Geständnis des Hobbits
Vor einiger Zeit hatte Bard sich entschuldigen lassen und war gegangen. Er hatte noch einige wichtige Dinge mit seinen Männer zu besprechen und schien auch nicht sonderlich wild darauf weiterhin mit Thranduil in einem Zelt zu sitzen.
Diesem war nach dem Gespräch der Sinn nach Schlaf wohl erstmal vergangen, denn er diskutierte seit einer geschlagenen Stunde mit Gandalf über seine Nachricht.
"Seit wann wird mein Rat für so gering geschätzt?", entrüstete Gandalf sich gerade.
"Was denkt ihr, will ich damit bezwecken."
In Thranduils Gesicht konnte ich kaum eine Regung entdecken, als er antwortete.
"Ich denke, dass ihr eure Zwergenfreunden retten wollt. Und ich bewundere eure Treue zu ihnen, doch das wird mich nicht von meinem Kurs abbringen."
Ruckartig stand er auf und schlich um Gandalf herum. Der kaute unzufrieden auf seiner Pfeife herum und schien schon einen neuen Plan auszuarbeiten.
"Ihr habt es angefangen Mithrandir, verzeiht mir, wenn ich es beende."
Mit diesen Worten wandte er sich ab von Gandalf und einer der Wachen am Eingang zu.
"Sind die Bogenschützen bereit?", fragte er herrisch.
"Ja mein Herr.", erwiderte der Soldat sofort.
"Gebt den Befehl, sollte sich irgendetwas auf diesem Berg bewegen, tötet es."
Erschrocken sprang ich auf.
"Thranduil! Was soll das?"
Der Wachmann verbeugt sich kurz und eilte dann davon, während Thranduil sich ruhig zu mir umdrehte.
"Wir befinden uns im Krieg und ich werde mich nicht von einem dahergelaufenen Zauberer, der auch noch ein Verbündeter meiner Feinde ist, davon umstimmen lassen, diesen Berg zu stürmen. Und jetzt komm, wir werden ein wenig Ruhe für den morgigen Tag brauchen. Außerdem bist du noch nicht genesen, du brauchst allen Schlaf den du bekommen kannst. Ich will nicht, dass du morgen verletzt wirst, dafür bist du mir einfach viel zu wichtig."
Ich schüttelte fassungslos den Kopf. Wie konnte er so kaltherzig den Tod einiger Zwerge befehlen, die er nicht einmal richtig kannte?
"Ich denke nicht, dass ich jetzt Schlaf finde. Lass mich noch eine Weile hier in der Stadt, ich werde dann nachkommen." Unzufrieden sah er mich an, nickte dann aber.
"Du bist frei, tu was du willst. Aber bitte lass mich nicht all zu lang warten. Wir waren schon so lange getrennt." Er beugte sich vor und küsste mich zärtlich, bevor er schwungvoll seine Robe um sich warf und aus dem Zelt stolzierte.
Ein leichtes Schmunzeln zierte daher meine Lippen, als Gandalf das Zelt wieder betrat. Ich hatte gar nicht richtig bemerkt wie er gegangen war.
Ihm auf den Fersen war Bilbo der mich freudig umarmte.
"Liluith, es ist so lange her, ich hatte fast vergessen, wie du aussiehst.", begrüßte er mich.
"Ach Bilbo, ich hab dich auch vermisst.", erwiderte ich und drückte ihn an mich.
"Bilbo will uns etwas mitteilen.", erklärte Gandalf.
"Wo ist Thranduil?"
"Er ist vor wenigen Augenblicken zu Bett gegangen, doch ich bin sicher, wir werden ihn noch vor unseren Gemächern erwischen."
Bilbo zog eine Augenbrauen hoch.
"Unseren?", fragte er skeptisch. Diese Geste sah zu drollig aus und ich musste lachen.
"Ich bin mit ihm verlobt Bilbo. Wir kennen uns schon seit über eintausend Jahren."
"Ich dachte, wegen deiner Gabe wärst du, naja irgendwie..."
"Was gibt es noch Mithrandir?" Hörte man da Thranduil von draußen, der Bilbo damit aus seiner Situation rettete.
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Dragon's End
Fanfiction||Abgeschlossen|| Während die Zwerge sich auf den Weg zum Einsamen Berg machen, begegnet ihnen eine Elbin, mit der sie nicht gerechnet hatten. Eine Elbin mit vielen Gründen den Drachen im Herzen des Berges zu hassen. Eine Elbin mit einem Herz volle...
