Kapitel 21

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Kazumi's Sicht:

Ich gehe den schnellsten Weg nach Hause. Rei's Worte wiederholen sich immer wieder in meinem Kopf. Was bedeuten sie? Und woher wusste sie das alles? Ich konzentriere mich allerdings erst einmal darauf, was sie mir gesagt hatte: "Die eigenen 4 Wände geben das wieder, was sich in unserem Kopf befindet." In meinem Fall: Ein einziges Chaos.

Ich folge dem Rat und beginne, meine Wäsche auf mein Bett, die Schulunterlagen auf den Schreibtisch und den restlichen Kram zu separieren. Die Wäsche sortierte ich nach 'muss gewaschen werden' und 'geht noch'. Danach sortierte ich meinen Schreibtisch. Die einzelnen Fächer packe ich jeweils auf einen Haufen.

Dann machte ich noch die offenen Hausaufgaben fertig, bevor ich auch diese Blätter und Hefte in die verschiedenen Haufen packe. Der restliche Kram, der hauptsächlich aus Verpackungen von Knabberzeug bestand, kommt in den Müll. Auf der Suche nach unserem Besen bemerke ich, wie still das Haus war. 

Kein Schnarchen, kein Atmen, nicht mal ein Tropfen des undichten Wasserhahns im unterem Badezimmer. Auch Artemis finde ich nirgends. Es ist schon seltsam, als mir plötzlich bewusst wird, dass ich hier komplett allein bin. Schnell nehme ich den Besen und die Kehrschaufel aus der Kammer in der Küche und schleiche nervös in mein Zimmer zurück.

Ich schalte leise Musik an, um mich von der Tatsache abzulenken und wieder zu entspannen. Mein Plan geht auf. Ich fege mein Zimmer und tanze nebenbei mit dem Besen zur Musik. Ruckzuck bin ich damit fertig und fege die Krümel und den Staub auf die Kehrschaufel, die ich in der Küche entleere. Ich lasse Besen und Schaufel gleich dort und tanze mich wieder nach oben.

Und ja! Zu Lindsey Stirling kann man tanzen! So geht das noch, bis ich etwa eine Stunde später müde werde. Ich schalte die Musik aus, ziehe meinen Pyjama an, mache das Licht aus und kuschel mich in meine Decke. Rei hat Recht. Meine Gedanken sind viel klarer. Meine Träume werden mich also nicht mehr quälen!

Takeru's POV:

Die Gasse, in die uns Yui-san geschickt hatte, endet im Nichts. Enttäuscht kehren wir um und suchen nach den Anderen. Leider erreichen wir sie auch nicht übers Handy. Wenigstens finden wir so unsere Wege nach Hause. Es war halb 3 morgens, als ich zuletzt nach Hause komme. Ich sehe mich im Haus um.

Mum und Dad sind nicht da, aber dafür finde ich Kazu-Chan friedlich schlafend im Bett liegen. So wie es aussieht haben sie Sachiko gefunden. Ich schreibe ihr gleich über WhatsApp. Vielleicht habe ich schon in wenigen Stunden eine Antwort? Leider ist im Nachbarhaus auch kein Licht mehr an. Ich schließe die Vorhänge und schmeiße mich erschöpft ins Bett.

Das Klingeln meines Handys weckt mich. Ich habe einige Nachrichten bekommen. Verschlafen reibe ich mir die Augen, bevor ich auf dem Display die Nachrichten entziffern kann. Alle haben mir geschrieben, dass Sachiko wieder da ist. Auch von ihr habe ich ein paar Nachrichten. Jetzt wird hoffentlich wieder alles normal!

Einige Stunden später grummelt mein Magen. Ich mache mir in der Küche einige Brote und gehe zurück in mein Zimmer. Es ist fast 11 Uhr. So langsam sollte auch Kazu wieder wach sein. Ich verschiebe mein Brot auf später und klopfe an ihre Tür. Nichts. Keine Reaktion. Skeptisch betrete ich ihr Zimmer.

Kazu liegt noch immer so im Bett, wie ich sie in der Nacht schon sah, allerdings hat sie ein verkrampftes Gesicht. Bei genauer Betrachtung ist sie kaltschweißig und sie fiebert. Sicher hat sie sich eine Erkältung geholt. Ich lege ihr einen kalten Lappen auf die Stirn und lasse sie schlafen. Sie braucht nun sehr viel Ruhe. Die letzte Nacht war wohl zu viel für sie.

Ich schaute mir eine Folge meiner Serie an, bevor ich mir frische Sachen anzog, um zu Sachiko rüber zu gehen. Zuerst wollte ich die kranke Kazu nicht allein lassen, aber ich kann ja Sachiko auch mit hierher nehmen. Ich wechselte den kalten Lappen noch aus, bevor ich aus dem Haus trete und zur Nachbarin gehe.

Ich komme nicht einmal dazu auf die Klingel zu drücken, da geht die Tür schon auf und Sachiko stürzt sich auf mich. "Takeru-Chan! Ich hab dich so vermisst!" Ich erwidere ihre Umarmung. "Ich dich auch!" Es ist, als hätten wir uns jahrelang nicht gesehen. "Möchtest du reinkommen?" "Nein, danke. Kazu ist krank und da möchte ich nicht, dass sie zu lange allein ist."

"Oh nein! Ich komme mit rüber!" Sie schließt die Tür hinter sich. Ich nehme sie an die Hand, bis wir in Kazu's Zimmer sind. "Kazu-Chan! Ich wollte dir doch danken. Du hast mein Leben gerettet und dabei dein eigenes aufs Spiel gesetzt! Du bist die beste Freundin, die ich je hatte und jemals haben werde!" 

Sachiko nimmt Kazu's Hand. "Takeru. Ihre Hand... Sie ist eiskalt!" Auch ich nehme ihre Hand. "Du hast Recht. Wie ein Eiszapfen." Ihre Hand hängt schlaff herunter. Noch immer ist ihr Gesichtsausdruck angespannt, ihre Haut kaltschweißig. "Ich weiß nicht mehr weiter. Ich rufe jetzt Mum an." 

Kurze Zeit später sind meine Eltern wieder da und freuen sich, dass Sachiko gesund und munter wieder da ist. Doch die Freude hält nur kurz, bis Mum Kazu erblickt. Sie kniet sich sofort vor ihr Bett und streichelt ihre Wange. Was mir erst jetzt auffällt ist, dass Kazu's Haut sehr blass ist. "Mum? Was stimmt nicht mit Kazumi?" 

"So einiges. Sie hat sich eine ziemlich schlimme Erkältung geholt. Lasst sie sich ausruhen. Ich kümmere mich um sie!" Auch wenn ich Mum's Krankenpflege kenne, bin ich froh, dass sie da ist. Auch Dad sieht besorgt aus. "Sollten wir nicht einen Arzt konsultieren?" "Nein. Ich habe das Gefühl, dass Mum das hin bekommt." 

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Heyo. Verdammt lang ist es her. Nun führe ich diese Geschichte auch weiter. Hier kommen die Updates immer am 1. des Monats. 

Umbreon ^^

Tokyo, mein neues ZuhauseGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt