Ich schaue Shinji neugierig an. "Naja, als Ritter des Mondes und als Shinji in unserer Zeit habe ich..." Er atmet tief ein und aus. Ich sehe ihm seine Nervosität an. "Shinji. Bleib ganz ruhig." Ich schaue ihm direkt in die Augen. Er hatte den Blick gesenkt, sieht aber jetzt auch mir in die Augen.
"Ich habe mich in dich verliebt." sagt er dann schließlich. "Ich wollte es dir eigentlich schon viel früher sagen, aber ich habe nie den Mut dafür gefunden. Und fühlst du genauso?" Mir kommen die Tränen, als er seine Gefühle äußert. "Ja. Ich bin auch in dich verliebt!" sage ich breit grinsend.
Auch er strahlt bis über beide Ohren. Glücklich fallen wir uns wieder in die Arme und küssen uns. wie lange habe ich wohl darauf warten müssen? Ich genieße den Augenblick, in dem die Zeit wie in Zeitlupe vergeht. Noch nie habe ich so viel Glück gefühlt, wie in diesem Moment. Nun ist es offiziell. Shinji und ich sind zusammen.
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Als ich meine Augen wieder öffne, befinde ich mich in meinem Zimmer. Genauer gesagt, in meinem Bett. Neben dem Bett steht ein Stuhl, auf dem Shinji eingeschlafen ist. Er hält meine Hand. Auch er scheint wieder wach zu werden und schaut mir direkt in die Augen. "Es ist schön, dich wiederzusehen!" "Ebenso!" Ich sehe mich in meinem Zimmer um.
Hatte ich es nicht erst letzte Nacht gesäubert? Meine Erinnerungen sind so verschwommen. "Wie lange habe ich geschlafen? Was ist passiert?" frage ich Shinji verwirrt. "Und vor Allem, warum bist du hier?" "Kannst du dich nicht erinnern?" "Meine letzte Erinnerung ist, dass wir Sachi-chan gefunden haben, dann bin ich traurig nach Hause, hab mein Zimmer aufgeräumt und mich schlafen gelegt."
Die Freude weicht aus Shinji's Gesicht. Er senkt seinen Blick. "Du hast etwa 2 Monate verschlafen, warst in einer Art Koma. Takeru-san und ich haben uns um dich gesorgt. Ich hatte heute die Nachtschicht, für den Fall, dass du aufwachst." Ich sehe nach draußen. Bis auf ein paar Sterne, ist es dunkel.
"Wow... 2 Monate?! Ich... Ich habe so viel verpasst!" "Ist das alles?" Shinji sieht mich an. In seinen Augen liegt Trauer, aber auch Hoffnung. "Wie geht es Sachi-chan und Yui-chan? Und ist bei dir alles in Ordnung? Was ist in den letzten 2 Monaten passiert?" "Den Beiden geht es gut. Sachiko-san braucht Hilfe, um Englisch nachzuholen."
"Und du?" "Alles bestens. War zwar zweimal im Krankenhaus wegen einem Schwächeanfall, aber mittlerweile geht es mir wieder gut." "Oh nein! Was war denn los?" Shinji schweigt. Er zieht seine weg und steht auf. "Das fragst du am Besten deinen Bruder..." Er klingt traurig und geht schließlich mit hängenden Kopf aus meinem Zimmer.
An der Tür trifft er auf Takeru, den er komplett ignoriert. "Shinji, alles klar?" fragt dieser, aber Shinji geht einfach weiter seines Weges. Als ich unten die Tür ins Schloss fallen höre, bin ich noch verwirrter als vorher. "Takeru! Was ist denn hier los?" "Ich weiß es gerade auch nicht. Wie geht's dir?"
Takeru kommt zu mir auf's Bett und umarmt mich fest. Ich drücke ihn ebenfalls an mich. "Ich habe das Gefühl, Shinji irgendwie verletzt zu haben. Dabei ist er doch so sensibel!" "Ich versteh es auch nicht. Sonst war er doch so besorgt und jetzt wo du wach bist, interessiert es ihn nicht mehr?"
"Ich verstehe die Welt nicht mehr! Wie konnte das nur passieren, dass ich 2 Monate im Koma lag?" frage ich seufzend. "Ich weiß es auch nicht. Ich denke, du solltest dich darauf konzentrieren, dass du wieder Anschluss findest. In einer Woche sind die Trimesterprüfungen, wobei ich denke, die Lehrer werden bei dir eine Außnahme machen."
"Wir haben schon Ende Juli?!" Erst jetzt beginne ich zu realisieren, wie viel ich wirklich verpasst habe. Ein paar Geburtstage, inklusive meinen, sehr viel Schulstoff und meinen hoffentlich letzten Wachstumsschub. Ich bin 5 cm größer als vorher, was ich erst feststelle, als ich am nächsten Tag meine Schuluniform anziehe.
Es fühlt sich einfach komisch an. Für mich ist es eine Nacht voll Schlaf gewesen, während alle anderen zwei Monate gealtert sind. Die Beziehungen haben sich gefestigt, manche sind gewachsen, manche blieben unverändert. Und doch betrete ich mit Yui und Sachiko den Klassenraum, als wäre ich nie weg gewesen.
Sofort werde ich umringt von meinen Klassenkameraden, die mich neugierig darüber ausfragen, wo ich denn gewesen sei. "Ich lag im Koma und kann mich an nichts erinnern, was dazu geführt haben könnte. Und nein, ich habe währenddessen nichts um mich herum mitbekommen." antworte ich.
Sie geben sich mit der Antwort zufrieden, was auch daran verschuldet sein kann, dass Frau Haruna den Raum betritt. Als sie mich sieht, lächelt sie kurz und fängt dann unbeirrt mit dem Unterricht an. Dafür, dass ich zwei Monate gefehlt habe, komme ich ganz gut mit. Am Ende des Schultages winkt mich Frau Haruna zu sich.
"Araki-san, schön, dass Sie wieder gesund und munter sind. Kamen Sie denn mit?" Ich nicke. "Falls Sie dennoch Unterlagen oder gar Nachhilfe benötigen, fragen Sie ruhig mich." fügt sie hinzu. Ich winke ab. "Vielen Dank, aber das wird nicht nötig sein. Meine Freundin Sachiko hat sich schon dafür bereiterklärt."
"Dann hoffe ich, dass sie nächste Woche die Prüfungen mitschreiben können? Auf Grund der Umstände wäre es kein Problem, Ihnen mehr Zeit zu geben, um den Stoff nach zu holen. Obwohl Sie bei Ihren Noten sicherlich keine Probleme haben werden." "Danke, ich sehe mir heute den Stoff genauer an und sage Ihnen morgen Bescheid."
Auf dem Gang warten meine Freunde bereits auf mich. Ich sehe es ihnen an, wie sehr sie mich vermisst haben, aber ein Teil fehlt. Shinji. Im Unterricht hatte ich nicht die Chance mit ihm zu reden und jetzt ist er bestimmt schon nach Hause gegangen. "Wisst ihr, was mit Shinji los ist?" frage ich die Beiden.
"Nein. Eigentlich hatten wir gehofft, dass könntest du uns sagen." Ich senke geknickt den Kopf. Die Beiden legen mir tröstend ihre Hände auf meine Schulter. "Ach, der kriegt sich sicherlich wieder ein." "Obwohl es schon ein wenig komisch ist. Sonst war er immer in deiner Nähe."
Zuhause angekommen, fangen Yui und Sachiko an, mich auf die Trimesterprüfungen vorzubereiten. Es ist sehr viel, dass ich innerhalb der nächsten Woche lernen muss, wenn ich bestehen will. Vor Allem bei den 5 Hauptfächer (Japanisch, Englisch, Mathematik, Naturwissenschaft und Gesellschaftskunde) lerne ich fleißig.
Am Ende der Woche habe ich nicht nur Kopfschmerzen, sondern auch das dringende Bedürfnis, Shinji zu sehen. In der Schule geht er mir aus dem Weg und auch auf meine Nachrichten und Anrufe reagiert er nicht. Ich werde ihn nach den Prüfungen besuchen gehen. Die Prüfungen dauern insgesamt 3 Tage.
Am ersten Tag bin ich zurecht gekommen und ganz zuversichtlich, was meine Punktzahl angeht. Der zweite Tag ist nicht ganz so rosig. Ich habe Probleme mit Gesellschaftskunde gehabt. Am dritten Tag kämpfe ich mit einer besonders kniffligen Mathematikaufgabe, die ich schlussendlich geknackt habe.
Am Donnerstag haben wir frei bekommen. Yui, Sachiko und ich verbringen den Tag zusammen im Park. Wir haben ein Picknick vorbereitet und haben viel Spaß. Später gesellen sich ein paar weitere Freunde zu uns. Auch wenn ich es nach außen hin nicht zeige, vermisse ich Shinji bei sowas am meisten.
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Tokyo, mein neues Zuhause
Фанфикшн"Mein Name ist Kazumi. Ich bin 16 Jahre alt und lebe seit gestern in Japan." mein Blick schweift über meine neue Klasse und bleibt an meiner neuen besten Freundin und meinem schlecht gelaunten, neuen Sitznachbarn hängen. Ich habe das Gefühl, dass ic...
