Er hasste es. Er konnte es einfach nicht ausstehen. Nur herumsitzen und abwarten. Etwas, was er überhaupt nicht ausstehen konnte. Er musste einfach etwas unternehmen, bloß machen durfte er das nicht. Das waren seine Befehle. Befehle hatte der Jedi von Lothal schon immer verabscheut. Die befehlshabende Senatorin verbot ihm zu handeln.
Nur sogenannte Botengänge durften er und die Ghost-Crew durchführen. Das Schicksal Lothals war der Senatorin seiner Meinung nach egal. Auch wenn er tiefen Hass ihr gegenüber empfand, so war er froh darüber, dass er ihr sein durfte. Hier bei seiner neuen Familie, bei ihr..
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Sie hatte ihn noch sie erlebt. Anscheinend hat er sich in der Zeit ihrer Abwesenheit stark verändert. Er war nicht mehr der kleine süße Junge, nein, er war jetzt ein verantwortungsvoller junger Mann.
Das bereitete ihr etwas Unbehagen. Sie hätte hier sein müssen, hätte für ihn da sein müssen. Sie erkannte ihn buchstäblich nicht mehr wieder. „Sabine? Kommst du?", holte sie ihre beste Freundin zurück in die Gegenwart.„Bin schon auf dem Weg", erhob sich die junge Frau von Mandalore von ihrem gemütlichen Stuhl und lief der Twi'lek von Ryloth hinterher, „Sag Mal Hera.." „Ja?", entgegnete die Anführerin der Ghost-Crew.„Warum ist Ezra.. Nun ja so..", begann die Künstlerin eine Frage.
„Anders?", vollendete die Angesprochene die Sabines Frage, „Das liegt wahrscheinlich an Ahsoka" – Ahsoka, seine Meisterin. Genauso wie sie selbst hatte sie Ezra verlassen. Warum sie das getan hatte, wusste keiner. Nur eins wusste sie wirklich, dass es Ezra mitten ins Herz traf. Nur noch Padmé stand ihm noch näher als diese Togruta. Man bemerke die Abwesenheit der beiden Frauen relativ frühzeitig. Ezra wurde schneller wütend, aggressiv, stets war er ziemlich launisch gewesen. Etwas, was ihre gemeinsame „Beziehung" ziemlich unter Druck setze. Es war für sie so einfacher gewesen, den Entschluss zutreffen, ihn „zu verlassen" und zu ihrer Familie zurückzukehren. Jetzt aber bereute sie ihre Entscheidung ziemlich. Wäre sie bloß hier geblieben..
„Es ist vielleicht auch besser so.. Wer weiß, was wohl geschehen wäre, wenn Padmé und ihre Familie hier geblieben wären..", setzte Hera die Unterhaltung fort. Sabine widersprach ihr leicht: „Ahsoka wäre trotzdem gegangen." „Glaubst du wirklich? Sie ist doch nur gegangen, weil ihre beste Freundin fort war", fand die Twi'lek das abwegig. Doch ihre beste Freundin war überzeugt von ihrer Meinung: „Nein, das lag wohl eher an Rex."
Rex, stimmt, der tapfere Klon Captain, der einst mit ihrem Vater Ryloth hatte befreien können.
„Wer weiß das schon..", zuckte Hera mit den Schultern und beendete das Thema vorerst.
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„Was bedrückt dich, Ezra?", war Kanan derjenige, der ihn das fragte. Direkt darauf antworten konnte Ezra nicht. Er wusste es ja selbst nicht einmal so genau. Ihm schwirrten so viele Gedanken gleichzeitig durch den Kopf: „Ganz ehrlich.. Ich weiß es nicht.." Der Ältere der beiden musste schmunzeln. Er kannte diese Phase, er hatte sie ja auch selbst durchleben müssen, woraufhin er sprach: „Frauen. Sie sind wirklich ein wahres Mysterium, wahrscheinlich noch größer als die Macht" Ezra musste leicht grinsen: „Ach echt? Glaubst du das wirklich?" „Jap, zu einhundert Prozent, Kumpel", bestätigte Kanan mit einem Nicken.
„Es ist einfach so... Seit Sabine wieder hier ist... Wir reden kaum miteinander.. Aber, wenn wir es dann doch einmal tun.. Dann.. Dann ist das immer so...", versuchte Ezra seine Gefühle offen darzulegen. „Merkwürdig?", vollendete Kanan, genau sowie Hera bei Sabine den Satz seines Gesprächspartners. „Ja!", bejahte Ezra sofort. „Das liegt einfach daran, dass ihr euch beide nahe steht und euch mögt. Kein Wunder kommt ihr euch in der Gegenwart des Anderen peinlich vor", erklärte Kanan seinem Schützling. „Woher?", war der Junge von Lothal verdattert. „Ezra, ich bin selbst in deiner Position gewesen und schau her, ich bin mit Hera zusammen." „Wenn du das sagst..", gab sich der junge Jedi geschlagen.
Es entstand eine kleine Ruhepause. „Da ist doch noch etwas", beendete Kanan diese dann aber auch wieder. Ezra überrascht das nicht wirklich. Sein neuer Meister kann ihn mittlerweile schon richtig gut, woraufhin er einen Satz begann: „Obi-Wan..." „Was ist mit Obi-Wan? Ich hätte gedacht, die Sache mit Quinlan sei geklärt gewesen", verstand Kanan nicht ganz. Ezra verwirrte seinen Meister noch weiter: „Ist es ja auch. Darum geht es ja nicht..." „Um was geht es dann?", musste Ältere dem Jüngeren alles aus der Nase ziehen. Ezra offenbarte noch immer nicht die ganze Wahrheit: „Es geht um das, was er zu mir sagte.." „Was war das denn?", verlor Kanan langsam die Geduld.
„Ahsoka.. Sie und die Skywalker haben sich getrennt.. Sie sind direkt auseinander gegangen..", gab Ezra endlich mehr preis. „Was meinst du?", verstand Kanan jedoch immer nicht ganz. „Ahsoka ist nicht mit ihnen gegangen.. Sie meinte, sie müsste mit sich in Reine gekommen.. Alleine...", erklärte Ezra daraufhin. „Rex...", schoss es aus Kanan heraus – Das hatte Ezra komplett vergessen. Der Mann, der ihr noch näher stand, als er selber, war getötet worden. Vor ihren Augen hatte Maul ihm den Kopf abgetrennt. „Sie hätte es mir aber doch sagen können..", konnte Ezra das Handeln von Ahsoka dennoch nicht ganz nachvollziehen. „Manchmal tun Mütter Dinge, die das Kind nicht verstehen können..", ließ Kanan seinen Schüler alleine.
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„Hast du von ihr etwas gehört?", ließ Sabine das Thema aber nicht los. „Nicht seitdem wir Tatooine verlassen haben", schüttelte ihre Freundin mit dem Kopf. „Du weißt also auch nicht, wo sich die Drei aufhalten, oder?", fragte die ehemalige Kadettin des Imperiums einfach weiter. Sie musste einfach alles wissen. Für Ezra.
„Nein. Das möchte ich auch nicht. Sie haben schon genug erleben müssen. Vor allem Padmé..", konnte Hera Sabine nicht weiterhelfen – Padmé.. Die Frau, die Ezra, noch näher stand, als sie selber, die Togruta ausgelassen. „Sag Mal Sabine.. Warum interessiert dich all das?" brachte diese Frage, die Jüngere, der Beiden etwas aus dem Konzept. Dennoch schaffte sich es zu antworten: „Nur so. Rein aus Interesse."
„Hat dir eigentlich schon jemand gesagt, dass du eine schlechte Lügnerin bist?", schmunzelte die Anführerin der Ghost-Crew leicht. Sabine wusste das, dass Hera sie durchschaut hatte: „Nein, du bist die Erste." „Also um was geht es dir wirklich?", wollte Hera daraufhin wissen. Die Frau von Mandalore schluckte: „Ich fühle mich einfach so hilflos... Ich möchte Ezra unterstützen.. Ihm helfen... Aber ich weiß einfach nicht wie.." „Und da hast du dir gedacht, so eine Art Familienwiedervereinigung wäre perfekt?", schlussfolgerte die Pilotin. „Ja, so etwas in der Art..", bestätigte die Künstlerin.
„Tut mir leid Süße, daraus wird wohl oder übel nichts", musste Hera ihre Freundin enttäuschen.
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Star Wars: REBELSline
FanfictionHallo und herzlich Willkommen zu einer meiner FFs. Bei diesem Werk handelt es sich um eine zusammengesetzte Story aus.. ..Star Wars Rebels Etwas Anders Padmé ist nicht tot. Sie lebt, bloß weiß das keiner. Sie taucht unter, schließt sich den Rebellen...
