Kapitel 28-Eine Antwort

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Mrs.Cole fing an angestrengt nachzudenken, ihre Augenbrauen zogen sich zusammen und sie schien geistig abwesend zu sein. 

Es dauerte und dauerte, dann schien sie einen Einfall zu haben, sie sah uns an, doch anscheinend hinderte ihre Demenz sie wieder daran uns ihren Gedanken mitzuteilen.

,,Jetzt ist genug y/n, mir reicht es, die alte Schreckschraube kann anscheinend nicht mal die Frage verstehen.,, maulte Tom und stand auf, er wollte schnell aus dem Waisenhaus verschwinden.

,,Tom! Bleib hier! Wir werden so lange hier warten, bis ihr etwas zu deiner Mutter einfällt!,, entgegnete ich.

Doch er war wieder einmal nicht geduldig genug und stürmte auf die alte Mrs.Cole  zu.

,,In Ordnung, du wolltest es nicht anders y/n, Mrs.Cole sagen sie uns sofort alles was sie wissen oder sie werden es bereuen!,,

Mrs.Coles Augen weiteten sich, sie schien sich sehr erschrocken zu haben.

Bevor Tom auf die Idee kam seinen Zauberstab in die Hand zu nehmen schubste ich ihn beiseite und versuchte die alte Frau wieder zu beruhigen.

,,So geht das verdammt nochmal nicht Tom! Geh jetzt hier raus, ich regle das.,, rastete ich aus.

,,Du gibst mir keine Befehle!,, sagte er grimmig, verließ dann aber trotzdem das Haus.

Es dauerte eine ganze Zeit, bis Mrs.Cole wieder normal atmete und ihre Sprache wiedergefunden hatte.

,,Ziemlich aufbrausend dieser junge Mann, wer war er noch gleich?,, fragte sie.

Ich antwortete ihr ,,Tom Riddle, er ist schon hier geboren und wohnte eine ganze Weile hier, wir wollten gerne von ihnen wissen, ob sie irgendwas über seine Eltern, oder besser gesagt seine Mutter wissen?,,

,,Ach ja genau, ich erinnere mich...lass mich...überlegen...,,

,,Lassen sie sich Zeit.,, beruhigte ich sie weiter.

Ich saß bestimmt zwanzig Minuten einfach nur still neben ihr, nichts passierte.

Irgendwann ergriff sie dann das Wort.

,,Meine Krankheit wird immer schlimmer, ihr müsst mir verzeihen...aber bevor ich das nun auch wieder vergesse, teile ich dir schnell mit, was ich meine zu wissen. Bedauerlicherweise kann ich mich nicht mehr an den Vornamen von Mr.Riddles Mutter erinnern, ich bin mir nur ziemlich sicher, dass es etwas mit ,,M,, am Anfang war. Ihr Nachname lautete ,,Gaunt,,.,,

,,Sind sie sich zu hundert Prozent sicher Mrs.Cole?,, fragte ich zur Sicherheit nochmal nach.

,,Ja bin ich.,, bestätigte sie ihre Aussage.

,,Vielen, vielen Dank Madam, sie waren uns eine große Hilfe und ich will mich auch nochmal für Toms Verhalten eben entschuldigen...,, sagte ich dankbar.

Sie guckte mich verwirrt an ,,Was hat er denn getan?,, fragte sie.

Ausnahmsweise war es an dieser Stelle wirklich nicht schlecht, dass ihr dieses Ereignis entfallen war.

,,Ach...nichts schlimmes.,, log ich sie an.

Sie nickte ,,Gut,gut, entschuldige mich bitte, ich bin sehr müde geworden und würde jetzt gerne meine Ruhe haben.,,

,,Kein Problem, Auf Wiedersehen Madam.,,

,,Auf Wiedersehen.,,

Ich winkte und machte mich auf den Weg nach draußen, wo Tom schon ungeduldig auf mich wartete.

,,Na endlich, das hättest du dir jetzt auch sparen können, ich habe gleich gesagt, dass das ein unnötiger Besuch war.,, seufzte er entnervt.

,,Nein Tom.,,

,,Was nein?,, fragte er und starrte mich an.

,,Ich habe eine sehr wichtige Information aus ihr herausbekommen, was sehr schwer war, nachdem du sie so angegangen bist.,, sagte ich.

Er trat näher und fragte aufgeregt ,,Rück schon mit der Sprache heraus, was hat sie gesagt?,,

,,Der Nachname deiner Mutter ist ,,Gaunt,, und ihr Vorname fängt mit ,,M,, an.,,

Tom kam auf mich zu und packte mich fest an der Schulter ,,Wie hast du das aus ihr heraus bekommen?,, fragte er fast schon etwas aufdringlich.

Ich löste seinen festen Griff von meiner Schulter und sagte ,,Ich bin einfach langsam und vorsichtig an die Sache heran gegangen, ich musste sie aber erstmal natürlich beruhigen, wegen deiner Aktion, deshalb hat es auch so lange gedauert.,,

Tom ging wieder einen Schritt zurück und sah zu Boden, weil er nachdachte und auch nicht wirklich wusste was er jetzt sagen sollte. 

Seine Augen verengten sich und er murmelte langsam ,,Gaunt, Gaunt...Ich glaube ich habe in der Bücherei mal irgendetwas über diesen Namen gelesen. Mir ist nur gerade entfallen was es genau war, sobald wir wieder in Hogwarts sind muss ich das sofort in Erfahrung bringen. So jetzt komm y/n, du hast genug gesehen, wir fliegen jetzt zurück und packen die Koffer.,,

,,Gut.,, seufzte ich und wir flogen in einem schnellen Tempo zurück zu der Villa meiner Familie.

Meine Eltern waren auch zu Hause. Wie auch am Morgen, waren sie relativ freundlich zu Tom, auch wenn sich mein Vater etwas zurückhielt.

Wir beeilten uns die Koffer zu packen, denn wenn wir noch heute fahren wollten, müssten wir den Zug in zwei Stunden bekommen.

Meine Eltern schienen nicht allzu traurig zu sein, dass wir ein wenig früher abreisten, aber das konnte ich ihnen auch nicht übel nehmen.

Wir hetzten zu den Besen und flogen in einer Rekordzeit von vierzig Minuten zum Bahnhof, überpünklich, der Zug sollte erst in zwanzig Minuten kommen.


Dieses mal war der Zug etwas voller, aber wir fanden trotzdem noch ein freies Abteil. Sobald wir saßen packte Tom einige Bücher, die er auf den Ausflug mitgenommen hatte, aus. Er blätterte mehrere Stunden die Seiten, nach irgendwelchen Informationen über Zaubererfamilien durch, leider war kein wirklich passendes Buch dabei, dennoch war er total vertieft in seine Arbeit. 

Ich war gelangweilt und wollte Tom von dem was er tat ablenken, doch bei jedem Versuch schaute er mich sauer an und sagte Sachen wie ,,Lass das!,, oder ,,Nicht jetzt!,,

Trotzdem ließ ich nicht locker, ich wollte ihn nerven, also wuschelte ich durch seine Haare, ruinierte damit seine Frisur und flüsterte in sein Ohr ,,Deine Haare sind so süß.,,

Er griff mein Handgelenk und nahm meine Hand von seinen Haaren weg, dann schlug er das Buch zu und sagte ,,Dafür wirst du bezahlen.,,

Tom Riddle-Liebe im DunkelnGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt