiden ebenfalls in Sicherheit bin. Das mit meinen Kindern erfuhr ich später von meiner Familie. Natürlich wusste Obi-Wan, der Meister des Lord Vader nicht, dass ich noch am Leben bin und bezog mich nicht ein. Deshalb sind Luke und Leia nicht hier."

"Das ist echt traurig. Wenn wir das Imperium und diesen Vader ausgeschaltet haben, werden wir die Familie wieder vereinen!", war sich Ezra sicher.

Padmé bedankte sich: "Ganz bestimmt!"

Wieder hatte sie ihrem in Anführungszeichen Neffen nicht gesagt, dass sein 'Onkel' der böse Vader war.

Star Wars: REBELSlineWo Geschichten leben. Entdecke jetzt