#82 Der letzte Kampf

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"Haiiiiiii Leeeuuteee,
Hier das nächste Kapitel für euch, das Vorletzte um genau zu sein, aiaiaiai!
Leider habe ich nicht viele, also um ehrlich zu sein, lediglich einen Kommentar unter dem letzten Kapitel bekommen, welcher verlauten lies, dass die Kapitel besser nicht allzu weit auseinander liegen sollten, da man sonst vergisst, was im letzten Kapitel passiert ist. (Großen Dank an Neoliximab, dass sie mir eine Antwort gegeben hat ♥) Das macht natürlich Sinn...
Ich dachte mir jetzt, dass ich der alten Tradition zuliebe, den Freitag heute dazu nutze, um euch das nachste Kapitel zu präsentieren! Wir machen nun ein Lesewochenende daraus und somit wird dann morgen das letzte Kapitel und Sonntag der Epilog und das Nachwort folgen!
Wie immer würde ich mich über Kommentare und Feedback von euch freuen und bis dahin wünsche ich euch noch:
Viel Spass beim Lesen,
Eure xScreex!"

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Das Gras fühlte sich falsch an unter Moons Pfoten. Es bohrte sich in ihre verwundeten Ballen, wie kalte und harte, vom Tau bereits feuchte Stacheln. Noch nie war sich Moon so sicher gewesen jetzt nicht an diesem Ort stehen zu wollen. Sie wollte woanders hin. Nach Hause, in die Schule oder sogar zurück in das Gefängnis der Drachen. Ihr war gerade alles lieber, denn diese wiedergewonnene Freiheit kam ihr nicht so vor. Es fühlte sich falsch an hier zu stehen. Geradezu schmerzhaft bohrte sich die Aufregung in ihren Magen und schien ihn einzuquetschen durch die zunehmenden Ausmaße. Sie blickte nervös hinunter auf die leere Lichtung. Gefallene Blätter wehten in der kühlen Luft der Abenddämmerung, die die ruhige Wiese in einen blutroten Schein tauchte. Wolken waren keine am Himmel und es schien, als würde alles warten. Warten auf den großen Kampf, der so verdammt unvermeidbar schien. Moon spürte die Anwesenheit der ersten Gruppe der Drachen hinter sich. Schwere Schritte, unruhiges Flüstern, schweres Atmen, klopfende Herzen verstummten jäh, als sich unter ihnen eine Gruppe von Wölfen aus dem Dickicht bewegte. Mit angelegten Ohren und aufgestelltem Nackenfell sahen ihre Artgenossen aus, wie wilde Bestien ohne Geist und Verstand. Als seien sie lediglich darauf aus, zu töten. Moon wurde unruhig. Wie sollte sie ein Rudel wie dieses bitteschön vom Frieden überzeugen?

Natürlich hatte sie sich Gedanken darüber gemacht, was sie sagen könnte und auch würde. Doch sie wusste nicht, ob es genug war. Sie war sich unsicher, ob ihre Worte wirklich eine Wirkung zeigen konnte. Ihre Worte, die versuchen sollten die Drachen und Wölfe zum Nachdenken zu bringen. Bei ihren vielen Stunden mit Estedosius hatte sie etwas bemerkt, was alles verändern würde. Ein Detail, welches eine derart große Bedeutung hatte, dass es alles würde verändern können.

Wie auf Befehl kam die zweite Gruppe der Drachen aus dem Wald, den Wölfen gegenüber. In selbst geschmiedeten Eisenrüstungen und mit demselben mörderischen Funkeln in den Augen. Augenblicklich drohte die elektrische Spannung auf der Lichtung zu explodieren.

Moon schnaubte. Können...

Man hörte kaum mehr, als das hasserfüllte Knurren des Rudels und das Klimpern der Rüstungen der Drachen unter ihnen. Moons Blick sprang von einer Gruppe zur nächsten. Sie wusste, dass Tarma ihr die Aufgabe gegeben hatte, die kampfbereite Gruppe hinter sich, hauptsächlich bestehend aus Wölfen, die Lichtung runter in die Schlacht zu führen. Noch bevor der Kampf begann, denn alle sollten sehen, auf wessen Seite die einzig noch lebende Mondwölfin stand. Doch alleine bei dem Gedanken die Anweisung der Hydra zu befolgen, hätte sie lachen können. Es wäre nicht nur falsch, sondern auch noch ungerecht gewesen, die vollkommen ausgerüstete Gruppe in einen Kampf gegen unbeschützte Artgenossen zu führen.

Die Anspannung wuchs mit jeder weiteren Sekunde in der nichts Weiteres passierte, als dass sich die beiden Parteien anstarrten und darauf warteten, das Signal zum Angriff zu bekommen. Es war Tradition bei kämpfen wie diesen nicht gleich aufeinander loszugehen, sondern zu warten und den Augenblick der Ruhe vor dem Sturm zu genießen. Die mit Kampfgeist gefüllte Luft zu inhalieren, ein letztes Mal, bevor die Luft angehalten würde. Vielleicht sogar für immer...

Wolf und DracheWo Geschichten leben. Entdecke jetzt