Kapitel 14

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Bakugos Sicht:

Das letzte was ich sah bevor ich in die Tiefe stürzte, war der geschockte Blick von Kirishima, ehe ich meine Augen fest zusammen kniff und einfach nur noch fiel. Der Boden kam meiner Meinung nach viel zu schnell und so stöhnte ich schmerzvoll auf, als ich mit meinem Rücken auf etwas hartem aufschlug. Kurz raubte der harte Aufprall mir den Atem, während ich mein Leben an mir vorbei ziehen sah. Wars das nun? Würde ich hier nun so enden?! Alleine in irgendeiner Schlucht, wo mich wohl nie jemand finden wird?! Geschockt starrte ich in die Augen direkt vor mir, die einen leicht belustigten Schimmer trugen, nachdem mich eine feuchte Zunge aus meinen Gedanken gerissen hatte. Leicht verwirrt rollte ich mich auf dem schuppigen Untergrund mühsam und vorallem unter Rückenschmerzen auf dem Bauch, während ich mit großen Augen die grüne vorbeiziehende Landschaft unter mir betrachtete. Elegant gleitete der rosa Drache unter mir durch die Schlucht, ehe er nach wenigen Minuten sanft zur Landung aufsetzte. Da meine Sprung- und Handgelenke ja noch immer straff zusammen gebunden waren, eilten Denki und ein anderes Mädchen zu der verwandelten Mina und mir. Während die beiden nun also auf Minas Rücken kletterten und meine Fesseln lösten, erklärten sie: ,,Sie haben Kiri mitgenommen! Sero und Shinsou verfolgen sie gerade!" Gekonnt zog Denki mich auf die Füße, ehe er mir vom Drachenrücken hinunter half. Während wir nun also auf Shinsou und Sero warteten, verwandelte Mina sich auch wieder zurück. Als unsere beiden Freunde nach gefühlten Stunden endlich wieder zurück kamen, erklärten sie: ,,Sie haben Kiri mit in die Ruinen eines Turms oder so genommen und ihn dort wie ein Tier angekettet! Ein paar von ihnen haben das Lager gleich wieder verlassen uns sind in den Wald gegangen, während die anderen auf Kiri aufpassen!"

Kirishimas Sicht:

Immer und immer wieder spielte sich die Szene vor meinem inneren Auge ab, wie diese herzlosen Bastarde Katsuki die Schlucht hinunter schuckten. Anfangs versuchte ich ja noch frei und zurück zu Katsuki zu kommen, doch je weiter sie mich von der Schlucht zerrten, desto mehr musste ich mir leider eingestehen, dass so einen Sturz keiner und besonders kein Mensch überleben konnte. Daher unternahm ich auch nicht mehr viel, als sie mich schließlich über eine kleine hölzerne Brücke zu irgendwelchen Ruinen zerrten, wo sie mich letzten Endes auch an ketteteten und vorsichtshalber noch meine einzelnen Gleismaßen mit Metall aneinander ketteten.

Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als mein Kopf plötzlich unsanft nach oben gedrückt wurde

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Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als mein Kopf plötzlich unsanft nach oben gedrückt wurde. Mit einem festen Griff um meinen Kiefer herum, meinte mein Gegenüber monoton: ,,Du wirst ihn und alle anderen, die dir irgendwie viel bedeutet haben, schon sehr bald vergessen haben und nur noch nach Instinkt und Anweisungen handeln! Wusstest du, dass hier in der Gegend ein bestimmtes Grass wächst, dass durch die richtige Dosierung jeden noch so starken Drachen in eine willenlose Marionette verwandelt?! Das einzige, was die Wirkung annulieren kann, ist in deinem Fall nicht mehr da! Er ist tot! Deinet wegen! Weil du ihn..." So gut es mit den Fesseln eben ging drückte ich mir die Hände auf die Ohren, während ich ihn laut unterbrach: ,,Nein, hör auf! Es ist nicht war! Katsuki ist nicht wegen mir gestorben! Er ist nicht tot! Er ist nicht tot!" Von meinem Gesicht ablassend, meinte mein Gegenüber in der selben Tonlage wie zuvor: ,,Du weißt es doch selbst, dass ein Mensch so einen Sturz nicht überleben kann! Er ist nur tot, weil du nicht stark genug warst! Er ist nur tot, weil er sich auf dich eingelassen hat! Er ist tot und du ganz alleine bist Schuld daran! Nur du bist für seinen Tod verantwortlich!" Je länger er dies wiederholte, desto mehr schenkte ich seinen Worten glauben, weshalb ich langsam auch meine Hände wieder von den Ohren nahm. Wäre ich nie gewesen, könnte er nun glücklich sein Leben leben. Mit Freunden, seiner Familie, einer Freundin und ganz ohne all die Probleme, die ich in seinem Leben verursacht habe. Aber vorallem würde er leben, wenn ich ihm nur nie begegnet wäre.
Ganz leise versuchte auch weiterhin mich eine Stimme im hintersten Eck meines Bewusstseins davon zu überzeugen, dass es nicht meine Schuld war und das Katsuki auch nicht tot war, jedoch waren all die anderen Stimmen, die mir die Schuld an Katsukis Tod und an seinen Problemen gaben, deutlich lauter als diese eine kleine unscheinbare Stimme.

You once saved my lifeGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt