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Es waren jetzt einige Wochen, seit alles passierte. Drei oder vier. Ich habe aufgehört, die Tage zu zählen. Ich fühlte mich bei Cody recht wohl, war aber immer noch ziemlich niedergeschlagen. Irgendwie kam ich nicht drüber hinweg. Konnte es nicht genießen mit ihm. Dachte, alles würde sich ändern. Das meine Entscheidung richtig wäre. Aber ich zweifelte noch.

Cody schlief noch. Ich war früher wach. Ich wollte ihn das Frühstück machen. Bevor er geht, sollte er was essen. Ich konnte ihn auch nach langen Gesprächen davon überzeugen nicht aufzuhören. Der Job sollte ihn wichtiger sein. Mit Stolz sollte er diesen ausführen. Er ließ sich zum Glück überreden. Es wäre vielleicht auch nicht gut gewesen, wenn wir vierundzwanzig Stunden aufeinander gehockt hätten. Auch wenn ich mir jede Sekunde wo er nicht da war, wünschte, ich hätte es nicht getan. Fühlte mich dann immer alleine und dachte zu viel nach. Das war nicht gut, da mich, dass immer mehr an den Abgrund brachte, vor dem ich stand.

Als ich in der Küche stand hörte ich leise Musik und bemerkte nicht, wie Cody hinter mir stand. Als er den Arm um mich legte, erschrak ich.

"Guten Morgen kleines. Warum so früh wach?" Ich lächelte ihn an.

"Um die ein männliches Frühstück zu machen." Scherzte ich und schlug ein paar Eier auf.

"Du bist sportlich. Groß. Da braucht man ordentlich Futter." Er zog mich dann fest an sich.

"Ich kann ja mal an dir knabbern!" Ich schmunzelte leicht. Er merkte, dass wieder was nicht stimmte. Er hat mich auch noch kein einziges Mal angefasst. Beziehungsweise wirklich gevögelt. Er schien meine fast schon Gleichgültigkeit etwas störend zu finden. Aber das konnte ich ihn nicht verübeln. Es war schwer, so zu leben, als wäre nichts gewesen. Aber er war doch so gierig, warum nahm er sich nicht, was er wollte?

"Willst du heute vielleicht etwas machen? Wochenende. Letzte mal Arbeiten und dann haben wir viel Zeit.

"Aber wir bleiben zu Hause, oder? Ich will nur dich um mich rum." Er drückte mich fest an sich. Irgendwie schien es keine normale Umarmung zu sein. Ich merkte, wie schwer er atmete. Ich drehte mich dann um zu ihm. Schaute ihn an. Seine Augen waren voller Verzweiflung. Er versuchte zu lächeln. Ihm schien diese Beziehung genau, so wenig gutzutun wie mir. Und meine Art, die ich immer wieder an den Tag legte, half wohl auch nicht. Einiges änderte sich. Auch das zwischen uns. Wir waren so heiß aufeinander. Ich war immer froh, wenn er in meiner Nähe war. War wieder voller Lebensfreude, die aber immer mehr verschwand.

"Bleibst du das nächste Mal bitte einfach liegen? Ich würde dich morgens gerne als Erstes sehen, wenn ich aufwache. Keine leere Bettseite. Das hatte ich lange genug."

"Sorry. Wollte dich nicht wecken und konnte einfach nicht mehr schlafen. Aber das nächste Mal werde ich da sein. Und wenn mir langweilig wird, weiß ich ja, womit ich spielen kann." Versuchte ich wieder die Stimmung zu lockern. Er musste schmunzeln und räumte die Schüssel mit den Eiern bei Seite, um mich auf dessen Platz zu setzen.

"Damit darfst du jederzeit spielen." Dann küsste er mich. Sein Unterleib an meinem gedrückt. Er schien ziemlich erregt den Morgen. Aber hatte komischerweise keinen Harten. Ich wollte mich etwas nach hinten lehnen, aber da waren noch andere Utensilien und kippte ein Glas um, was dort stand. Milch tropfte auf den Boden und brachte mir eine Nase Hintern. Die Flüßigkeit drückte sich durch den Stoff meiner Hotpands. Er holte mich von der Theke und schaute etwas amüsiert.

"Küche ist wohl doch kein Spielplatz." Ich schüttelte den Kopf. Fands aber auch irgendwie witzig.

"Vor allem, wenn man eigentlich essen zubereiten will." Fügte ich hinzu.

"Kannst dein Omelett vergessen. Denn das war die letzte Milch." Aber er schien wieder voller Gier und hörte irgendwie nicht auf. Zögerte aber erst, um dann weiter mit mir zu spielen.

"Dann muss ich dich für deine Ungeschicklichkeit wohl bestrafen." hauchte er mir heiß entgegen.

Ich tat auf unschuldig und spielte das Spiel mit. Ich schaute total kindlich und unschuldig und machte einen süßen Schmollmund.

"Ist Daddy böse?" Ich drehte mich dann um und streckte ihm meinen Hintern entgegen. Er konnte kaum widerstehen. Ich wackelte mit dem Hintern und drückte mich an ihn. Ich hörte sein Atem, wie schnell er war. Und endlich spürte ich seine riesen Männlichkeit, die er wohl nicht mehr zurückhalten konnte. Ich ließ ein laut von mir, denn ich eigentlich unterdrücken wollte. Dann umrundete er mein Arsch mit beiden Händen. Ging hoch zu den Hüften und presste sich gegen mich.

"Der ist einfach perfekt." Raunte er.

Dann hielt er kurz inne. Ich wollte mich umdrehen, aber er zog mir plötzlich die Hotpants runter. Sein Handy klingelt dann und unterbrach uns bei dem Spielchen.

"Mein Alarm. Ist es schon so spät?" Er lief ins Schlafzimmer und schaltete es aus. Aber anstatt weiter zu machen, erfand er ausreden.

"Oh ha. Ich muss gleich los. Verdammt." Kam es von ihm, als er wieder in der Küche stand. Ich schaute kurz verwirrt durch den Raum.

"Aber ... dein Frühstück! Willst du vorher nicht irgendwas essen?"

"Ich kaufe mir was unterwegs. Ich geh mich mal fertig machen und meine Sachen zusammenpacken. Sorry. Heut Abend werde ich nur für dich da sein. Versprochen." Er hatte es plötzlich ziemlich eilig. Ich nickte lächelnd. Ich war da auch nicht böse auf ihn. Er hatte nun mal einen Job und das war vollkommen ok. Auch wenn ich doch leichte Enttäuschung empfand.

Als er dann nach fünfzehn Minuten fertig war, kam er noch mal schnell zu mir um mich wie jeden Tag zu verabschieden. Ein Kuss musste sein und hatte er nie vergessen. Auch wenn mal was nicht so lief, versuchte er es zu ignorieren oder auf Arbeit zu lassen. Zu Hause versuchte er immer für mich da zu sein. Gute Laune zu versprühen. Aber ob es so gut war, ständig alles runter zu schlucken, nur damit er mich damit nicht belasten musste? Das musste ich definitiv heute Abend ansprechen. Er ist nicht mein Unterhalter. Muss nicht immer lila Laune Bär spielen. Streit, schlechte Laune, und einfach Frust von der Seele reden, ist wichtig und gehörte einfach dazu. Und im Grunde machte ich mir auch Sorgen, da das auch schnell nach hinten losgehen kann. Vor allem seelisch kann so was echt belastend sein.

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