Der Brief

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Die Wochen vergingen. Es wurde immer kälter und der Schnee lag überall.

Meine Zeit verbrachte ich entweder mit der Reparatur des Kabinettes oder am See.

Ich hatte versucht von Allen eine gesunde Distanz zu nehmen. Die ganze Situation mit Adrian und Draco war mir einfach zu viel.
Harry, Ron und Hermine konnte ich auch kaum noch in die Augen sehen.
Diese Lüge zerfraß mich.

Oftmals saß ich einfach mit Pansy im Bett und starrte an die Decke. Sie verlor kein Wort über mein Verhalten. Sie lag einfach neben mir und nahm mich in den Arm und dies waren die einzigen Momente, in denen ich einen Funken Hoffnung spürte.

Auch wenn Adrian mich gut genug kannte und mich deshalb auch nicht ansprach oder bedrängte, tat Hermine es ohne Unterbrechung. Sie sagte mir immer wieder, dass sie Alle mich unglaublich vermissen und nicht verstehen, warum ich so einen Abstand zu ihnen aufbaute oder ob sie etwas falsch gemacht hätten.

"Wir sind doch ein Team Mandy. Du bist eine von uns." 

Das waren ihre Worte.

Ich sei eine von ihnen.

Wie sehr ich es mir doch wünschte, doch ich hatte keine Chance.


Keiner von ihnen ließ über die Zeit locker. Also saß ich nun mit den Drein im Drei Besen und trank ein Butterbier.

Natürlich genoss ich die Zeit, aber ich fühlte mich schrecklich.
Besonders Harry hatte schon so viele Verluste und dem Verrat gegenübertreten müssen. Niemals würde er mir glauben, dass ich auf seiner Seite stehe, wenn ich ihm alles erzähle.

-

Dann kam Slughorn auch schon zu uns.

Ich mochte ihn ehrlich gesagt nicht wirklich, aber er war von Harry und mir ein großer Fan.

Kurz bevor er gehen wollte lud er mich, Harry und Hermine auf eine Weihnachtsfeier ein.

Gerade als er weg war ergriff Hermine auch schon das Wort.
"Du wirst da hin gehen! Mit Begleitung!"

"Genau!" sagte Harry lachend.

Ron war sehr zurückhaltend. Mag wohl daran liegen, dass er als Einziger nicht eingeladen wurde.

-

Wir machten uns auf den Weg zurück ins Schloss, als wir etwas weiter vor und eines der Mädchen, die mit ihrer Freundin kurze Zeit vorher das Drei Besen verlassen hatten, in die Höhe flog.

Schnell rannten wir zu ihnen und sofort fiel mir die Kette auf dem Boden auf, auf die auch ihre Freundin voller Panik zeigte.

Harry wollte auf sie zugehen und sie betrachten.

"Geh zurück! Geh zurück, Harry!" rief ich laut.

Etwas eingeschüchtert trat er bei Seite.

Hagrid war inzwischen gekommen und hatte dafür gesorgt, dass das Mädchen schnell zurück ins Schloss kommt.

Ich holte meinen Zauberstab und ließ die Kette in die Höhe fliegen. Genau so, dass sie sie perfekt betrachten konnte.

Die Anderen standen unruhig neben mir.

Die Kette war verflucht worden, das war mir sofort bewusst gewesen.

-

Wir wurden dazu befragt und dabei wurde erwähnt, dass es scheinbar ein Geschenk für Dumbeldore sein sollte.

Kurz nachdem wir gehen durften, sprach Harry das was ich gedacht hatte aus.

"Es war Malfoy. Er ist einer von ihnen."

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