Percy
Ich hatte zwei weitere Tage bei Chase und Lilien verbracht, um mir Mut anzusammeln. Lilien wusste immer noch nichts und Chase und ich waren sehr froh drum. Jetzt gab es ein Kleines Problem namens Eltern, die ich davon überzeugen musste, Flavius zu hassen oder ähnliches. Ich würde alles versuchen. Ich parkte deswegen genau vor dem Haus meiner Eltern, nachdem die Security mich durch die Stahl Tore hindurch fahren lassen haben. Ich schluckte schwer. Ich sah, dass das gesamte Sicherheitsteam draußen war, dass hieß, meine Eltern waren beide zu hause. Das war einerseits gut und anderseits wahrscheinlich auch nicht. Vielleicht wollte ich erst mit Mamá reden oder vielleicht doch mit Papá?
Leider hatte ich das Problem, dass ich zu beiden kein großes Vertrauen hatte und eine gute Beziehung war weit davon entfernt. Sie waren beide nett. Keiner hatte je auch nur eine Oktave höher mit mir gesprochen, aber das war das einzige war ich zu beiden sagen konnte. Und zwar das sie nett waren. Ansonsten gab es einfach nicht wirklich was. Es war so, dass Papá ein sehr humorvoller Mensch war und Mamá war auch sehr nett.
Als ich zum Eingang ging sah ich ein Range Rover auf der linken Seite parken. Das Auto schien neu, da es sehr sauber und einfach neu aussah. Es hatte diese Strahlung. Ich liebte diesen dunkel türkisen Ton des Wagens. Es war echt schön. Hatte Papá etwa ein neues Auto? Normalerweise war er ein Limosinen Fan, aber er könnte natürlich seine Meinung ändern.
Ich öffnete die Haustür und lautes Gelächter drang in meinen Ohren. Das meine Eltern lachten war ja noch in Ordnung, aber wer zur Hölle war noch da? Und das zur Frühstückszeit? Ich betrat die Minzfarbene gestrichene Flur, die laut Mamá leben ins Hauseingang bringt und dann zur linken die grau- weiße Küche. An den Glas-Esstisch saßen Mamá, Papá und zu meiner allergrößten Überraschung Flavius. Ich werde Chase bei der nächstmöglichen Gelegenheit umbringen. Er hatte mir versichert, dass er Wochen weg sein würde, wenn nicht Monate!
Chase wusste, dass ich zu meinen Eltern gefahren bin und wie es scheint, hat er keine Ahnung, dass sein jüngerer Bruder wieder zurück ist, denn er hätte mich doch vorgewarnt oder? Ich schluckte schwer.
„Mein Herzstück!", rief mein Vater. Sein was? So hatte er mich noch nie genannt. Ich zog überrascht meine Brauen hoch. Meine Mutter stand auf und umarmte mich. „Meine Schöne. Schau dein Verlobter ist hier!"
„Er ist nicht mein Verlobter!", sagte ich sofort. Meine Eltern sahen sich ernst an. Ups ... wahrscheinlich habe ich es zu schroff gesagt?
Beide fingen an zu lachen. „Natürlich nicht. Wie dumm von uns. Wir müssen natürlich eine Verlobung noch organisieren!", meinte Mamá zu Papá, der nickte. „Aber natürlich. Die einzige Luciano Erbin wird natürlich vor einer grandiosen Hochzeit eine große Verlobungsfeier haben!", meinte er lächelnd.
Ich stöhnte und sehe Flavius kurz böse an. Er hat meine Eltern um den kleinen Finger gewickelt. So haben sie nie mit mir gesessen wie sie mit ihm sitzen und ja ich werde eifersüchtig. War ihnen Flavius wichtiger als ich?
„Darf ich was sagen?", fragte ich Mamá.
„Natürlich Schatz."
„Wie habt ihr beide angenommen, ich wäre mit dieser Verlobung einverstanden? Ihr habt mich nicht mal gefragt."
„Chase wollte eine angemessene Partie vorschlagen, aber nein, es wurde die bestmögliche Partie für dich gesucht. Er ist quasi dein Schwager, da Lily doch wie eine Schwester ist. Ich könnte nicht glücklicher für dich sein", mein Vater stand auf, kam um die Tischecke und umarmte mich. „Zwei beste Freundinnen, die mit Brüdern verheiratet sind. Ihr seid dann wirklich eine Familie! Ich kann in Ruhe sterben, dass meine Tochter zumindest eine Schwester hat und Chase ist ja auch der Wahnsinn und könnte vielleicht auch ein Bruder werden!"
Er löste sich von mir und ich hatte meine Augen voller Tränen. Er hatte tatsächlich an mich gedacht. An mich und Lily. Irgendwie fand ich das unglaublich süß. Wie könnte ich jetzt noch was sagen?
„Oh mein Baby!" Mamá stand auf und umarmte mich.
„Ich bin so stolz auf dich."
„Ich bin so froh, dass nach mir jemand das alles übernehmen kann du hattest nie Interesse an den ganzen Mafiakram, Flavius ist wie dafür gemacht, die Lucianos zu übernehmen!"
Ich starrte meinen Vater an. Aber natürlich. Das war auch ein sehr großer Faktor, Flavius zu wollen. Mein Vater schlug mit einem Klatsch jede Menge Fliegen.
„Nein Luciano. Ich heirate Percy nicht deswegen."
„Ich weiß", meinte mein Vater.
„Das wissen wir beide", meinte Mum.
„Was ist mit den vergangenen Fehlern?", fragte ich leise. Das war die einzige Karte gewesen, die ich von Anfang an hatte. Ich hatte vorgehabt, meinen Eltern alles zu erzählen, denn Enrico hatte niemanden erzählt, wieso Flavius verbannt wurde. Es wussten nur wenige.
„Persephone, alle machen Fehler. Enrico hat ihm vergeben, es sollen Jugendfehler gewesen sein. Es ist alles geklärt."
Ich zog meiner Braue hoch. So war es also. Auch Enrico unterstützte diese Ehe. Was sollte ich nun tun?
„Ok. Ich will keine sehr große Feier", erklärte ich meinen Eltern.
„Natürlich nicht!", meine Mutter tätschelte meine Wange und ich wusste, dass die Verlobungsfeier größer als die Hochzeit sein würde. Meine Mamá war besessen davon, ihre Freuden in der Öffentlichkeit zur Show zu stellen. Das würde sie mit der neusten Verbindung auch tun.
„Kind iss doch was?", fragte Dad und ging wieder zurück neben den Platz neben Flavius. „Ich muss zur Arbeit", log ich.
„Ich auch!", meinte Flavius, der bis jetzt sehr ruhig da gesessen hatte.
„Ich gehe", meinte ich zu ihnen und ging einfach. Ich verließ das Haus und wusste nicht was jetzt.
Meine Eltern könnte ich nicht mehr überzeugen.
Wenn sollte ich jetzt noch überzeugen? Chase ist der einzige auf meiner Seite. Lily auch, sobald sie es weiß, aber was sollte ich nun tun?
„Percy", meinte Flavius hinter mir.
Ich drehte mich um.
„Ich kann die Verlobung und alles verschieben lassen. Nimm dir Zeit, die du brauchst."
Ich drehte mich um, sehe in seinen braunen, schokofarbenen Augen an und schüttelte den Kopf.
„Ich werde es nicht hinbekommen. Ich werde es nicht schaffen, diese Verbindung zu brechen", meinte ich leise. „Ich muss los, Flavius. Kann ich heute Abend zu dir kommen? Dann können wir reden. Ich brauche nun jetzt Zeit!"
Er nickte verständnisvoll.
Meine erste Intuition war zu Chase zu gehen und mit ihm zu reden.
Flavius war mit seinen Schachfiguren zu sehr an meinen gerückten und er stand an solchen Positionen, an dem er nur mit ein paar Zügen meine Figuren zu Fall bringen könnte. Ich musste das ändern.
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I know you dare
Romance„Wenn du noch einmal in ihrer nähe kommst, sorge ich dafür, dass du ein Herzstillstand erleidest und ich all deine Organe spenden kann, so dass du zumindest Tod zu etwas gut bist, den lebend bist du kein Segen auf der Erde" „Mich könnte jede Person...
