Das Ende vor dem Anfang

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Der Regen peitscht an euch vorbei. Du musst deine Stimme laut beanspruchen, damit die Pferde dich durch den pfeifenden Wind und den Donner hören können. Immer mehr der Vierbeiner kannst du zusammentrommeln und steuerst auf die Ställe zu. Mit einem Schwung gleitest du von Harmonys nassen Rücken und hilfst die Pferde in die Boxen zu bringen.

»Fehlt noch ein Pferd?«, fragt jemand. Alle Boxen waren besetzt, bis aufeine. Du läufst raus und führst die weiße Stute in diese. Danach holst du eine der Decken aus der Sattelkammer und wirfst diese über ihren Rücken.

»Ganz tapfer warst du, Harmony.«, flüsterst du beruhigend, als du sie gerade etwas trocken rubbelst.

»Hey,(n/n). Danke für deine Hilfe! Den Rest erledigen wir. Sieh zu, dass du eine warme Dusche nimmst und dir was trockenes anziehst bevor du krank wirst.«, sagt einer der Soldaten. Du nickst lächelnd und verabschiedest dich von jeden. So schnell wie Möglich rennst du zum Hauptgebäude, doch der kalte Regen und der starke Wind erschweren dir die Sicht.

Alsbald du am Gebäude angelangt bist, stürmst du rein und schließt schnell die Tür hinter dir. Du machst eine kurze Verschnaufpause und lehnst dich gegen die Tür. *hatschi*

»Toll... Ein Schnupfen fehlte mir noch ... «, murmelst du vor dich her,»Ich sollte wirklich eine warmes Bad nehmen ... «

Entspannt lässt du das erwärmte Wasser über dich rieseln. *hatschi*Du verdrehst die Augen und betest dafür, dass es nur bei einem Schnupfen bleibt. In dem Moment kommt dir ein Gedanke, der dich aber auch beunruhigt. »Wann ... war ich das letzte Mal eigentlich so wirklich krank? Ahm ... Hm ... « Ein unwohles Gefühl kommt in dir auf. »Also ... bewirkt mein abnormaler Körper auch, dass ich selten bis nie krank werde ... « Verärgert schlägst du gegen die Wand. Zu viele Fragen sind noch unbeantwortet, doch du verlangst Antworten darauf. Klarheit darüber, was mit dir nicht stimmt, warum du anders bist und weshalb genau du. *hatschi* Genervt seufzt du.

»(V/N)!« Vor Schreck quietscht du auf. »Warte mal ... Die Stimme war ...männlich!« Panisch suchst du einen Ort um dich zu verstecken, doch da steht der Mann schon mitten in den Duschräumen. Ängstlich drehst du dich um und blickst über die Schulter. Dir fällt ein Stein vom Herz als du siehst, dass es Levi ist, doch trotzdem bist du peinlich berührt.

»Was um alles in der Welt machst du in der Frauendusche, Levi?«, fragst du ihn etwas aufgelöst und wütend. Auch er sieht aufgebracht aus:»Ich sagte, du sollst etwas essen gehen, aber nicht, dass du da draußen deinen Hals riskierst.« Wutentbrannt drehst du dich um und sagst schroff: »Ich hab gegessen! Mehr oder weniger ... Aber als ich den Sturm sah, und dass Soldaten panisch alles in die Lager brachten,wollte ich helfen! Kurz darauf hieß es, dass die Pferde noch alle auf der Koppel wären! Ich hab mit Harmony die Pferde in die Ställe getrieben! Danach bin ich eh hierher um mich warm abzuduschen!«

»Aber du wirst krank! Zudem bist du noch von gestern angeschlagen!«

»Ich werde nicht krank, Levi!«, entgegnest du laut, wiederholst es aber dann leise murmelnd. »Ich werde nicht krank ... « Levi sieht dich fragend an.

»Weil ich anders bin! Mein Körper bewirkt nicht nur, dass meine Wunden schneller heilen, sondern auch, dass ich nicht so anfällig für Krankheiten bin!« Er geht auf dich zu und umarmt dich überraschend:»Du bist nicht anders, (v/n).« Perplex lässt du es zu.

»Das einzige was man kann ist es, seine Gefühle zu verbergen. Levi hat dies gemacht und vergessen, wie es ist, zu fühlen. Doch du hast es ihn wieder beigebracht. (v/n), hör auf deine eigenen Worte und finde einen Weg, euch gegenseitig eure Gefühle zu zeigen, auch wenn es eine Regel widerspricht.«

Drunk Love (AoT FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt