Wir sind nun auf dem Weg zu Emily's Wohnung und ein seltsames Gefühl macht sich in meinem Inneren breit. Die beiden tauschen seltsame Blicke aus, während ich auf dem Rücksitz des Taxi's sitze. Was haben die beiden bloß mit mir und dem Sekt vor?
„Hey Sweety, wie geht's dir da hinten?" Emily sieht mich durch den Rückspiegel mit einem lüsternen Blick an und in meinem Inneren macht sich das ungute Gefühl immer mehr breit. „G-gut glaube i-ich ..." „Du glaubst?" fragt nun auch Jay, die sich zu mir umdreht und mir direkt in die Augen sieht. „Ja irgendwie habe ich ein seltsames Gefühl, was das betrifft, was ihr vor habt" gebe ich nuschelnd zu und sehe aus dem Fenster. Aus meinem Augenwinkel sehe ich wie Jay's Blick sanfter wird, als Sie sagt „Wir machen nichts was du nicht willst. Wenn es dir zu unangenehm wird, sag einfach was und wir hören sofort auf damit". Ich nicke nur noch und versuche nicht mir den Kopf zu zerbrechen, was heute noch alles passieren würde. Am besten lasse ich es einfach auf mich zukommen.
Nach wenigen Minuten erreichen wir Emily's Wohnung und ich bin erstaunt darüber das ihr eine komplette Etage unter dem Dach gehört. Wie kann Sie sich das alles leisten, bei Ihrem Taxijob? „Das ist Eigentum meiner Eltern. Sie wohnen alle 3 Monate, für ein paar Wochen, unten in der Wohnung wenn Sie von ihren Reisen wieder da sind. Sozusagen bin ich die meiste Zeit alleine hier, so wie jetzt. Das heißt, was auch immer ich tue, niemand hört mich dabei". Die beiden lachen, ich nicht, denn das ungute Gefühl wächst und wächst damit. Jay sieht mir wohl an das ich unsicher bin, denn Sie kommt auf mich zu und flüstert mir ins Ohr, das alles gut wird und ich nur etwas sagen muss, wenn es mir zu viel wird. Als ihr Atem auf meiner Haut aufprallt, reagiert mein Körper sofort mit einer Gänsehaut darauf. Sie riecht so angenehm nach Zitrone und Kaffee, das es mir kurz den Atem raubt. Was zur Hölle passiert hier grade mit mir? Seit wann nehme ich den Duft anderer Menschen wahr und warum reagierte mein Körper so anormal auf Sie?
Jay blickt mir tief in Augen, während sie auf eine Antwort meinerseits wartet. Ihr Lächeln lässt mich neuen Mut fassen, weshalb ich eifrig nicke. Emily ist schon wieder verschwunden, weshalb Jay und ich hier alleine in ihrem Wohnzimmer stehen. Ich lasse meinen Blick einmal durch das Zimmer schweifen und muss feststellen das Emily kein Geheimnis daraus macht das Sie Lesbisch ist. Überall hängen kleine Regenbogen Fahnen, Sprüche wie „Sorry Boy's, ich stehe nur auf Pussy's" und vieles mehr. Es ist erstaunlich wie offen manche Menschen mit ihrer Sexualität umgehen und es ihnen schlichtweg egal ist, was andere darüber denken.
„Mädels, ich habe uns mal etwas mit gebracht zum locker werden" ruft Emily freudig, als Sie das Wohnzimmer wieder betritt. In ihren Händen hält Sie drei Sektgläser und eine Flasche Sekt. Oh Alkohol, eine verdammt gute Idee um meine Nervosität zu besänftigen denke ich mir und hoffe nur das ich nicht zu viel davon trinken musst, bis der Gewünschte Effekt eintritt. Erst auf den zweiten Blick bemerke ich das Emily nur noch in ihrer Unterwäsche da steht und uns angrinst.
„Na du hast es aber eilig Em. Wo sind deine Klamotten nur hin" scherzt Jay und nimmt Ihr die Gläser aus der Hand, damit Emily Sie befüllen kann.
Dankend nehme ich das befüllte Glas entgegen und stoße mit ihnen auf einen, wie sie es nennen, „feucht fröhlichen Abend", an. Was auch immer das bedeutet, es klingt irgendwie besorgniserregend und doch interessant zugleich. Ich leere ein Glas in einem rutsch und der gewünschte Effekt setzt sofort ein. Endlich entspanne sich mein Körper ein wenig und ich werde lockerer. Aber es erschreckt mich dennoch was ich sehe, als ich meine Augen zu Jay und Emily zuwende. Emily hat ihre Arme um Jay's Nacken gelegt, während Jay's Hände an deren Hüfte zu liegen kommen. Ihre Lippen treffen sich wie selbstverständlich, wobei sie sich zu einem leidenschaftlichem Kuss verbinden. Ich sehe den beiden zu wie der Kuss immer intensiver wird. In meinem Inneren beginnt sich eine Hitze aufzubauen, die ich bisher nicht kannte. Ich würde lügen wenn ich sage das es mich nicht antörnen würde, die beiden so zu sehen. Jetzt wird mir auch bewusst was die beiden für heute Abend geplant zu haben. Ihr Kuss wird immer leidenschaftlicher, während Emily dabei ist Jay von ihrem Flanellhemd zu befreien. Verdammt diese Frau ist vielleicht heiß. Mir fällt förmlich die Kinnlade herunter, als ich die beiden so in Unterwäsche bzw. in BH und Hose sehe. Mir wird immer wärmer und meine Augen fliegen immer wieder über Jay's Körper. Ab und zu sehe ich auch zu Emily, aber die meiste Zeit liegt mein Blick auf Jay.
Die beiden lösen sich nun aus ihrem Kuss und Emily's Blick fällt nun auf mich. Ihre Augen sind gefüllt von Lust und Begierde. Oh shit... Langsam schreitet Sie auf mich zu und flüstert dabei nur „Und jetzt bist du dran". Alles verläuft wie in Zeitlupe durch den Alkoholeinfluss und mein leicht vernebeltes Gehirn.
Ihre Lippen legen sich stürmisch auf meine, während ihre Hände ihren Weg in meine Haare finden. Wie geschockt stehe ich da, nicht wissend wie ich darauf reagieren soll. Schließlich habe ich noch nie eine Frau geküsst. Aber ihre Lippen sind so weich und voll. Ach scheiß drauf! Ich schließe meine Augen und lehne mich in den Kuss. Ihre Zunge stößt nicht grade sanft an meine Lippen und ich öffne meinen Mund, um ihr Einlass zu gewähren. So langsam gefällt mir das ganze hier wirklich gut. Mein Unterleib zieht sich angenehm zusammen und mir wird immer heißer. Mein Verstand verabschiedet sich immer mehr und mehr. Ich nehme den Geruch von Zitrone wahr und bemerke im nächsten Moment einen zweiten Körper hinter. Eine Hand, die nicht Emily's ist, legt sich nun an meine Hüfte und jemand fängt an meinen Nacken zu küssen. Im ersten Moment ist es das schönste Gefühl was ich jemals erlebt hatte, doch im nächsten Moment wird mir alles doch ein wenig zu viel und so löse ich den Kuss mit Emily. Auch Jay lässt nun von meinem Nacken ab. Ihre Augen treffen meine, während sich die Panik in meinem Körper immer mehr verstärkt. Ich muss hier raus. Sofort!
Ohne noch einmal zurück zu sehen, oder darauf zu achten, ob ich alles bei mir habe, renne ich zur Tür hinaus und einfach die Straße entlang, ohne zu wissen wohin ich eigentlich laufe. Hauptsache weg von den beiden und erst einmal den Kopf frei bekommen. Zum Glück wohnt Emily direkt in der Innenstadt, so das ich direkt vor einer Bar zum stehen komme. Von außen kann man, dank der Glasfront, direkt ins innere der Bar schauen und ich sehe das kaum jemand dort ist. Gut für mich, denn Gesellschaft ist das letzte was ich jetzt will.
Direkt an der Bar ist ein guter Platz denke ich mir und setze mich auf einen der Barstühle.
„Guten Abend schöne Frau" begrüßt mich der Barkeeper. Ein Mann, etwa um die 40, mit dunkel blondem langem Haar und einem Vollbart sieht mich freundlich an. Irgendwas an ihm signalisiert mir das er wirklich so freundlich ist, wie er aussah. Vielleicht könnte doch ein ganz klein wenig Gesellschaft heute Abend nicht schaden.
„Hey. Ähm, habt ihr vielleicht einen Cocktail der ordentlich Schuss hat?" Alkohol ist genau das richtige jetzt, um diese Gedanken aus meinem Kopf zu vertreiben. Der Mann nickt mit einem Freundlichen Lächeln und beginnt sofort mit der Zubereitung. Seufzend lasse ich meinen Kopf auf meine Hände fallen und schließe die Augen. Was zur Hölle war eben mit mir los? Jay ist schließlich so was von heiß und Emily sieht auch nicht schlecht aus. Wieso konnte ich das dann eben nicht? Wahrscheinlich liegt es an Drew. Er kontrolliert immer noch meine Gedanken, nur weil wir noch zusammen sind. Verdammt nochmal, das kann so nicht weiter gehen. Meine rechte Hand löst sich und gleitet in meine Hosentasche, wo ich glücklicher weiße mein Handy finde. Ich öffne WhatsApp und den Chat mit Drew.
„Drew, das kann so nicht weiter gehen. Das mit uns macht absolut keinen Sinn mehr. Es ist aus". Ich tippe zu ende, lese den Text wieder und wieder, bis der Barkeeper mir ein großes Glas vor die Nase stellt, mit den Worten „Wie gewünscht, ein Cocktail mit viel Bums dahinter. Man nennt ihn den TGV Cocktail". Ich bedanke mich bei ihm und nehme einen kleinen Schluck des Cocktails. Wow, der brennt ein wenig in meinem Hals, aber das brennen verschwindet auch so schnell wie es da war, wieder. Er schmeckt wirklich gut, aber seine Wirkung setzt relativ schnell an.
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XOXO
Teen FictionTextauszug: ... Sie bitten mich doch auf einem der Stühle, mit meinem Namen und dem Rollennamen, platz zu nehmen. Ich lasse meinen Blick durch die Runde schweifen, als jemand neues das Zelt betritt. Eine junge Frau mit langem strahlend blondem Haar...
