TWENTY-TWO

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Um mich irgendwie aus meiner Traumwelt zu retten, hatte Harry den halben Morgen damit verbracht mich wach zu kuscheln oder unendlich viele Küsse auf meinem Gesicht zu verteilen. Ich konnte mir nicht erklären, wieso in Gottes Namen er die Motivation hatte und so wach war. Er war doch derjenige mit dem Alkoholpegel und nach meinen Erfahrungen, müsste er einen echten Kater haben.

Nein tatsächlich nicht, er war einfach nur lebensfroh und aufgedreht, liebevoll und fürsorglich, so wie ich es eigentlich gewohnt bin. Nach einem kleinen Frühstück mussten wir dann unsere Taschen packen und nachhause fliegen. Der Flug war durch Harrys Motivation auch auszuhalten und spannender als erwartet, man könnte sagen, dass es zwei neue Mitglieder im Mile-High Club gibt und wir die Zeit sinnvoll genutzt hatten.

Dies ist inzwischen aber einige Tage her und der normale Alltag hat uns wieder eingeholt. Harry war wieder fest in der Arbeit verwickelt und so gut wie gar nicht zu Hause. Ich hatte zwar nur vereinzelt Shootings, aber tendenziell dann, wenn Harry mal nichts vorgehabt hätte.
Gestern Nacht war ich noch spät zu ihm gefahren, um die Nacht bei ihm zu verbringen, weshalb ich nun in der Küche stand und ein Frühstück für zwei vorbereitete.

Oh guten Morgen, schon so früh wach?

Der noch sehr leicht bekleidete Harry tapste in die Küche und kam verwirrt auf mich zu. Denn wie er weiß bin ich alles andere als ein Morgen Mensch und da wir beide zusätzlich sehr wenig geschlafen hatten, war es echt überraschend mich so früh außerhalb des Bettes zu sehen.

Ich dachte ich mache uns ein Frühstück, bevor du zur Arbeit musst...

Mein breites Strahlen drehte sich in seine Richtung und ich konnte genau beobachten wie seine Mundwinkel immer höher gingen.

Du bist ein Engel... ich weiß nicht, womit ich dich verdient habe... Dann Versuch ich mich mal eben fertig zu machen, dann können wir in Ruhe frühstücken und reden bis ich dann losmuss.

Gesagt, getan. Keine Sekunde später war er wieder verschwunden und ich wendete mich wieder den Pancakes zu. Als ich fertig war und auch schon den Tisch gedenkt hatte, konnte ich riechen das Harry sich näherte. Er hatte nämlich die Angewohnheit, eine Menge Parfum aufzutragen und da ich den Geruch ja sowieso ohne zu zögern erkennen kann, war der plötzlich auftauchende Geruch, des Tom Fords Tabacco Vanille, leicht damit in Verbindung zu bringen das Harry sich näherte.

Schon kurze Zeit später saßen wir gemeinsam am Essenstisch und genossen die Pancakes, während meine Gedanken eher darüber philosophierten, was ich, nachdem Harry das Haus verlassen hat, tun könnte. Dann aber kam mir eine total spontane Idee, welche ich ohne zu zögern in den Raum schmiss.

Ich könnte ja gleich mit ins Studio kommen..

Mit ins Studio?

Ja und na ja, dich begleiten. Natürlich, nur wenn du willst, aber so könnten wir dann ein wenig mehr Zeit zu zweit genießen.

Harry schien total begeistert von der Idee zu sein, da seine Augen sofort funkelten und er hastig mit dem Kopf nickte. Nach dem Frühstück machten wir uns dann gemeinsam auf den Weg in sein Studio, dies war nicht allzu weit entfern, weshalb wir schon nach einigen Minuten angekommen waren.

Die nächste Zeit war dann recht unspektakulär, während Harry Lieder aufgenommen hatte, saß ich neben seinem Produzenten und habe ihm in Ruhe zugehört. Ich mag seine Stimme, sie hat etwas sehr Beruhigendes und ist dennoch unfassbar stark und mächtig. Zwischendurch hatte ich mich dann etwas mit meinem Handy abgelenkt und versuchte die Zeit totzuschlagen, da nach dem ständigen einsingen der Hintergrund Gesänge, nicht viel Spannendes passiert war.

Die inzwischen aufkommende Langeweile wurde schlagartig unterbrochen, als sich die Tür zum Studio geöffnet hatte und Ben Winston mit seiner Frau Meredith und der kleinen Ruby den Raum betraten. Ruby war Harrys 6 Monate altes Patenkind, welches gerade mit einem breiten Strahlen in meine Richtung sah. Sofort sprang ich auf und begrüßte die beiden, bis ich endlich das kleine Mädchen auf den Arm nehmen konnte.

So langsam schien auch Harry zu bemerken das etwas los war und als ich mich gerade zur großen Glaswand drehte, konnte ich sehen wie er unseren spontanen Besuchern zuwinkte. Ein besonders breites Grinsen war auf seinen Lippen zu erkennen als er Ruby auf meinem Arm sah. Wenn man eins sagen kann, dann das seine Liebe zu diesem kleinen Engel genauso groß ist wie zu mir, denn er vergöttert sie regelrecht und das Funkeln in seinen Augen hatte dies nur bestätigt.

Da freut sich aber jemand..

Hörte ich Ben sagen, während dieser langsam auf mich und Ruby zukam. Ben und seine Frau waren schon lange Zeit mit Harry befreundet und damals hatte er sogar für einige Zeit bei denen zu Hause gelebt, weshalb es keine Überraschung war, als sie ihn gebeten hatten der Patenonkel für die kleine zu sein.

Und Ruby scheint sich auch auf Onkel Harry zu freuen...

Fügte Meredith hinzu, doch bevor noch jemand was sagen konnte kam Harry aus der Kabine und begrüßte alle herzlich.

Restart  -Harry Styles FanfictionWo Geschichten leben. Entdecke jetzt