Nachdenklich beobachtete ich die Tropfen, die ein Wettrennen an den Scheiben des ‚Autos' veranstalteten. Wie diese Familie wohl sein würde? Alles was ich wusste war, dass der Vater ein Held war und sie scheinbar spezialitätenmäßig am besten zu mir passten, was auch immer das bedeuten sollte. Immerhin schien hier jeder nur eine Fähigkeit zu haben, während mein Chakra äußerst vielseitiger war! Die Kinder der Familie waren vermutlich alle verweichlichte Großkotze, die sich etwas auf die Stellung ihres Vaters einbildeten, während sie ihre eigenen Fähigkeiten nicht einmal verwenden durften.
Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr würde ich den Ninjakrieg meiner rezenten Situation vorziehen.
Das Auto hielt langsam an, sodass das brummende Geräusch zunehmend leiser und schließlich vom prasselnden Regen überwältigt wurde. Der Emo hatte recht, als er von den kommenden Stunden gesprochen hatte, sodass ich noch am selben Abend vor der Haustür meiner ‚Pflegefamilie' stand, wobei ich mir eher wie ein Haustier vorkam. Der Fahrer stellte mich ab, drückte mir einen Bogen mit Papieren sowie einen Koffer – der alles beinhaltet, was ich brauchen könnte – in die Hand, klingelte für mich und war auch schon über alle Berge. Verdutzt blickte ich ihm hinterher.
Bei Jashin, wie kannst du mich in einer solchen Situation einfach allein lassen?! Ich war drauf und dran dem Mistkerl hinterher zu rennen und ihm meine Meinung zu geigen, als hinter mir die riesige Tür geöffnet wurde. Offenbart wurde eine Frau in schwarzem Kleid mit weißer Schürze, die mich verbeugend willkommen hieß. Sie bedeutete mir hereinzutreten, während sie schützend den Regenschirm über mir hielt. Widererwartens stand ich nicht in einem Haus, sondern einem meiner Meinung nach völlig überdimensionierten Vorhof, der mit einer prächtigen Marmortreppe hinauf in ein ebenso riesiges Anwesen führte. „Sie müssen also Uchiha-sama sein, sehr erfreut. Mein Name ist Hinami, bitte folgen Sie mir ins Haus.", Ihr Blick scannte mich einmal von oben bis unten ab. „Dann können wir ihnen auch direkt frische Kleidung geben."
Nicht sicher, ob ich über den letzten Kommentar beleidigt sein sollte, folgte ich ihr schweigend die Treppen hinauf. Kaum zu glauben, dass es ein so großes Haus geben konnte, selbst der Hokageturm oder Pains Höhle sahen dagegen alt aus. Ob die Familie, die mich aufnehmen würde wohl reich war? Wenn das bedeutete, dass ich nicht nur durchgefüttert wurde, sondern frisch poliert, in ein Kostüm gesteckt zu einem Teekränzchen eingeladen wurde, konnte man es hier wohl eine Weile lang aushalten. Es gab eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ich als ihr feuerspuckendes Haustier enden würde, da große Häuser immer dunkle Geheimnisse verbargen, aber so lange ich selbst keine Münze ausgeben musste, würde ich mich selbst damit abfinden können. In schwierigen Zeiten, war Geld immer wichtig, wie Kakuzu mir bereits früh eintrichterte.
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Na, ist es schon offensichtlich, um wen es hier geht?
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Flourish
Fanfiction[Naruto x Bnha] Kämpfe und Kriege. Zwei Schlagwörter, die den Tagesablauf der jungen Kunoichi Kana Uchiha (OC) seit Beginn des vierten Ninjakrieges recht gut beschrieben. Da konnten die Dinge schon mal einen unerwarteten Lauf nehmen, doch dass man s...