"Guten Morgen Pansy."
"Ah guten Morgen, da bist du ja endlich!"
Adrian und ich setzten uns gemeinsam gegenüber von Pansy hin. Er legte mir ein Brötchen auf meinen Teller, doch ich lehnte dankend ab.
Die ganze Situation bereite mir ein widerstrebendes Unwohlsein.
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Ich sah mich etwas in der Halle um und mein Blick blieb bei Malfoy.
Er saß alleine und stocherte in seinem Essen herum. Aus irgendeinem Grund ließ mich dieser Anblick nicht los.
Doch bevor ich weiter darüber nachdenken konnte, schob Adrian mit seinen Fingern meinen Kopf zu sich.
"Was ist los?" fragte er besorgt.
"Nichts. Ich geh nur schon einmal in die Klasse."
Ich stand auf, machte mich allerdings auf den Weg zur Mädchentoilette.
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Ich sah in den Spiegel und richtete meine Haare. Meine Augen fest auf mein Ebenbild fixiert.
Wer bin ich eigentlich?
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Malfoy saß alleine im Klassenzimmer. Sein Blick auf ein Blatt Papier gerichtet.
Er strahlte etwas ungewohntes aus.
Ich setzte mich neben ihn und fing an meine Sachen auszupacken. Langsam glitt sein Blick hoch zu mir.
"Hey."
Er blieb stumm und starrte mich einfach mit großen Augen an.
"Ich würde heute gerne anfangen."
Er nickte leicht. Sein Verhalten war mehr als nur fragwürdig.
Sein Blick fiel auf meine Hand. Immer noch trug ich seinen Ring.
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Der Unterricht war an diesem Tag sehr langweilig, aber wann war er es nicht?
Ich hatte Adrian gesagt, dass ich mit Malfoy trainieren würde und dies akzeptierte er ohne jegliche Diskussionen.
Wir standen gemeinsam im Raum der Wünsche. Malfoy war jedoch still.
Er befolgte jede meiner Anweisungen. Keine Diskussionen, keine Beschwerden. Seine Arbeit war unerwartet gut.
An ihm schien jedoch alles abzuprallen. Als würde nur noch die Hülle seines Körpers herumlaufen. Wie die Menschen nach dem Kuss eines Dementors.
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"Wir sind für heute fertig."
Ich drehte mich um und wollte verschwinden, doch ich hörte ein leises "Warte" von Malfoy.
"Wir müssen reden."
Ich drehte mich wieder zu ihm und nickte etwas.
Stille füllte eine lange Zeit den Raum.
"Hast du mit ihm geschlafen?" fragte er leise.
"Ja."
Es schien, als wäre sein Herz in dieser Sekunde gebrochen. Seine Augen füllten sich mit Tränen.
Das konnte doch nicht wirklich sein Ernst sein?
Er fickt sich durch ,ich weiß nicht wie viele Mädchen, um mich zu provozieren und steht jetzt weinend vor mir, weil ich mit einem Jungen geschlafen habe, der mich über alles vergöttert? Dachte er wirklich, er könnte mich so einfach manipulieren?
"Hör sofort auf damit."
Verzweifelt sah er mich an.
Ich konnte mir das nicht länger angucken. Mein Blick schweifte weg.
Dies sollte scheinbar kein Gespräch, sondern eine Mittleidsnummer werden.
"Wie konntest du nur mit ihm schlafen?!"
Bei seinen Worten musste ich sofort auflachen.
"Wie konnte ich nur? Wie konntest du nur?! Ich will nicht einmal darüber nachdenken, wie viele Mädchen du flachgelegt hast, während ich keinen Sex mit dir hatte! Wie viele deinen Schwanz im Mund hatten, während ich deiner Mutter versprochen habe, alles erdenkliche zu tun, um dich am Leben zu halten! Wie du mich immer wieder voller Absicht provoziert hast, während ich jeden verdammten Tag trainiert habe, damit ich so stark sein kann, dass es mir möglich ist, dich zu beschützen! Du denkst, dass du in einer Position stehst, in der du mir vorwerfen kannst, dass ich mit einem Jungen geschlafen habe, der sich um mich in jeder erdenklichen Zeit kümmert hat?! Der bei mir geblieben ist!
Mein ganzes Leben besteht daraus dich zu retten! Ich versuche mit allem was in meiner Macht steht, dich vor dem Tod zu bewahren verdammt!"
Ich fühlte mich befreit, nachdem ich meine Worte aussprach. Eine lange Zeit wollte ich ihm schon seine Taten vorwerfen.
Auf einmal küsste er mich.
Ich konnte seine Tränen auf meiner Haut spüren. Seine kalten Hände auf meinen Wangen.
Sobald ich realisierte was geschah drückte ich ihn weg und verschwand aus dem Raum.
Meine Gefühle ähnelten in diesem Moment einem Tornado.
Ich ging an den einzigen Ort, der mir in diesem Moment alles gab, was ich brauchte.
Der See.
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"Ich weiß nicht was ich tun soll Cedric.
Malfoy ist nicht du. Niemand ist du, aber mich und ihn verbindet etwas. Ich dachte er könnte mich wieder glücklich machen. Dass er mir helfen könnte, zu akzeptieren, dass du zu meiner Vergangenheit gehören musst. Aber das hier ist zu viel. Ich kann nicht die Romanze zwischen mir und Draco bewältigen und gleichzeitig die ganzen Erwartungen erfüllen und Geheimnisse bewahren. Ich wollte Draco als meine Stütze, ich wollte ihn beschützen und alles dafür tun. Tag und Nacht habe ich trainiert, ja wirklich! Doch er wirft mir nur wieder vor, dass ich ihm nicht das gebe, was er so unbedingt will. Lieber geht er zu Anderen.
Ich versuche doch nur endlich mal alles richtig zu machen. Ich darf nicht den gleichen Fehler, wie bei dir begehen. Ich muss ihn doch beschützen. Er darf nicht sterben, aber jetzt scheint alles so irrelevant. Adrian ist wenigstens bei mir, wenn ich ihn brauche. Er hinterfragt mich nicht und weiß genau wie er mit mir in welchen Situationen umgehen muss. Doch ist es wirklich das was ich brauche?
Cedric ich brauche dich. Bitte komm zu mir zurück."
Die Tränen flossen über mein Gesicht.
Ich wollte, dass alles aufhört so kompliziert zu sein.
Wieso ist Draco so?
Wieso konnte er nicht nur mich sehen, wie Cedric es getan hat? Als wäre ich der einzige Mensch auf diesem Planeten.
Und was war Adrian wirklich für mich?
All diese Fragen schwirrten durch meinen Kopf. Ich wollte es ausstellen. Eine Sekunde meine Ruhe. Mein Leben so leben, wie ich es schon immer geträumt hatte.
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Dieses Kapitel ist sehr kurz tut mir wirklich leid!
Aber ich wollte fragen, wie ihr die Idee wendet das nächste Kapitel einmal aus Dracos Sicht zu lesen?
Wie er sich bei dem gefühlt hat, was Mandy gesagt hat und vielleicht auch eine Antwort auf die Frage "Warum?".
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BAD
Fanfiction❗️Könnte manche Triggern❗️ (Gewalt, auffälliges Essverhalten ect.) Mandy. Ein Mädchen, welches neu auf die Schule für Hexerei und Zauberei kommt. Ihr Selbstbewusstsein und die arrogante Art bringt ihr von allen Seiten Respekt. Doch steckt hinter...
