Heute ist der Tag nach der Party im Club.
Ich wache von Sonnenstrahlen, die sanft auf meinen Gesicht tanzen auf. Langsam strecke ich mich. Ich bekomme Hunger und da ich nicht mehr besonders viel Zuhause habe, eigentlich herrscht in meinen Kühlschrank gähnende Leere, beschließe ich in ein Café zu gehen.
Ich ziehe mir schnell einen dunkel grünen Pulli und eine blaue ausgewaschene Jeans an. Draußen ist es kalt, so dass ich meine Schritte beschleunige. Endlich in meinen Café angekommen, umhüllt mich sofort eine angenehme Wärme.
Ich stelle mich an der Schlange an. Mit meinen Kugelschreiber schreibe ich auf einen Zettel, was ich haben will. White Hot Chocolate mit Karamellsirup und einen dunklen Cookie
Ich rücke zur Seite und warte bis meine heiße Schokolade kommt.Als diese fertig ist, gehe ich in eine hintere Ecke des Cafés. Das Café ist in einen weiß blauen Ton gehalten. Ich lasse mich auf einen weißen Stuhl herunter. Mit mein Löffel rühre ich einmal um. Dann nehme ich einen Zug von meinen Trinken. Die warme Flüssigkeit rinnt meiner Speiseröhre hinunter. Meine Zunge kribbelt. Es schmeckt einfach nur wunderbar. Wirklich süß. Durch das Karamell ist es um so süßer. Der perfekte Start in meinen Tag.
Einmal in Monat gönne ich mir einen solchen Tag. Heute ist der perfekte Tag dafür.
Viele Menschen kommen in das Café und viele verlassen es. Als ich genau in diese Richtung schaue betritt ein mir bekannter Mann das Café. Mike. Was macht er hier bitte?
Ich drehe mich um, so dass ich Mike nicht mehr sehe. Ich hoffe, dass er mich nicht bemerkt. Schließlich sehe ich aus wie viele Frauen, also bin ich nicht besonders. Deshalb schlurfe ich an meiner Hot Chocolate weiter, bis mich eine Hand berührt.
Mein Kopf schnellt um. Mike hat seine Hand auf meine Schulter gelegt. „Hey Honey!" ,meint Mike. „Ich darf mich doch setzen!"
Er setzt sich auf den gegen über liegenden Stuhl. „Du warst gestern ganz schnell weg nach unseren Auftritt. Ich dachte, du bleibst noch ein bisschen und wir lernen uns besser kennen!" Er zwinkert mir zu.
Ich schüttle meinen Kopf. „Der Hoddie steht dir gut Honey!" Eigentlich möchte ich danke sagen, aber ich habe mein Handy vergessen. Ich nicke ihn zu. „Was sollte das jetzt heißen, Honey?"
Ich nehme einen Zettel raus und schreibe:
Ich wollte nur danke für das Kompliment sagen.
Er lächelt mich an. „Ich kann also doch ganz nett sein!"
Ich lächle und schüttle meinen Kopf, dann schreibe ich auf den Zettel:
Vielleicht.
„Nein, Honey. Ich kann und bin nett!"
Ich antworte schriftlich:
Im Moment schon.
Was schreibe ich hier? Die Wahrheit. Gerade ist er nett, aber mittlerweile weiß ich, dass die Laune sich bei ihm schlagartig ändert. Ich weiß nicht, was ich von ihm in diesen Moment halten soll. Er sitzt hier vor mir. In seinen Wangen sind Grübchen, die ihn unendlich süß und unschuldig machen. Seine Augen haben diese Funken in den Augen, die Begeisterung und Leidenschaft zeigen.
Wie jetzt gerade Mike ist, da ist er ... ach keine Ahnung. Er ist kein Frauenheld, sondern einfach ein Junge von neben an.
Doch in den einigen Tagen habe ich ihn etwas genauer kennen gelernt oder ich musste ihn genauer kennen lernen. Mike kann ein solches Arschloch sein.
Ein Schnippen weckt mich aus meinen Gedanken. Mike schaut mich an, als wäre ich ein Alien.
„Honey!" Mit seiner großen Hand berührt er meine Wange. „Wo warst du denn gerade wieder?" Er schüttelt mit den Kopf seine dunklen Haare verstrubbeln noch mehr und geben somit eine mega scharfe Frisur ab. Jedes andere Mädchen würde ihn jetzt durch die Haare fassen wollen und vielleicht sogar auch ich.
Mit den Daumen fährt er zart meine Konturen nach. Meine Wange kribbelt leicht. Mike sieht mir kurz tief in die Augen, dann auf meine Lippen und schaut dann weg. „Scheiß drauf."
Dann beugt er sich vor und küsst mich sanft.
Mein Kopf nimmt nichts mehr wahr, weil er soviel gleichzeitig denkt. Mein Herz schlägt um so vieles schneller. Mein Mund kribbelt und genauso wie mein Bauch.
Schnell drücke ich ihn von mir weg. Mike bemerkt es und setzt sich zurück. Ich jedoch springe auf und renne nach draußen.
Ich laufe durch die Stadt ohne halt zu machen. Ich renne einfach nur.
Die ganze Situation ist so verwirrend. Mike hat mich geküsst. Wir kennen uns doch gar nicht. Ich atme tief ein und aus. Was soll ich den jetzt machen?
Ich habe keine Ahnung. Mikes Lippen waren so weich. Er küsst so perfekt. Dennoch darf ich mich nicht davon ablenken lassen.
Er hat mich bestimmt nur geküsst um mich zum Sprechen zu bewegen, aber das lasse ich nicht mit mir machen.
Ich will nicht das er mich küsst, das gilt ebenfalls für das kribbeln, welches ich verspürt habe als er mich küsste.
Ich möchte auch nicht, dass er alles bekommt, wenn er nur mit den Finger schnippt. Außerdem hätte mich bestimmt nur gerne für eine Nacht in seinen Bett.
Ich werde mich nicht von ihn herunter kriegen lassen. Ich nicht.
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Vielen Dank für 100 Reads <3
Ein großes Dankeschön an euch alle!
Ch. S.
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Vielleicht spreche ich...
RomanceIch, Kate, spreche seit Jahren nicht mehr und ich habe auch nicht vor es wieder zu tun. Es war ein Fehler, dass ich überhaupt sprechen konnte. Damit habe ich alles zerstört. Ich, Mike, verdiene mein Geld mit meiner Stimme. Im Moment bin ich auf Tour...
