„Ich drück dir die Daumen, ich bin sicher, dass du das schaffst!" Wenn sie wüsste, wie wörtlich sie meine Daumen gerade drückte, würde sie meine Hände vielleicht loslassen. Momo wollte mich unbedingt bis zur UA begleiten, um mir mentalen Beistand zu leisten, bis die Aufnahmeprüfung beginnen würde. Mit einem schiefen Lächeln verabschiedete ich mich von ihr und betrat wie einige andere Leute in meinem Alter das riesige Schulgelände. Ich dachte Momos Haus wäre groß, doch das war kein Vergleich zu diesem Glaskasten, der vor mir türmte. „Der Wahnsinn, das ist also die UA?" hörte ich einen Jungen sagen, der mich stark an ein Stachelschwein erinnerte, woraufhin ich nur die Augen verdrehte. „Hn!" Das Gebäude mag groß sein, aber so groß nun auch nicht. Mit verschränkten Armen und erhobenen Hauptes stolzierte ich an den Jungs vorbei.
Ich musste zugeben, dass ich mich trotz der plötzlichen Umstellung meines Lebens recht gut fühlte. Das Heimweh war noch nicht zu spüren, dafür war es zu früh. Stattdessen genoss ich mein Leben im Luxus in vollen Zügen, allein ein Blick auf meine perfekt, in einen Pferdeschanz frisierten Haare – ich sah aus wie die Mini-Version von Momo – oder das elegante rote Kleid mit einem Blusenkragen und schwarzer Schleife in das ich gesteckt wurde, reichten um zu wissen, WIE reich diese Familie war. Ich hatte nie gewusst, dass ich So EiNe WaR, aber diese Welt brachte wirklich die düstersten Seiten in mir zum Vorschein.
Doch während ich so am Nachdenken war, fühlte ich, wie sich mir mit einer ungewöhnlichen Geschwindigkeit eine Präsenz näherte. Alarmiert wirbelte ich herum, nur um einen. . ... Brokkoli aufzufangen? Ein Junge, etwa so groß wie ich flog mir direkt in die Arme, wobei mich sein eigentlich nicht vorhandenes Gewicht etwas verwunderte. Ich hielt ihn mit meinen Händen an den Schultern, während ich dabei zusah, wie seine Beine allmählich in die Luft stiegen.
„Oh entschuldige, dass ich meine Spezialität einfach an dir angewendet habe, aber es wäre wohl ein schlechtes Omen gewesen, vor der Prüfung zu fallen. Das macht einen echt nervös was?" ein braun-haariges Mädchen mit auffällig rosa Wangen hatte sich zu uns gesellt und mit dem Berühren ihrer Finger, spürte ich plötzlich, wie der Brokkolijunge schlagartig an Gewicht zunahm, sodass ich ihn vorsichtig in die Vertikale stellte. „Naja, viel Glück auf jeden Fall." und schon machte sie sich vom Acker.
Perplex schauten sowohl ich, als auch der Junge, der nichts als undeutliches Gestotter von sich gegeben hatte dem Mädchen hinterher. „Alles in Ordnung?" fragte ich nach ein paar Augenblicken des stillen Starrens. Doch ich hätte wissen müssen, dass er auch mir keine klare Antwort geben würde. „Eh-ehh j-ja ja." kam es schließlich doch aus seinem Mund, wobei sein Gesicht einer Tomate glich.
Anhand seines Aussehens hätte ich vermutet, dass seine Spezialität vielleicht Brokkoli war und da ich noch nie einen sprechenden Brokkoli gesehen hatte, geschweige denn einen, der seine Farbe änderte, musste seine Macke wohl eher in die Richtung einer magischen Gemüsekiste gehen. Doch mit Sicherheit sagen konnte ich das nicht.
„Wir sollten auch reingehen."
Etwas gelangweilt ließ ich meinen Blick hin und her schweifen, wobei mir nicht entging, wie uns einige Leute ansahen. Den Grund kannte ich nicht, also versuchte ich es einfach so gut ich konnte zu ignorieren. Außerdem wusste ich nicht genau, weshalb ich mit diesem nervösen Jungen überhaupt zusammenlief, doch irgendwie endeten wir auch in dem riesigen Hörsaal nebeneinander. Er links von mir, ein Blonder Igelkopf rechts von mir.
„Wie heißt du überhaupt?" fragte ich den Grünschopf. Schnell drehte er mir seinen hochroten Kopf zu. „I-Izuku Mi-Midoriya!" auch ein eigenartiger Name, dennoch besser als Ereaserhead. Die Eltern mussten den armen Jungen ja wirklich gehasst haben, ich tippte auf eine ungewünschte Geburt.
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Flourish
Fanfiction[Naruto x Bnha] Kämpfe und Kriege. Zwei Schlagwörter, die den Tagesablauf der jungen Kunoichi Kana Uchiha (OC) seit Beginn des vierten Ninjakrieges recht gut beschrieben. Da konnten die Dinge schon mal einen unerwarteten Lauf nehmen, doch dass man s...