Ich merkte nicht wie ich die Luft anhielt.
Alles fing an sich zu bewegen und mein Herz fing an zu rasen.
" Wir müssen operieren"
Diese Worte schwirrten die ganze Zeit in meinem Kopf herum.
Ein Klopfen an der Tür brachte mich wieder in die Realität zurück. Gespannt schaute ich zur Türe. Meine Freunde kamen lachend herein, doch verstummten sofort als sie den Arzt sahen und dann mich.
" Was ist los? " fragte Sam mit besorgter Stimme.
"Ich bitte sie dieses Zimmer erstmal zu verlassen. Es müssen noch ein paar Dinge mit Mrs. Montgomery geklärt werden" sagt der Arzt mit neutraler Stimme.
Sie sahen mich verwirrt an, doch ich nickte ihnen zu als Zeichen, dass es okay ist.
Sie gingen nacheinander wieder raus, außer Jim. Er sah von mir zu Mike hin un her und dort bemerkte ich erst, dass er meine Hand hielt. Etwas zu schnell zog ich sie von ihm weg ohne nach zu denken und Jim verließ mit einer gerunzelter Stirn das Zimmer. Ich wusste nicht was das gerade war.
Als ich zu Mike sah , sah er genauso peinlich berührt zu Boden wie ich es vor paar Sekunden noch getan habe. Was geht hier vor?
Die Stimme von Dr.Lavinch erschreckte mich - Ich hatte total vergessen, dass er auch noch hier war.
"Also Mrs. Montgomery...."
"Ich werde dann mal zum Training gehen ich bin schon spät dran" sagte Mike etwas unsicher stand auf und umarmte mich hastig und ließ mich mit dem ach so tollen Arzt alleine.
Nachdem meine Eltern direkt nach Mikes verschwinden aufgetaucht sind, haben sie mich gott sei dank raus geschickt, damit sie mit dem Doktor reden konnte und damit ich mich zu meinen Freunden setzen konnte, die angespannt , draußen auf dem Flur, auf Stühlen saßen. Ich fühlte mich komisch. Konnte aber nicht sagen ob es wegen der Krankheit war oder ob mich irgendetwas anderes bedrückte.
Still setzte ich mich zwischen Lola und Jim. Alle betrachteten mich und ich entschied mich doch aufzustehen, damit ich Ihnen erstmal alles erzählen kann.
"Ich muss operiert werden" war der letzte Satz meiner Nacherzählung, denn weiter kam ich nicht, ich begann zu schluchzen. Jeder stand auf und versuchte mich zu trösten. Eigentlich wusste ich selber nicht genau, was das bedeutete. Ich werde operiert. Ist die Operation gefährlich? Kann es sein, wenn es zu Komplikationen kommt, dass ich nicht mehr aufstehe? Wie lange dauert sie? Wie lange muss ich hier bleiben? Fragen über Fragen. Keine Antwort. Langsam verzweifle ich. Jetzt erst wurde es mir wirklich bewusst.
Ich habe Krebs.
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Krebs
RandomKathy. 16 Jahre. Besonderheit: Krebs Leben: Voller Geheimnisse, Lügen, falsche Freunde...
