Kapitel 27

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N I N A

Gastón und ich lösten uns sofort voneinander und schauten ertappt zur Tür, wo Ámbar mit verschränkten Armen stand.

Sie kam auf uns zu und ich zog mir meine Sachen an, während ich schon die schlimmsten Szenarien in meinem Kopf ausmalte. Sie wird es hundertprozentig Luna erzählen.Und Matteo. Und dem ganzen Team, was mich genauso zu einer von denen macht.

»Ich kann grad echt nicht glauben, was ich hier gesehen hab.« Aus ihrer Kehle kam ein bitteres Lachen und ich fing schrecklich an zu zittern. Mein Blick huschte zu Gastón rüber, der mich genauso verzweifelt ansah.

Wir sind beide geliefert.

»Ámbar verdammt, was machst du überhaupt hier?« kam es von Gastón, während er sich sein Shirt überzog.

»Du hast mir vorhin geschrieben, dass ihr hier seid, also wollte ich mal schauen was ihr so... treibt

Gastón zog eine verwirrte Miene und holte plötzlich sein Handy raus, um wahrscheinlich nachzusehen. Das war doch nicht sein Ernst?

Ich dachte sein Handy wäre im Auto?!

Er bemerkte meinen empörten Blick und steckte sein Handy wieder in seine Hosentasche.Kopfschüttelnd schaute ich weg von ihm und sah zu Ámbar, die uns seltsam musterte.

»Warum war die Tür überhaupt von außen verschlossen?« fragte sie skeptisch, was Gastón wohl gar nicht gefiel.

»Ach, tu nicht  so unschuldig, das warst eh du!« zischte er und schon begann eine Diskussion zwischen den beiden. Ich nutzte das aus, um von hier zu verschwinden, weil ich es keinen Moment länger aushielt.

Mit zügigen Schritten lief ich den Schulflur runter, bis ich an der Eingangstür ankam. Was tue ich jetzt eigentlich? Sollte ich vor Ámbar mit Luna sprechen oder sie anbetteln, dass sie nichts sagte?

Seufzend drückte ich die Klinke runter und hörte auf einmal Ámbar auf mich zu rennen. Innerlich machte ich mich schon auf eine Abreibung von ihr gefasst, denn ich habe immerhin den Freund ihrer Cousine geküsst.

Wie der letzte Feigling versuchte ich schnell durch die Tür zu schlüpfen, aber Ámbar war schneller und zog mich am Arm zurück.

»Ich fahr dich nach Hause, okay?«

•••

Zu Ámbar Smith „nein" zu sagen, war ja sowieso unmöglich, also ließ ich mich von ihr nach Hause fahren. Es herrschte eine erdrückende Stille im Auto und ich wartete vergeblich, bis sie mich mit tausenden Fragen bombardierte.

Ámbar kam sogar mit in mein Haus und wir setzten uns in Wohnzimmer, wo sie dann endlich das Schweigen brach.

»Küsst er gut?« war ihre erste Frage und ich schaute sie perplex an. Ich hätte mit allem gerechnet, außer das.

»Ámbar...« murmelte ich, während ich mir die Brille abnahm und meine Schläfen rieb.

»Okay, okay. Wie lange geht das schon?« fragte sie neugierig und ich fühlte mich nicht wirklich wohl dabei mit Luna's Cousine darüber zu sprechen.

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⏰ Letzte Aktualisierung: Feb 11, 2019 ⏰

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