„In welchen Zimmer finde ich den Engel?" ,frage ich Mike. „Sie ist wahrscheinlich im Kinderzimmer, du weißt ja wo es ist oder?" Ich nicke.
Langsam gehe ich aus seinen Zimmer. Ich bin kurz davor mich umzudrehen und ihn zu sagen, dass ich ihn verzeihe, aber habe ich ihn schon verziehen?
Da ich keine Antwort auf meine eigene Frage weiß, beschließe ich einfach rauszugehen.
Ich klopfe an der Tür zu Sophie.
Sie fragt sanft: „Wer ist da?" „Kate." Sofort wird die Tür aufgerissen. Sophie schaut mich mit großen Augen an. „Hallo Engel!" ,sage ich zu ihr. „Darf ich in dein Reich kommen?" Sophie nimmt meine Hand und zieht daran. „Komm mit Kate!" Gehorsam folge ich ihr. „Wollen wir etwas gemeinsam spielen?" Ich schaue sie lächelnd an. „Sehr gern. Aber wie wärs wenn wir Eis essen gehen?" „Oh ja!" „Aber zuerst müssen wir deine Mutter fragen und ich wollte dir noch was geben..." Verdammt! Die Kekse sind weg. Wo habe ich den die gelassen? „Du Sophie ich hab die Kekse bei Mike liegen lassen. Ich muss kurz rüber."
„Kekse? Es gibt Kekse?" „Ja."
Ich verlasse Sophies Zimmer und trete in den Flur in den ein wunderschönes Bild hängt. Es zeigt eine bunte Mohnwiese. In der in der Mitte ein Mädchen springt. Sie wirkt unglaublich glücklich und vor allem frei!
Ich klopfe an der Tür von Mike. „Ja!" Langsam trete ich ein. Überrascht meint Mike erschrocken: „Kate!" Seine Augen werden groß. „Mike! Ich wollte dich gar nicht stören." „Du störst doch nicht...", sagt er und zwinkert mir zu. Sanft lächle ich. „Naja. Eingentlich wollte ich nur schnell meine Kekse holen! Hast du eine blau weiß getupfte Dose gesehen?" Mike zieht eine Augenbraue nach oben. „Ich!?" „Ja, du!" „Glaube nicht." Schon will ich antworten, dass ich sie doch aus den Auto mit genommen habe, da sehe ich eine geöffnete Dose. Ohne ein Wort zu sagen schreite ich auf das Blau weiße Ding zu.
Ein Blick in die Dose macht mich unglücklich. Ein Cookie liegt ganz alleine in der Box. Wo ist bitte der Rest geblieben? Meine Guten Cookies. Mein Blick wandert nach links zu Mike. Ich atme tief ein und aus. Danach sage ich sauer: „Wo sind mein Kekse?" Mike sieht verdächtig auf den Boden. Langsam gehe ich auf ihn zu. Mein Mund öffnet sich und gefährlich scharf, aber trotzdem leise sage ich: „Du!"
Sofort habe ich Mike's volle Aufmerksamkeit. Seine grünen Augen starren sofort in meine. „Du Cookiemonster!" Lachend stürze ich mich auf ihn. Auf Mike mit den vielen Tattoos. Auf Mike den verdammten Rockstar. Das komische dabei ist, ich bin verdammt glücklich dabei. Mike ist so überrascht, dass er nach hinten fällt, auf sein Boxspringbett. Ich klettere über ihn und kitzle ihn. Er fängt lauthals an zu lachen. Erstickt mit lächeln im Gesicht meint er: „Na warte!" Mike dreht das Geschehen um. Plötzlich liegt er über mir und blickt mir tief in meine Augen. Sein Blick wandert zu meinen Lippen. Er schluckt, whörend er sich mit deiner Zunge kurz über seine Lippen fährt. Ich höre seinen Atem an meinen Ohr. Er streicht mit seiner Hand eine Strähne aus meinen Gesicht. Sanft spüre ich seine warmen Finger auf meiner Haut. Mein Herz und Atme geht schneller und schneller.
Mike beugt sich zu mir runter, doch kurz bevor er mich küsst, wartet er auf meine Zustimmung. Langsam beuge ich mich vor. Unsere Lippen treffen sich sanft. Meine Augen sind offen genau wie Mikes. Ich starre in die wunderschönen Augen, die so viel ausstrahlen. Sie sagen mir, dass ich angekommen bin.
Ich fühle mich wohl. Meine Augen schließen sich und der Kuss vertieft sich immer mehr, wird fordernder. Er wird mir zu viel, leicht drücke ich gegen Mike, der nun ganz auf mir liegt. Erst jetzt wird mir bewusst wie schwer er ist, aber schließlich ist er ein Muskelpaket. Als ich heute Mike leicht von mir schiebe, bemerkt es Mike sofort. Er schaut geschockt, bestimmt fragt er sich ob er zu weit gegangen ist,, doch ich röchle nur: „Keine Luft!"
Mike hebt mich an der Hüfte fest und dreht uns so, dass ich auf ihn liege. Sanft streicht er meiner Taille entlang. „Besser so?" „Was?", frage ich außer Atem. Ich schaue in seine grünen Augen. „Mike?" „Ja, Honey!"
„Ich muss zu Sophie und ihr ihre Cookies bringen. Besser gesagt nur den einen den du übrig gelassen hast." Ich stehe auf. Mike auch. „Tut mir leid, Honey! Aber die waren so lecker!"
„Mhm." „Doch wirklich. Nächstes Mal machst du mir doch bestimmt wieder neue!"
„Nächstes Mal?" „Du willst doch bestimmt nun öfter kommen!"
Er geht davon aus, dass ich ihn jetzt verfallen bin. Ich will nicht das er denkt uns verbindet etwas. Das Ganze macht mir verdammt Angst. Ich baue eine Schutzmauer vor mir. „Kommen die Mädchen mit denen du geschlafen hast auch wieder?"
Ich wusste, dass die Worte nicht fair waren. Mikes strahlender Blick verwandelt sich in Schmerz. Kaum spreche ich wieder und schon verletze ich eine Person die mir wichtig ist. Traurig von meiner eigenen Persönlichkeit drehe ich mich um. Ich möchte den Raum verlassen, doch Mike greift sanft nach meinen Handgelenk. Mit einer Hand umfängt er mein Kinn und sieht mir dabei tief in die Augen. Er beginnt zu sprechen: „Du bist doch nicht jede Andere!" „Weißt du Mike. Ich kann das nicht. Ich... Wir kennen uns doch kaum." Er schüttelt sanft den Kopf. „Als wir uns das erste Mal getroffen haben, ist da wo Marleen und Ben zusammen gekommen sind. Das ist Ewigkeiten her." „Trotzdem kenne ich dich nicht. Akzeptiere bitte meine Sicht, ich kann das nicht."
Mike rafft sich seine Haare. Sein Bizeps spannt sich an. Mike hat so wunderschöne Arme. „Hast du nichts gespürt bei unseren Kuss? Bei unserer Umarmung?" Mein Herz schreit, doch natürlich. Ich bin so glücklich, wenn du mich in deinen Armen hältst. Ich fühle mich als wäre ich Zuhause angekommen. Doch aus mir kommt nur: „Du spürst Gefühle?"
Als ich es ausspreche, bemerke ich, wie herzlos das ist. Am liebsten hätte ich, gesagt, dass das was ich meinte nicht stimmt. Mikes Haltung sinkt zusammen. Er ist nicht mehr wütend sonder nur noch traurig. „Du kennst mich wirklich nicht. Du..." Seine Stimme bricht ab. „Kannst du mich alleine lassen?" Ich nicke nur. Mit schweren Herzen verlasse ich sein Zimmer.
Ich gehe zu Sophie, klopfe einmal. „Ja!" Langsam gehe ich in ihr Zimmer. „Wo sind die Kekse?" Oh Scheiße. Ich habe den einzigen Keks auch noch bei Mike vergessen. Zu Sophie sage ich: „Mike mag sie anscheinend sehr gerne." „Bringst du nächstes Mal neue mit?" Sie fragt genau das gleiche wie Mike. „Ich weiß noch nicht, ob ich nochmal komme."
„Warum?" Schnell versuche ich von diesen Thema abzulenken. „Wollen wir jetzt deine Mama fragen, ob wir Eis essen gehen können?" „Ja." Ich bin so froh, dass sie nicht nochmal nachfrägt.
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Vielleicht spreche ich...
RomanceIch, Kate, spreche seit Jahren nicht mehr und ich habe auch nicht vor es wieder zu tun. Es war ein Fehler, dass ich überhaupt sprechen konnte. Damit habe ich alles zerstört. Ich, Mike, verdiene mein Geld mit meiner Stimme. Im Moment bin ich auf Tour...
