Verlieren und Finden

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„Mikasa! Vor dir!", schreit Jean neben dir plötzlich los. Jemand stand dort. Jemand mit einem 3D-Modul.

„Erwins Soldaten...", flüsterst du perplex. Schnell fängst du dich wieder und hältst nach dem zweiten Ausschau. Gerade als du dich auf deinem Pferd umdrehen wolltest, festigt sich ein fester Griff um dein Handgelenk. Du wirst vom Pferd gezogen. Nicht so sanft kommst du am Boden auf. Du versuchst dich so schnell wie möglich zu erholen und aufzustehen. Allerdings wird ständig versucht dir deinen Rucksack abzunehmen. Mit aller Kraft kannst du ihn auf deine Schultern behalten.

„Lass los, Kleine!", zischt der Soldat.

„Nie im Leben!", entgegnest du scharf.

„Na gut, du hasst es nicht anders gewollt." Der Soldat packt dich und hebt dich hoch. Du wehrst dich, indem du herumzappelst, doch er hat dich fest im Griff.

„(v/n)!", ruft Jean hinter dir, doch der Soldat läuft mit dir in den Armen davon. Als du einen Blick nach hinter erhaschen kannst siehst du nur Jean, der vom zweiten Soldaten aufgehalten wird. Wo sind Mikasa und Armin? Armins Pferd ist für diesen Ritt an Mikasas Stute angebunden worden. Anscheinend schaffte es der Soldat, dass das Pferd durchging und nun davon reitet - mit Armin.

„Jean!", versuchst du ihn auf dich aufmerksam zu machen, doch er war abgelenkt.

„Lass mich runter!", schreist du nun den Soldaten an. Wieder schlägst du wild um dich herum.

„Dann hätte mir deinen Rucksack gegeben.", lächelt dieser spöttisch.

„Spinnst du?!" Er fängt zu keuchen an. Kein Wunder, denn er muss mit dir in den Armen und dem zusätzlichen Gewicht des Rucksacks durch einen unebenen Wald laufen.

„(v/n)!", hörst du wieder Jeans Stimme. Einmal bist du darüber froh. Wieder schielst du nach hinten und erkennst, dass Jean euch mit seiner Ausrüstung verfolgt. Bald hat er euch eingeholt und zieht seine Schwerte. Der Soldat bleibt abrupt stehen. Als er kurz nicht aufpasst, schaffst du es ihn zu treten und er lässt dich fallen.

„(v/n)! Hau schnell ab!", fordert dich Jean auf. Für das erste krabbelst du vom Soldaten weg, doch schon bald läufst du. Zu langsam aber. Vor dir kommt der andere Soldat entgegen und du reißt nach links weg. Noch immer zu langsam. Als du Jeans Stimme über dir hörst, weißt du, was er von der verlangt. Panik macht sich in deinem Körper bereit. Es bleibt aber keine Zeit um zu zögern. Du umschließt mit deinen Händen die Ausrüstung und fliegst los. Adrenalin pumpt durch deinen Körper und ohne weiteres nachzudenken angelst du dich von Baum zu Baum. Du versuchst Jean nicht aus den Augen zu verlieren. Dir kommt es wie eine halbe Ewigkeit vor, dass ihr vor den Soldaten flieht. Gerade als ihr euch in einer Baumkrone versteckt, hast du etwas Zeit zu verschnaufen.

„Nicht so schlecht.", flüstert Jean. Fragend siehst du ihn an. „Du hast die Manöver-Ausrüstung gerade gut gemeistert." Erst jetzt wird es dir klar, dass du ohne Probleme die Flucht bewältigt hast. Ein freudiges Lächeln macht sich breit. Nach kurzer Zeit seid ihr euch auch sicher, dass sie euch nicht mehr verfolgen. Jean wirft die Rucksäcke zu Boden damit sie nicht stören und steigt vorsichtig den Baum herab. Du machst es ihm gleich. Allerdings rutscht du von einem Ast ab und fällst. Der Aufprall löste einen höllischen Schmerz in deinem Körper aus. Du ringst nach Luft und musst dabei husten.

„(v/n)!", ruft Jean zum wiederholten Mal dein Name. Er holt schnell einen der beiden Rucksäcke und sucht darin nach etwas. Nach einem Wasserbehälter. Vorsichtig hebt er deinen Kopf an und gibt dir etwas zu trinken.

'So fürsorglich hast ich ihn noch nie erlebt...'

„Am besten wir verharren hier, bis du keine Schmerzen hast.", schlägt er vor. Du nickst leicht und musst dich an die Worte von Erwin erinnern. Du seist anders, deine Verletzungen würden schnell heilen, heißt es.

Drunk Love (AoT FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt