TWELVE

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Was meinst du?

Fragte er mich mit einer unschuldigen Stimme.
Vielleicht war es nun ganz praktisch, dass ich durch meine Position meinen Blick von ihm weg gerichtet hatte, denn dadurch war es nicht all zu kompliziert, darüber zu reden.

Das über unsere Zukunft... Du wolltest das ja unbedingt zuhause klären...

Wie stellst du dir das denn vor?

Ich weiß nicht...

vorsichtig begann ich damit mich aufzusetzen. Nun konnte ich direkt zu ihm schauen, er blieb weiterhin liegen, hatte seinen Blick aber auf mich gerichtet.

Wir haben doch beide nicht viel Zeit...

Ich weiß...

Und für eine richtige Beziehung brauchen wir Zeit...

Ja ich weiß, aber ich bin so verwirrt...

Weswegen verwirrt?

Ich holte kurz tief Luft und versuchte meine Worte zu sortieren, damit er verstehen konnte, was wirklich in mir vorging. Er hatte dies recht schnell bemerkt und hatte meine Hand in seine genommen.

Für die Öffentlichkeit sind wir kein Paar und seit dem Streit damals wohnen wir getrennt. Aber eigentlich auch nicht.... Wir leben zwar in zwei Wohnungen, sind aber niemals alleine... Entweder bin ich bei dir oder du bist bei mir... Wieso genau schauen wir uns keine Häuser an und suchen uns was Schönes zusammen? Was eigenes... Was gemeinsames...

Ich musste noch einmal tief Luft holen, während Harry weiterhin gespannt zu mir sah.

Und... ich möchte irgendwann Kinder. Ich liebe Kinder und ich wollte schon immer eigene haben... mit dir... Aber seitdem wir für die Öffentlichkeit getrennt sind, habe ich das Gefühl, dass alles so undenkbar ist... ich will dich in der Öffentlichkeit küssen, dich irgendwann heiraten können, offiziell Deins sein und auch allen anderen zeigen, dass du mir gehörst...

Mir fiel es wirklich schwer über meine Gefühle zu reden, doch Harry schien dieses Thema nicht wirklich zu belasten. Er hatte einige Zeit überlegt, bis er dann die Stille unterbrach.

Wie stellst du dir das denn mit Kindern vor? Wir sind beide mitten in unserer Karriere. Ach und eigentlich war es unserer Meinung nach, die beste Idee alles geheim zu halten, da es das letzte Mal total eskaliert war...

Langsam zog ich meine Hand aus seinem Griff und atmete hörbar aus.

Ist es für dich so unvorstellbar Kinder zu bekommen?

Nein, aber ich will jetzt keins... Ich hätte da wirklich noch 2-3 Jahre Zeit für...

Auf diese Aussage hin, nickte ich nur kurz, wollte gerade aufstehen, um meine Zähne zu putzen, als mich sein Griff am Handgelenk packte.

Und du?

Ich drehte mich kurz zu ihm, schaute ihn an...

Als wir damals zusammen gekommen sind...

Plötzlich spürte ich eine Art Knoten in meinem Hals, welcher mir das Reden um einiges erschwerte.

Was?

Fragte er mich leise, während sein Blick direkt in meine Augen gerichtet war.

Ich dachte damals, wir wären heute sicherlich schon verheiratet und hätten bereits ein Kind.

Während ich diesen letzten Teil sagte, zog sich mein Hals immer mehr zusammen. Bevor ich mich nicht mehr unter Kontrolle haben würde, hatte ich meinen Blick von ihm genommen.

Aber ob verheiratet oder nicht, ich wäre trotzdem auf Tour...

Ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte, mein Blick war weiterhin auf die Zimmerecke gerichtet und meine Augen wurden glasiger. Es war nicht nur so, dass Harry und ich anscheinend zwei verschiedene Vorstellungen von verheiratet hatten, sondern das Harry es auch völlig egal war, wie ich zum Thema Kinder stehe. Es war irgendwo tief in mir aber auch eine kleine Bestätigung, dass von ihm zu hören, da ich ihn damals wohl richtig eingeschätzt hatte. Er ist definitiv nicht bereit ein Kind zu haben....

Channy, bitte...

Unterbrach mich die raue Stimme neben mir und zog sanft an meinem Arm. Ich drehte meinen Kopf dann zu ihm.

Was soll ich denn jetzt noch sagen?

wimmerte ich leise vor mich hin.

Ist es okay für dich zu warten?

Mir bleibt ja wohl nichts anderes übrig....

Ich zog meine Hand ein letztes Mal aus seinem Griff und stand auf. Mit einem kurzen Satz hatte ich ihm dann noch mitgeteilt, dass ich duschen gehen würde, und verschwand im Bad. Harry schien aber wirklich nachzudenken, denn während ich dort unter der Dusche stand, und das heiße Wasser über meinen Körper prasselte, konnte ich hören, wie Harry sich ans Klavier gesetzt hatte und vor sich hin klimperte. Dies tat er tatsächlich nur, wenn er nachdenklich ist, wahrscheinlich war es aber auch ganz gut, wenn er darüber nachdenken würde. Ich weiß nämlich wirklich nicht, ob ich eventuell noch drei Jahre warten könnte, um ein Kind zu bekommen.

Abgesehen davon will er ja anscheinend immer noch nicht, dass wir für die Öffentlichkeit ein Paar sind.

Restart  -Harry Styles FanfictionWo Geschichten leben. Entdecke jetzt