Kapitel 4-Nächtlicher Ausflug

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Jemand schaute uns an, es war Tom, offenbar hatte er Hermines Frage aufgeschnappt und war stehen geblieben, ich fragte mich ob er auf meine Antwort gewartet hatte, aber als er bemerkte, dass ich ihn gesehen hatte, lief er zügig weiter.

Ich bedeutete Hermine, dass sie das nicht so laut fragen sollte und zog sie in mein Zimmer. Ich schloss die Tür hinter uns ab und versuchte ihr bestmöglich zu erklären, dass wir einfach das Gleichgewicht verloren hatten und, dass ich gerade in der großen Halle einfach zufällig zu Tom geguckt hatte. 

Ich erwähnte mit keinem Wort wie ich für Tom empfand. 

Hermine schien es mir abzukaufen, fragte mich aber warum ich dann extra die Tür hinter uns geschlossen hatte, um es zu erklären. ,,Ich will einfach nicht, dass irgendwelche Gerüchte in den Umlauf kommen,, erwiderte ich. Danach wünschten wir uns einen guten Schlaf und sie verließ mein Zimmer. 

Ich schloss die Tür wieder hinter ihr und war erleichtert, dass ich endlich alleine war. Ich duschte noch, putzte meine Zähne, zog meine Schlafsachen an und legte mich dann in mein Bett, welches fast größer und weicher als zuhause war, aber auch nur fast.

Ich schloss meine Augen, denn ich wollte einfach nur noch schlafen, ich hatte morgen einen anstrengenden Tag vor mir, weil ich gleich in den ersten beiden Stunden Zaubertränke-Unterricht bei Professor Snape haben würde. Ich hatte eigentlich noch Glück, denn Snape mochte mich einigermaßen, was bei Snape bei echt wenigen Schülern der Fall war, das war der Fall weil ich Slytherin schon viele Hauspunkte eingebracht hatte und weil ich sehr gut in Zaubertränke war.

Es verging eine Stunde, aber ich war immer noch wach, ich konnte nicht mehr aufhören an Tom zu denken und fragte mich plötzlich wie ich es all die Jahre geschafft hatte meine Gefühle für ihn zu verstecken. Ich konnte gar nicht anders, ich stand auf, nahm mir meinen Zauberstab, zauberte mich unsichtbar und schlich mich aus meinem Zimmer.

Zum Glück wusste ich wo Toms Zimmer war, ich dachte mir schon, dass er es mit einem komplizierten Abschließzauber verriegelt hatte, aber ich schaffte es irgendwie ihn zu knacken, ich hoffte einfach, dass er nicht mehr wach war und ich dachte auch, dass ich noch unsichtbar war, also schlich ich lautlos in das Zimmer. 

Unglücklicherweise Tom war noch wach, er saß an seinem Schreibtisch und schrieb etwas in sein Tagebuch. Aber er hatte nichts gehört und ich bewegte mich ganz langsam durch das Zimmer bis ich genau hinter ihm stand.Ich entdeckte, dass Tom gerade meinen Namen beim Schreiben erwähnt hatte.Leider bemerkte ich nicht, dass der Unsichtbarkeitszauber nachgelassen hatte, also beugte ich mich über seine Schulter um es genauer zu lesen, ich konnte dabei kurz seinen angenehmen Geruch wahrnehmen und stellte fest, dass ich mich bei diesem Geruch sehr wohl fühlte.

Doch als ich mich gerade über seine Schulter gebeugt hatte, drehte er seinen Kopf ruckartig zu mir, denn natürlich hatte er mich ohne den Unsichtbarkeitszauber bemerkt. Er zuckte erschrocken zurück und schloss schnell sein Tagebuch.

Ich wurde tomatenrot und rannte schnell aus seinem Zimmer, wobei ich nicht wusste, ob das der cleverste Ausweg gewesen war.

Er rief mir noch nach ,,y/n, komm wieder her und sag mir was du in meinem Zimmer wolltest.,, Er lief hinter mir her und packte mich am Arm es war ein fester Griff und man spürte sofort wie viel Macht er hatte, ich bekam Gänsehaut, er zog mich zurück in sein Zimmer und schloss die Tür. 

Das war das erste Mal, dass ich alleine mit ihm in einem Raum war, das machte mich aufgeregt und nervös. 

,,Sag mir...was wolltest du?,, fragte er. Tom Riddle hatte eine überaus attraktive Stimme, männlich, etwas aggressiv, entschlossen und er hatte eine sehr deutliche Aussprache.

 Ich schaute auf den Boden, doch er sagte scharf ,,schau mir in die Augen!,,

Ich wagte einen Blick nach oben und sagte ,,n-nichts,, ,,Es tut mir leid.,, Damit verließ ich schnell sein Zimmer, nur als ich gerade über die Türschwelle trat, sagte er noch etwas...

,,Du schuldest mir was, ein braves Mädchen bricht nicht einfach in mein Zimmer ein.,, 

Er sagte dies in einer spielenden, herablassenden Weise, dass es mich verrückt machte.

Den Rest der Nacht tat ich kein Auge zu.

Tom Riddle-Liebe im DunkelnGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt