Der Reihe nach verließen wir das USJ-Gebäude und wurden durchgezählt, mit der erfreulichen Nachricht, dass außer dem Brokkolijungen niemand schwer verletzt war – genau wie neulich. Die Schüler fingen an sich darüber auszutauschen, wer wo und gegen wen gekämpft hatte, wobei es schien, dass die meisten keinen problematischen Gegnern gegenüberstanden. Das ließ mich noch mehr fragen, weshalb ich mich so ins Zeug gelegt hatte für Leute die ich kaum kannte? Aber als Tsuyu die Frage der Fragen an den Polizisten stellte – den Kerl kannte ich noch zu gut – wurde es mir bewusst. „Wie geht es Herrn Aizawa?"
„Seine Arme sind zersplittert, er hat einen Schädelbruch, der allerdings nicht weiter kritisch ist. Viel eher ist seine obere Gesichtshälfte stark betroffen, es könnte womöglich sein Augenlicht beeinträchtigen." Kommissar Tsukauchi hatte wirklich die Ruhe wett. „Nr. 13 hat leichte Schäden am Rücken erlitten, doch scheinbar wurde Schlimmeres verhindert, er ist also außer Lebensgefahr. Allmight wird von Recoverygirl auf der Krankenstation wieder grade gebogen."
So viel dazu. Das bedeutete also, dass ich Leben gerettet habe. Mehr als nur eins. Aizawa und Nummer 13, Katsuki, der sich wohl eh irgendwann selbst in die Luft jagen würde, den Brokkoli und vermutlich auch Tenya. Keine schlechte Quote für den Anfang, doch ich war überrascht, wie gut ich mich dabei fühlte.
„Und was ist mit Deku?" war die nächste Frage. „Der hats auch zur Krankenschwester geschafft. Sansa, übernimm du den Rest, ich habe noch einiges zu erledigen." Meinte Tsukauchi nun zu einer aufrecht gehenden Katze, ehe er auf mich zulief. „Na Kana, hast du dich eingelebt?" Stimmt ja, seit meinem zweiten Tag an diesem Ort hatte ich ihn nicht mehr gesehen, dabei hatte ich es wohl diesem Hutträger zu verdanken, dass ich nicht einfach im Gefängnis gelandet bin, sondern eine Perspektive hatte. „J-ja." Meinte ich unsicher. „Ich denke für meine erste Rettungsaktion lief es nicht schlecht." Was ich damit sagen wollte wusste er wohl, was sein Lächeln mir verriet. Aber bevor er etwas sagen konnte, tauchte die vulgäre Heldin auf, die mir die Zusage für die Aufnahme an der UA verkündet hatte. „Teleportation ist eine extrem seltene Spezialität und jetzt hat sie auch noch ein Schurke." Neben ihr eine Maus, ein Bär? Oder ein Hamster? Etwas irritiert betrachtete ich das Tier im Anzug. „Nicht nur ein Schurke, wir haben auch auf unserer Seite einen Neuzugang mit dieser Fähigkeit." Der Kommissar blickte zu mir. „Ach wirklich?" Midnight schien überrascht, weshalb ich meinen Kopf beleidigt zur Seite drehte. „Hn." Die trauten mir wohl wirklich gar nichts zu.
„Apropos. Eigentlich wollte ich gerne fragen, woher du nun dieses Katana hast, Kana." Tsukauchis Blick sprach Bände, weshalb ich ihm einfach meine Klinge in die Hand drückte, um der Frage auszuweichen. Zufrieden ging er dann mit meinem Katana in der Hand weiter, als wäre nie etwas gewesen. Komischer Kauz. Wenn das so weiterging, war ich wirklich mein gesamtes Waffenlager los.
Die Busfahrt war unterhaltsamer als erwartet, wäre jemand gestorben, würden sie wohl nicht so freudig herumplappern. Doch ich musste gestehen, dass mir das ganze so deutlich lieber war. Dennoch zeigte sich langsam bei allen die Müdigkeit.
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Flourish
Fanfiction[Naruto x Bnha] Kämpfe und Kriege. Zwei Schlagwörter, die den Tagesablauf der jungen Kunoichi Kana Uchiha (OC) seit Beginn des vierten Ninjakrieges recht gut beschrieben. Da konnten die Dinge schon mal einen unerwarteten Lauf nehmen, doch dass man s...