Der Kampf

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Ich rannte so schnell wie noch nie. 

Alles hatte ich von dem Gespräch nicht mitbekommen, aber Adrian, Blaise und Pansy hatten mich tot gesehen. Meine Familie, das waren sie. 

Ich rannte so unglaublich schnell, doch wurde, wie so oft in diesem Schloss an meinem Arm zurückgezogen. 

Malfoy und ich sahen uns direkt in die Augen und ich konnte seine Angst sofort sehen. 

"Du darfst nicht gehen." 

"Ich muss und das weißt du Malfoy." 

Er zerbrach förmlich vor meinen Augen. 

Ich wollte wieder losrennen, als ich mich abermals zu ihm drehte. 

Ohne zu zögern presste ich meine Lippen, gegen die seinen. 

"Ich liebe dich Draco Malfoy. Meine Zeit zum Sterben ist noch nicht gekommen, also lass mich nicht alleine."

Ich war bereit. 

Ich rannte auf den Platz, wo noch immer alle versammelt waren. 

Mein Vater lachte über die kläglichen Versuche der Anderen.
Er alleine kämpfte gegen fünf auf einmal und dabei strengte er sich nicht einmal an. Die Leichen auf dem Boden ließ ich unbeachtet. 

"Hallo Vater." 

Alles um uns herum wurde still. Die Zauberstäbe sanken herunter und die Blicke blieben starr auf mich gerichtet. 

"Mein Kind." 

Selbst mein Vater hatte seinen Zauberstab abgesetzt. 

"Verschwindet." befahl ich Harry, Hermine, Ron, Ginny und Neville, die so tapfer gegen ihn gekämpft hatten.

"Du lebst." 

"Tu nicht so überrascht, Wir wissen beide, warum ich lebe." 

Langsam machte sich ein Grinsen auf seinem Gesicht breit. 

"Niemals hätte ich gedacht, dass du stark genug wärst zurückzukehren. Du hattest noch nie die Kraft die es verlangt, um meine Anerkennung zu erlangen." 

"Ich brauche deine Anerkennung nicht mehr. Du hast mir alles genommen, was mir je wichtig war. Doch eines konntest du mir nicht nehmen, meine Familie. Ich werde mit Malfoy zusammen bleiben und alles tun , um ihn zu beschützen, doch zuerst werde ich dir das nehmen, was dir am Wichtigsten ist und schon immer war. Dein Leben." 

Ich feuerte den ersten Zauberspruch los. 

-

Es war eine Schlacht auf Leben und Tod und ich hatte nicht vor sie zu verlieren. 

Ein Vorteil blieb mir. 

Mein Vater unterschätze mich. 

Er wollte sehen wie ich leide, während ich strebe, aber ich wollte ihn einfach tot sehen. 

Meine Angriffe waren besser und er entkam ihnen immer knapper. 

"Tötet die Schlange!" schrie ich mit all meiner Kraft. 

Ich durfte meine Konzentration keine Sekunde vom Kampf abwenden.
So lange die Schlange jedoch lebt, ist mein Vater noch nicht weg. 

-

Ich wusste nicht wie lange es gedauert hatte Nagini zu töten, aber ich hatte es geschafft, die Entscheidung des Kampfes hinauszuzögern. 

Jetzt musste ich alles geben. Ich musste meine letzte Kraft zusammennehmen. 

Mein Vater war inzwischen jedoch auch geschwächt. Er wusste, dass er mich unterschätz hatte. Ja, ich war ihm wirklich ebenwürdig. Doch wir waren beide nun am Ende unserer Kräfte. 

Da sah ich ihn plötzlich. 


Den Moment. Er war wirklich kurz und kaum zu bemerken, doch er war da. 

Mein Vater setzte den Zauberstab für eine Sekunde ab. Genau da ergriff ich die Chance. 

"Avada Kedavra!" 

Mein Vater hatte seinen Zauberstab gehoben und einen Spruch auch schon angesetzt, doch es war zu spät. 

Er war nicht schnell genug gewesen. Ich hatte meinen Vater direkt in seine Brust getroffen. Man könnte schon fast sagen, dass es ein epischer Tot war. 

Er würde in die Geschichte eingehen. 

Es war einer der bedeutendsten Momente der Historie und ich stand mitten drin. 

Eine Minute standen wir da, als würde mein Vater einfach wieder aufstehen. 

Die Todesser waren schon längst verschwunden. 

Unverzüglich kamen die Fünf, die ich weggeschickt hatte auf mich zu gerannt. 

"DU LEBST!" Es war Hermine, die am Meisten weinte. 

Wie alles geschah müsste ich wohl noch oft genug erzählen, aber jetzt kam Malfoy erst einmal zu mir. Die Anderen machten sofort platz. 

"Ich liebe dich auch Mandy Riddle." 

Der Kuss war der Schönste, den ich je bekommen hatte. 

Alle um uns herum klatschten wie verrückt, es war unbeschreiblich. 

Als ich mich von ihm löste, konnte ich nicht anders. 

Ich rannte zu Adrian, Blaise und Pansy, welche sehnlichst auf mich warteten. 

Adrian schloss mich in seine Arme, legte danach seine Hände auf meine Wangen und sah mir tief in die Augen. 

"Du bist unverbesserlich Mandy." 

"Das wissen wir doch schon lange Adrian." 

"Tu das nie wieder." sagte er leise aber dennoch ernst und küsste meine Stirn. 

Pansy riss mich nun von ihm los und schlug mir quer durch das Gesicht. 

"TU DAS NIE WIEDER! DU BIST DOCH VERRÜCKT!" schrie sie und drückte mich fest an sie. 

"So macht man eine Ansage Adrian. Du kannst noch viel von ihr lernen." 

Es kam mir so vor, als wäre nie etwas passiert. 

Doch was jetzt kam konnte keiner Ahnen. 

Nicht einmal ich hätte damit gerechnet. 

Ich drehte mich um und konnte meinen Augen nicht trauen. 

Pansy schrie lauthals auf. 

Es war Malfoy. 

Malfoy, der sich auf einem Knie abstütze und in seinen Händen einen Ring hielt. 

"Mandy. Wir haben viel zusammen erlebt. Gutes und Schlechtes. Ich habe mich, als ich dich das erste Mal gesehen hatte, sofort in dich verliebt. Du hast dich nie von mir einschüchtern lassen und das macht dich zu dem was du bist. Heute, als du in meinen Armen gestorben bist, ist meine Welt zusammengebrochen. Ich wusste eines sofort. In einer Welt, in der du nicht an meiner Seite bist, möchte ich nicht leben. Also bitte versprich mir endlich für immer meins zu sein."

Schweißperlen hatten sich auf seiner Stirn gebildet und es war ihm sichtlich unangenehm. 

Ein kleiner Lichtstrahl blitze auf. Als wäre es ein Zeichen. 

Eigentlich wollte ich ihn schmorren lassen, aber ich konnte nicht. Ich wollte es endlich sagen.

 "Ja!" 

"Ja?" 

"Ja! Ja! Ja!" 

Immer wieder wiederholte ich meine Worte. 

Malfoy stand auf und zog mich in einen Kuss. Jeder klatschte und rief uns liebevolle Dinge zu. 

Das Leben von Mandy Riddle war nun vorbei.

Das war ihre Geschichte.

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