Der Aufbruch der Appell

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DerTag an dem die Reise los geht ist angebrochen. Du sitzt in deinemZimmer und betrachtest deinen Koffer. Er ist nicht groß, gerade dasnötigste hast du eingepackt. Plötzlich klopft es an der Tür undHanji tritt ein.

„GutenMorgen, (v/n).", lächelt sie dich sanft an. Du entgegnest diesesund stehst auf. Im nächsten Moment hängt deine beste Freundin schonum deinen Hals und muss sich die Tränen, so wie du, unterdrücken.

„Bitteversprich mir, dass du wieder zurück kehren wirst!", fleht sie indeine Schulter. Du nickst und musst dabei schwer schlucken. „Ichwerde es versuchen ja."

Nachdemsie sich die Tränen aus den Augen wischte, sagt sie in einemgedämpften Ton: „Levi wird dafür kämpfen, darüber bin ich mirsicher. Er würde noch mehr zerbrechen wenn er auch dich verliert."Hanji meint mit diesen Satz mehr, als du weißt. Ganz unwissend bistdu nicht, du hast Gerüchte und Erzählungen darüber gehört, wieLevi zum Aufklärungstrupp kam, doch diese hielten sich mit genauenDetails sehr in Grenzen, zudem waren diese auch sehr fragwürdig.Jedoch denkst du im Moment nicht daran und versuchst Hoffnungen inihre Worte zu setzen.

„Hörmal, (v/n). Du bist Levis ein und alles. Ich weiß wirklich nicht wiedu das hinbekommen hast. Levi öffnet sich keinem, er hat es noch nieund ich hätte gedacht er würde es auch nie tun, so wie eine festeBeziehung einzugehen." Mit großen Augen siehst du Hanji mitoffenen Mund an. Hanji nickt: „Er hatte vorhin nie eine Freundin,oder Freund, man weißt ja nie." Sie lächelt dich breit an. Sofortumarmst du Hanji und drückst sie ganz fest. Das Vierauge streichtdir beruhigend über den Rücken, als ihr beide dann aber einRäuspern wahr nimmt, wandern eure Blicke zur Tür. Niemand anderesals Levi steht dort.

„Nadann.. Ich mach mich dann mal auf die Socken! Ihr werdet es schaffen,daran werde ich nie zweifeln." Sie drückt dir noch einen Kuss aufdie Wange und zwinkert dich zu bevor sie verschwand. Etwas schüchternblickst du zu Levi, welcher wie zuvor im Türrahmen steht.

„Hastdu alles gepackt?", fragt er um die Stille durch zu brechen. Dusiehst zu einer kleinen Tasche und nickst.

„Mehrnicht?"

„Nun,ich habe nicht gerade viel was ich brauche.", gibst du kleinlautzu. Nun tritt er auch in dein Zimmer ein und nimmt dich wie zuvorHanji in den Arm. Zuerst bist du etwas überrascht, doch nach undnach entspannst du deine Muskeln und vergräbst dein Gesicht inseiner Brust. Wieder musst du dafür kämpfen, nicht in Emotionenauszubrechen.

„Heutebin ich wirklich zu emotional...", denkst du dir und atmest tiefdurch. Wenn es nach dir ginge, hättet ihr beide Elend lange soverweilen können. Allerdings unterbricht Levi dein Bedürfnis: „DieKutsche und die Pferde sind bereit, sie warten nur noch auf dich."Unbewusst fängst du zum Zittern an und klammerst dich an Levi. DeinFreund küsst dich auf den Haaransatz und löst sich von dir. Ernimmt deine Tasche und wartet bei der Tür auf dich, „Kommst du,(v/n)?" Du siehst dich ein letztes Mal im Zimmer um ob du wohlnichts vergessen hast und gehst dann auf den Captain zu. Als du dasGebäude verlässt blinzelst du gegen die Sonne.

„Wenigstenshaben wir schönes Wetter.", scherzt du mit deiner sanftmütigenArt. Währenddessen Levi deine Tasche in die Kutsche packt blickst dudich um.

„Mitwelchem Pferd werde ich reiten?" Die Frage war eigentlich an einemSoldaten gerichtet, doch du hörst Levis Antwort hinter dir, „Mitmeinem." Verwirrt drehst du dich um, „Aber Captain, das ist IhrPferd."

„Dubist doch schon einmal mit ihr geritten, warum jetzt nicht?"

„E-ehmweil damals benötigten Sie selbst keines und haben mir es zurVerfügung gestellt aber je-" - „Kein aber., (v/n).",unterbricht Levi dich und steigt auf ein anderes Pferd auf. Du musstschwer schlucken und murmelst, „Jawohl, Corporal.." Zögerndschwingst du dich in Harmonys Sattel. Dich erfreut dieses bekannteund geborgene Gefühl und beruhigt dich auch. Du musst schmunzeln unddenkst dir: „Deswegen will Levi, dass ich mit ihr reite."

DerAufbruch. Als ihr los reitet, bilden deine Freunde einen Spalier. Nurschwer kannst du deine Tränen zurück halten, selbst als ihr schonein paar Minuten im Galopp unterwegs seid. Für dich ist dieserAbschied schlimmer als auf eine Mission außerhalb der Mauern zugehen. Dir ist der Grund warum auch nicht unklar: Du wirst dort hinreißen, wo du mit aller Kraft es geschafft hast zu fliehen. Zudemist unklar, ob sie dich hinrichten werden oder nicht. DieseUnwissenheit zerfrisst dich. Dir bereitet es regelrecht Herzschmerzendaran zu denken, dass es das letzte mal hätte sein können, wo dudeine Freunde gesehen hast. Still schweigend reitest du inmitten derKolonne. Levi ritt vorne an der Spitze. Mit traurigem Blick starrstdu seinen Hinterkopf an.

„Waser wohl gerade denkt?", fragst du dich innerlich. Du seufzt undblickst dich um. Zu deinem Erleichtern herrscht keine gedrückteStimmung. Weshalb auch? Abgesehen von dir weiß jeder, dass sielebend zurück kehren werden. Für alle ist es nur ein Ausflug in dasZentrum. Deswegen redeten alle heiter durcheinander. Nur du und Levireitet schweigend.

„Unddas werde ich ein paar Tage aushalten müssen...", denkst du dirund atmest tief durch.

Gefühltefünf Stunden sitzt du nun auf dem Pferd. Die Mittagssonne lässteuch alle so fühlen als würdet ihr auf einen Grill liegen. Gejammerund Raunzen füllte die Atmosphäre. Levi hielt sein Pferd an unddrehte sich genervt um: „In der nächsten Stadt machen wir einenHalt. Dort werden wir abwarten bis die Hitzewelle vorüber geht."Alle freuen sich und die nächste Stadt ist schneller erreicht alsgedacht. Während ein paar bei den Pferden bleiben müssen, machensich die anderen auf der Suche nach einem guten Lokal. Unsicherbleibst du neben Harmony stehen und siehst gehemmt auf den Boden. AmRande bekommst du mit, wie Levi noch die letzten Anordnungenadministriert.

„Werwird auf (n/n) aufpassen?", fragt jemand. In diesen Moment wirst duhellhörig. Verschreckt machst du einen Schritt zurück. An LevisBlick kannst du seinen Missmut nur zu gut ablesen. Mit diesergrimmigen Miene durchbohrt er den Soldaten. In null Komma nichtsbereut er seine Frage.

„Soldat.So weit ich weiß ist (n/n) keine Gefangene oder sonst etwas weswegenwir auf sie aufpassen müssten. Sie ist eine von uns und sie wird esauch immer bleiben, egal was die intelligenzbefreiten Delitantensagen mögen. Sie hat bis jetzt immer tapfer an unserer Seitegekämpft und würde es nie in Erwägung ziehen, etwas zu machen wasuns schaden würde. Verstanden?!", Levi versucht ihn nichtanzuschreien, doch schon alleine der Druck mit dem er es sagt lässtGänsehaut Gänsehaut bekommen. Mit geweiteten Augen siehst du Levian wie er die Kadetten in die Stadt schickt. Er stapft auf dich zu,packt dich am Arm und zieht dich mit sich. Komplett überfordert mitder ganzen Situation stolperst du ihn um eine Hausecke in eine dunkleSackgasse. Er presst dich buchstäblich gegen die Steinmauer undfängt an dich ungehemmt und mit voller Leidenschaft zu küssen.

Drunk Love (AoT FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt