Es dauert fast zwei Stunden bis alle endlich da sind und ihre Geschenke mitgebracht haben. Als letztes betritt James, mit einer Riesigen Kiste in den Händen, die Cafeteria. „Hey Leute, kann mir mal jemand Helfen bitte?" ruft er. Leo springt sofort auf, nimmt ihm die Kiste ab, so das James noch einmal nach draußen verschwinden kann, um noch eine riesige Kiste herein zu bringen. „Bei Merlin, James was bringst du da alles mit? Das kann ja wohl kaum dein Wichtelgeschenk sein oder" lacht Leo, während er die erste Kiste auf dem Tisch neben sich abstellt.
„Nein es ist nicht mein Wichtelgeschenk. So nett war ich dann wohl nicht zu meinem Wichtel. Das hier sind Geschenke vom Sender die ich nachher austeilen werde". Die meisten sehen erstaunt und überrascht aus, auch ich. Von meinen letztes Jobs hatte ich zu Weihnachten keine Geschenke erhalten und musste sogar meinem letzten Gehalt noch Hinterher rennen. Aber ich bin gespannt was der Sender uns denn schönes schenken will, wenn es schon in zwei riesigen Kisten verpackt werden muss.
Paul steht auf und sagt „So Leute, da wir ja jetzt alle da sind können wir mit dem Wichtelgeschenke auspacken anfangen. Aber bitte, verratet niemandem wer euer Wichtel war. Bedanken könnt ihr euch per SMS oder wie auch immer, okay?" Ich drehe mich auf meinem Platz um und greife nach dem kleinen Päckchen mit der roten Schleife, um sie zu lösen. Ich hebe den Deckel der Schachtel an und zum vorscheinen kommt ein Flyer von einem Wellnesshotel in Schweden. Ich nehme den Flyer heraus und darunter entdecke ich dann einen Gutschein für eben dieses Hotel, im Wert von 50 Dollar. Auf einem kleinen Zettel neben dem Gutschein steht geschrieben:
„Erhol dich gut über die Feiertage, du hast es dir verdient.
Frohe Weihnachten, dein Wichtel
XOXO"
Wow, wer auch immer mein Wichtel ist, er hat sich wirklich was tolles ausgesucht. Und damit ist mein Plan, mich über die Feiertage zu betrinken, hinfällig geworden. Egal, denn Wellness ist um Längen eine bessere Idee für die Zeit. Ich packe alles wieder ein und drehe mich wieder zu den anderen um, die alle noch dabei sind ihre Geschenke zu öffnen.
Lea kämpft grade damit ihr Päckchen überhaupt zu öffnen, denn ihr Wichtel ist etwas gemein gewesen. Das Päckchen ist in unzählige Schichten aus Zeitung und Geschenkpapier eingepackt.
Alex freut sich über einen neuen Football, mit Signierung seines Lieblingsspielers. Valerie hat selbst gestrickte Socken, eine Flasche Wein und einen Kinogutschein bekommen. Jetzt fällt mein Blick zu Drew, welcher mäßig begeistert sein Geschenk öffnet. Er hat den ganzen Tag, naja eigentlich schon seit der Trennung von Mia, schlechte Laune. Ich bin total gespannt darauf was er dazu sagen wird. Als er es geöffnet hat, blickt er direkt auf einen 50er Pack Kondome. Ja ich bin schon ein wenig gemein, aber hey, Geschenk ist Geschenk oder? Er hebt die Kondome mit einem Kritischem Blick aus dem Päckchen und entdeckt nun den Gutschein.
Leider sitze ich zu weit weg um zu hören was er sich da gerade in den Vollbart murmelt. Aber sein Blick verrät mir das er verärgert und glücklich zugleich darüber ist. Etwas weiter außerhalb habe ich allen erstens einen Puff gefunden, der Gutscheine Ausstellte. Allerdings ist dies kein Normaler Puff, denn es ist ein Schwulen und BDSM Puff. Das weiß er nur noch nicht, denn das steht nirgends mit dabei. Er wird noch sein blaues Wunder erleben denke ich mir.
Ich bin grade dabei meine Sachen in meinem Rucksack zu verstauen und dann nach hause zu fahren, als Val mich aufhält.
„Hey Jay. Wieso habe ich das dumpfe Gefühl das du Drew die Kondome und den Puff Gutschein geschenkt hast?" Sie sieht mich schmunzelnd an. Ich versuche wirklich eine Unschuldsmiene aufzulegen, während ich sage „Da liegst du leider falsch liebe Val". Leider habe ich nicht bedacht wie verdammt gut ihre Menschenkenntnis ist.
„Oh Jay, nur du kommst auf solche Ideen einen Puff zu suchen der Gutscheine ausstellt und dann noch eine Großpackung Kondome dazu legt".
Ach komm, ihr kannst du es verraten. Zudem ist es echt lustig gewesen sein Gesicht zu sehen. Das war das Geld allemal wert. Meine Innere Stimme hat recht, Val würde es für sich behalten. „Okay Val, du weißt es aber nicht das es von mir ist. Aber das witzigste an der Sache ist ja, das es kein normaler Puff ist" Val beginnt zu kichern und wartet darauf das ich ihr erkläre was für Laden das ist. „Es ist ein Schwulen und BDSM Puff" nun brechen wir beide in schallendes Gelächter aus.
Zuhause ankommen will ich grade zu meiner Haustür, als mich Mrs. Smith aufhält.
„Jasmin, deine Post ist bei mir gelandet" sagt Sie und drückt mir einen Stapel mit Briefumschlägen in die Hand. „Achja, wenn du möchtest darfst du gerne an Weihnachten zu uns zum essen kommen" zwinkert Sie mir zu und verschwindet wieder in ihrer Wohnung.
Ich betrete nun auch endlich meine Wohnung und lasse mich mit meiner Post auf der Couch nieder. Meinen Rucksack habe ich neben mich auf den Boden gestellt und sehe nun meine Post durch. Das meiste ist einfach nur Werbung, aber ein silberner Umschlag zieht nun meine Aufmerksamkeit auf sich. Es steht einfach nur „Für J.J." darauf. Ich öffne den Umschlag und heraus kommt ein Flugticket und einen Zettel, der scheinbar auf einer Schreibmaschine geschrieben worden ist. Das Flugticket ist für auf den 22.12. datiert, von Ottawa nach Göteborg, Schweden. Nun lese ich den Zettel dazu und staune nicht schlecht.
„Triff mich, in dem Wellnesshotel, am 25.12. um Mitternacht. Du wirst mich schon finden. Bis dahin, lass es dir gut gehen"
Okay, keine Ahnung wer mir das geschenkt hat, aber ich freue mich einfach auf die Entspannung und das ich hier endlich mal raus komme.
Der 22.12. ist schneller als gedacht und ich packe gerade die letzten Sachen in meinen Koffer. Geplant habe ich bis zum 30.12. dort zu bleiben, um wirklich gut entspannt in das neue Jahr zu starten. Klar wird der Gutschein nicht dafür ausreichen, aber die Idee finde ich dennoch total super. Draußen höre ich ein Auto hupen, was mir sagt das mein Taxi wohl nun da ist. Schnell schließe ich den Koffer, schlüpfe in die geliehenen Stiefel und eile samt Koffer aus der Wohnung. Unterwegs wünsche ich Mrs. Smith noch schöne Weihnachten und steige aufgeregt in das Taxi.
Nach einem 11 Stunden Flug und zwei mal die Maschine wechseln, bin ich endlich mit dem Taxi im Hotel „Wellness für die Seele" gelandet. Da ich mich hier in einer anderen Zeitzone befinde, ist es schon fast wieder hell draußen. Ich laufe zu dem nett aussehenden Mann an der Rezeption, um einzuchecken. Wenn ich schätzen müsste, dann würde ich sagen das er gerade so aus der Pubertät raus ist, demnach gerade mal so um die 20 Jahre jung. Auf seinem Schild steht in schönster Handschrift „Mr. Ryde". Sein Gesicht ist von kleinen, fast nicht sichtbaren, Pickeln gestraft, der Ansatz eines Barts lässt sich erahnen und seine blonden Locken hat er nach hinten gekämmt. Auf seinen Lippen liegt ein ehrliches Lächeln, welches einen schon fast ansteckt.
„Hallo, ich habe einen Gutschein geschenkt bekommen der mir sagt, das für mich schon ein Zimmer reserviert wurde. Allerdings würde ich gerne bis zum 30.12. hierbleiben, geht das?" „Hallo, verraten Sie mir kurz Ihren Namen?" „Aber natürlich, Jefferson" „Ah Miss Jefferson. Ja ihr Zimmer wurde für eine Nacht bezahlt. Die Verlängerung bis zum 30.12. ist ebenfalls machbar. Allerdings überschreitet das den Gutschein, so das Sie den Rest selbst zahlen müssten" „Das ist kein Problem" „Dann Herzlich willkommen, hier ist ihr Zimmerschlüssel. Das Zimmer befindet sich im 7 Stock auf der linken Seite. Die Aufzüge sind direkt hier rechts um die Ecke. Alle Infos über das Frühstück und die Anwendungsmöglichkeiten finden Sie in ihrem Zimmer. Ich wünsche ihnen einen erholsamen Aufenthalt". Der Mann ist wirklich so freundlich und nett wie er aussieht. Mit einem Lächeln im Gesicht, greife ich nach dem Zimmerschlüssel und laufe zu den Aufzügen.
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XOXO
Teen FictionTextauszug: ... Sie bitten mich doch auf einem der Stühle, mit meinem Namen und dem Rollennamen, platz zu nehmen. Ich lasse meinen Blick durch die Runde schweifen, als jemand neues das Zelt betritt. Eine junge Frau mit langem strahlend blondem Haar...
