34. Kapitel-Forget

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Mike P.O.V.

Ich komme völlig verschwitzt von der Bühne runter. Ich wünsche mir, dass Kate jetzt da ist und wir uns gegenseitig in die Arme nehmen können. Ich denke an ihre weichen Lippen. Am liebsten würde ich zu ihr gehen und sie an flehen, dass sie wieder spricht. Ich müsste mich so dringend bei ihr entschuldigen. Doch gleichzeitig möchte ich ihr auch keine Hoffnung machen, das mit uns beiden ist vorbei. Auch wenn mein Innerstes sich etwas anders wünscht. Ich darf nicht.

Was würde nur Louisa von mir denken? Wäre sie sauer das ich Kate so gerne habe oder doch weil ich mich nicht um das Wohl von Kate kümmere? Wie schon gesagt, Louisa mochte immer das es allen gut geht. Aber ich sorge mich doch um Kate. Ich war bei ihren Panikattacken für sie da. Ich bin nicht der richtige für sie, das versuche ich mir einzureden. Obwohl ich, wenn ich an sie denke, immer stärkeres Herzklopfen bekomme. Oh Gott, wie sehr vermisse ich sie.

Ich gehe zum Tourbus. Heute und morgen fahren wir weiter weg als sonst. Deshalb übernachten wir auch im Bus.

Ben hat heute Marleen schweren Herzens Zuhause gelassen. Er telefoniert gerade mit ihr. Während Kyle und Joan herum blödeln. Ich gehe zu den beiden, um zuhören, was sie sagen. „Die da vorne schaut schon mega geil aus!", meint Kyle. „Welche?", fragt Joan. „Die mit dem braunen Haaren und den riesigen Ausschnitt." „Ja und schau ihre Freundinnen an." Ich mische mich ein: „Naja. Die Blonde ist echt ganz passable." Kyle runzelt seine Stirn: „Kumpel, seit wann interessiert dich das den wieder?" „Seit Heute! Komm lasst uns rüber gehen!" Kyle nickt. „Ich brauch dringend wieder eine!" Ich antworte: „Ich auch und du Joan!"

„Ne lasst mal. Have fun!" Eigentlich ist Joan immer einer der ersten, der auf die heißen Fangirls abfährt. Damals war ich das. Kyle ist eigentlich gar nicht so. Nur manchmal, heute anscheinend schon. Wir gehen auf die Mädels näher zu. Ich glaube, die Blonde hat uns schon gesehen. Sie tuschelt mit der Brunette. Als auch diese uns sieht, kommen sie wie aufgeregte Hühner auf uns zu.

Sie beginnen zu kreischen, als sie uns erkennen. „OMG! OMG! OMG! Sind sie das wirklich?" Kyle fängt an zu lachen, auch ich kann mich nicht zurück halten. Kyle sagt: „ Ja!" Die Drei ticken völlig aus. „Können wir von euch Autogramme haben?" Kyle nickt. „Hast du einen Stift dabei Süße?" Sie nickt aufgeregt. „Wo soll ich unterschreiben?" Zuerst nimmt sie eine Eintrittskarte heraus, genauso wie die anderen Beiden. Kyle und ich geben brav unsere Autogramme. Dann sagt die Brunette zu Kyle: „Du darfst gerne auch noch woanders unterschreiben." Verführerisch grinst sie ihn zu. Kyle schaut kurz zu mir und meint flüsternd: „Ich bin dann mal weg." Laut spricht er mit einen Augenzwinkern: „Wo dann?" Sie meint kokett. „Überall wo du magst, auf meinen Titten, meinen Arsch..." „Sehr gerne. Komm lass uns verschwinden." Sie geht noch kurz zu ihren Freundinnen und umarmt sie.

Jetzt bin ich wohl dran. Ich darf nur nicht an Kate denken. Genau in diesen Moment tue ich es. Ein Schmerz geht durch meine Brust. Die unauffällige schiebt ihre Freundin in meine Nähe, während sie sich verabschiedet. „Ich gehe dann mal, viel Spaß euch beiden." „Danke Sis." Die Blonde geht also noch näher zu mir. „Mir ist kalt", meint sie. Ich versuche etwas zu sagen, was ich vor Kates Zeit gesagt hätte. „Soll ich dich wärmen?" Ihre Mundwinkel zieht es nach oben. „Super gerne." Schon drückt sie sich an meine Brust. Wie anhänglich. Langsam lege ich meine Arme um sie.

Hätte ich das bei Kate am ersten Tag gemacht, wäre sie erstmals sauer geworden. Ich glaube, damals habe ich das sorgar getan. Stimmt sie war mega sauer. Sie wollte sowieso nie den Rockstar Mike. Sondern sie wollte mich. Mike Meier.

Dieses Mädchen will nur den Sänger, aber vielleicht kann sie mir helfen Kate zu vergessen. Ich drücke sie noch näher zu mir und flüstere in ihr Ohr: „Wollen wir uns nicht lieber drinnen aufwärmen?" Sie leckt sich über ihre Unterlippe. Wahrscheinlich soll es verführerisch wirken, doch mich macht es überhaupt nicht scharf. Irgendwie ist diese ganze Situation verklemmt. Ich nehme sie an meiner Hand und ziehe sie hinter mir her.

In Tourbus angekommen gibt sie mir einen Kuss auf die Lippen, so dass ich überrascht nach hinten gehen und mir meinen Fuß anstoße, so dass ich leicht stöhne. Die Blondine nimmt das als Aufforderung und zieht mich an meinen Shirt herunter. Wieder haucht sie einen Kuss auf meine Lippen. Ich versuche ihn zu geniesen und erwidere ihn. Ich drücke sie nach hinten bis sie sich an irgendwas anstößt, leicht hebe ich sie hoch. Ihre Füße umklammern mich. Ich muss daran denken, wie überrascht Kate immer auf geschrien hat und wir dann beide über die komische Situation gelacht haben. Aber das hier ist nicht Kate, sondern irgend eine Blondine. Und ich mache das um nicht an Kate zu denken. Die Blondine zerrt an meiner Jacke. Ich ziehe meine Jacke aus. Daraufhin folgt mein T-Shirt, dann ihres. Ich streiche ihre Jeans herunter. Dann öffnet sie meinen Gürtel. Ohne Probleme.

Kate hat sich manchmal Ewigkeiten in meinen Gürtel verhettert. Oh wie heiß hat mich das immer gemacht, wie nervös sie dann geworden ist. Ihr Blick war göttlich. Nicht an Kate denken. Scheiß Gehirn.

Ich fahre den Mädchen durch ihre Haare. Wie weich Kates Haare immer waren und wie gut sie immer geduftet haben. Diese riechen so gar nicht nach ihren. Was überlegt mein dummes Gehirn. Ich gebe der Frau, die unter mir liegt ,einen harten heißen Kuss. Doch in meinen Gehirn ist nur noch Kate. Ich drehe mich weg von der hübschen Blondine und sehe mir sie an. Ich kann doch nicht so tun als würde ich sie mögen, das wäre nicht fair. Wenn ich mir vorstelle das Kate so von einen Typen ausgenutzt werden würde, dann dreht sich mir der Magen um. Früher hätte mich nicht gestört das ich ein Mädchen nur benutze, doch nun schon.

Außerdem schwirrt in mein Kopf nur Kate. „Ich kann das nicht sorry!" ,sage ich zu ihr. Sie schaut mich verwirrt an, aber sammelt ihre Klamotten zusammen. Mir ist egal welche Meinung sie nun von mir hat, denn meine Gedanken sind nur bei Kate.

Vielleicht spreche ich...Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt