Kapitel 27-Besuch im Waisenhaus

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Ich war erstaunt wie sehr er sich öffnete, es faszinierte mich, was er schon alles konnte bevor er überhaupt nach Hogwarts gekommen war. Ich hörte ihm einfach nur aufmerksam zu.

,,Außerdem gibt es etwas was ich kann, was selbst Dumbledore stutzig gemacht hat, als er mich damals kennenlernte...,, sagte er geheimnisvoll.

Ich wurde echt neugierig und hakte nach ,,Was denn? Sag schon!,,

,,Ich kann mit Schlangen sprechen.,, sagte er.

,,In einer richtig anderen Sprache? Ich kenne keinen der das kann.,, sagte ich bewundernd.

,,Ja in einer anderen Sprache.,,

Ich fragte ,,Kannst du mal etwas in dieser Sprache sagen?,,

Er verdrehte die Augen ,,Wenn du das unbedingt willst...,,

Dann gab Tom ein paar zischende Schlangenlaute von sich.

Ich musste schmunzeln.

,,Gefällt es dir?,, fragte er ebenfalls schmunzelnd.

,,Es hat was.,, sagte ich kichernd. 

,,Und was bedeutet das, was du gerade gesagt hast?,, fragte ich weiter.

Daraufhin zuckte er mit den den Schultern und flüsterte ,,Wer weiß...,,

Wir genossen das schöne Wetter, welches in London eigentlich schon eine Seltenheit war. Es war perfekt zum fliegen, als wir die ersten Umrisse Londons sahen, zauberten wir uns unsichtbar und gingen ein bisschen tiefer.

Eine Weile später standen wir vor dem Wool's Waisenhaus, von außen sah das Gebäude alt aus und es wirkte gruselig, da es in einem Viertel lag, welches sehr abseits war, auf den Straßen war hier fast nichts los. 

Tom war nicht gerade erfreut wieder dieses Gebäude betreten zu müssen, ich sprach ihm gut zu und wollte seine Hand nehmen, aber er distanzierte sich etwas. Es war offensichtlich, dass dieser Ort für ihn haupsächlich schlechte Erinnerungen weckte.

,,Lass uns nicht zu bleiben, ja?,, suchte er meine Bestätigung.

Ich nickte ihm kurz zu, dann gingen wir auf das große Stahltor zu. Es war offen und wir konnten das Grundstück betreten. Schön war eindeutig etwas anders, alles sah trostlos aus. Ich klopfte vorsichtig an die Tür. Eine Frau, mittleren Alters öffnete uns sie, sie stellte sich uns als Ms.Cole, die Tochter der Leiterin heraus.

Sie schien Tom jedoch nicht zu kennen.

Tom, der sie auch nicht kannte, fragte ,,Guten Tag, seit wann arbeiten sie hier?,,

,,Ich helfe erst seit ein paar Monaten, weil es meiner Mutter leider immer schlechter geht, sie hat eine Krankheit und ist eigentlich die Leiterin dieses Heimes, aber ich werde ihren Job bald übernehmen.,, sagte sie und dann fragte sie uns ,,Und was wollt ihr beiden hier?,,

,,Nun, mein Name ist Tom Riddle, ich bin hier aufgewachsen, gehe aber nun auf ein Internat, etwas weiter enfernt, ich wollte das Heim mal wieder besuchen. Ich war seit den Sommerferien nicht mehr hier.,, antwortete Tom.

,,Wenn das so ist, dann kommt doch gerne rein, meine Mutter hat heute einen guten Tag, vielleicht erkennt sie dich wieder, falls du es nicht wusstest, sie hat Deme-,,

Tom unterbrach sie ,,Ich weiß von der Krankheit.,, sagte er kalt. Er ging an ihr vorbei in die Eingangshalle.

Als Entschuldigung für sein Verhalten, sprach ich der Frau kurz mein Beileid aus und folgte ihm dann.

An einem kleinen Tisch am Ende der Halle saß eine alte Frau, um die achtzig, sie trank Tee und las anscheinend die Zeitung. Sie trug altmodische Kleidung und hatte ihre grauen Haare zu einem Dutt hochgesteckt.

Dann bemerkte sie uns, ihre Augen fingen an zu strahlen als sie Tom erblickte. Für ihr Alter stand sie erstaunlich schnell auf. 

,,Mike! Kleiner Bruder! Endlich kommst du mich mal wieder besuchen. Ich dachte ich würde sterben bevor du mal aus den Vereinigten Staaten zurück kommst. Lass dich drücken!,, rief sie Tom entgegen, breitete ihr Arme aus und wollte ihn in eine innige Umarmung ziehen, aber Tom ließ dies nicht über sich ergehen sondern schubste sie ärgerlich von sich weg. Die alte Frau taumelte etwas nach hinten.

,,Mike! Du hast dich wirklich nicht verändert, sei nett zu deiner großen Schwester.,,

Ihre Tochter erschien ebenfalls wieder in der Halle, sie hatte gehört, was ihre Mutter von sich gegeben hatte.

,,Seitdem ihre Krankheit immer schlimmer wird, gibt es oft solche Aussetzer und sie redet sowieso oft wirres Zeug. Seid bitte rücksichtsvoll mit ihr und lasst euch davon nicht beunruhigen, das mit Mike ist schon öfters passiert, obwohl ihr Bruder eigentlich schon vor zwei Jahrzehnten bei einem Autounfall verstorben ist.,, erläuterte sie uns.

Ich schluckte, die Frauen taten mir beide leid. Tom zeigte wie immer keine Spur von Mitleid und sobald die Frau weg war sagte er sauer ,,Mrs.Cole, kommen sie zu sich, ich bin nicht Mike und erst recht nicht ihr Bruder. Erinnern sie sich nicht an mich, ich habe hier lange Zeit gelebt ich...,,

Die Augen der alten Dame wurden wieder trübe und sie fragte ,,...Mike? Du bist es nicht? Nein Mike ist tot richtig?.,,

Ich nickte zaghaft. 

Ihre Mundwinkel zogen sich nach unten, dann kam ihr aber anscheinend so eine Art Geistesblitz sie schaute genau in Tom Gesicht und sagte nach kurzem überlegen ,,Natürlich erinnere ich mich an dich, du bist immer merkwürdig aufgefallen in deiner Zeit hier, bis du irgendwann auf dieses Internat gegangen bist, du bist hier geboren und deine Mutter ist fast direkt nach deiner Geburt gestorben. Natürlich du bist Tom Rivers!,,

,,Tom Riddle.,, verbesserte Tom sie.

,,Genau Riddle, freut mich, dass du und...,, sie musterte mich und lächelte ,,...deine schöne Begleitung uns besuchen kommt!,,

,,Wir wollen aber gar nicht zu lange bleiben...,, sagte Tom.

,,Ach was, setzt euch zu mir.,, sagte die Frau und rief dann ohne uns zu fragen ihrer Tochter zu ,,Hör mal Elisabeth, das Ehepaar Riddle wünscht auch einen Tee!,,

Ich schaute direkt zu Tom, wir lächelten uns an. Mrs.Cole dachte wohl wir waren verheiratet, sie war wirklich sehr durcheinander, das sah man auch daran, dass sie immer wieder ihre Tasse an den Mund setzte, obwohl sie den Tee schon längst ausgetrunken hatte.

Tom hatte wenig Lust auf ein Teekränzchen und flüsterte mir zu, dass er wieder gehen wollte, aber ich überredete ihn zu bleiben. 

Ich wollte es wenigstens versuchen der alten Mrs.Cole wegen Toms Mutter auf den Zahn zu fühlen.

,,Mrs.Cole, wir haben eigentlich noch ein anderes Anliegen, weshalb wir hierher gekommen sind.,, fing ich an.

,,Ach meine lieben Kinder, ihr könnt mich alles fragen was ihr wollt!,,

,,Dankeschön, Mrs.Cole, können sie sich möglicherweise an Toms Mutter erinnern? Was war ihr Name? Können sie uns irgendwelche Informationen über sie sagen?,,

Tom Riddle-Liebe im DunkelnGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt