Percy
Ich saß mit verschränkten Armen vor Chase in seinem Büro und er schaute überall hin, nur nicht zu mir.
Er murmelte Flüche, aber das würde es nicht besser machen. Ich haute fest mit meiner Handfläche auf seinem verdammt teuren Mahagoni Schreibtisch und er zuckte zusammen. Der große Capo hatte also angst. Die sollte er haben.
„Weißt du ...", fing ich süffisant lächelnd an zu reden, er schaute mich mit verengten Augen an.
„Ich habe eine Lösung, die wird dir nur nicht gefallen."
Er sagte nichts und deswegen sprach ich weiter.
„Ich erzähle es Lilien und sie kümmert sich schon darum, denn du scheinst das nicht hinzubekommen!"
Er schüttelte den Kopf. „Percy, das kannst du mir nicht antun."
„Tust du dann auch mal was?"
„Sag mir was ich tun soll", meinte er seufzend.
„Nein!", sagte ich sauer. „Sag du mir, was ich tun sollen. Du hast mich in diese Scheiße geritten. Solange meine Eltern dachten, ich wäre nicht bereit, haben sie nichts gesagt, jetzt wollen sie Ergebnisse!"
Chase drückte seinen Rücken in den Sessel und stöhnte. Ja, er sollte sich mies fühlen. Denn das ganze war seine verdammte Schuld.
„Wieso sagst du deinen Eltern nicht, das du doch nicht bereit bist?"
„Weil ich dann wie eine Vollidiotin rüberkomme, Chase!", fuhr ich ihn an. „Flavius hat meine Eltern um seine Fingern gewickelt. Sie beten ihn quasi an und sie lieben ihn. Dad hat mir gerade stolz aufgezählt wieso er so überglücklich für mich ist. So ein Gespräch hatte ich noch nie mit meinen Eltern gehabt!" Die Wut war so groß wie ein Tornado. Mein Blut brannte und Schweiß rann mir den Rücken hinab.
„Sorry, wenn ich mich einmische", Stefan saß auf der anderen Seite des Raumes an seinem Laptop und legte ihn zum ersten mal weg.
„Aber was wären denn die Top 3 Dinge, weswegen du ihn nicht heiraten wollen würdest?", fragte Stefan mich. Ich sah zu Chase, der seinen jüngsten Bruder böse anstarrte.
„Stefan, das ist nicht jetzt dein Ernst", meinte er zu ihm. „Ich bin immer noch sauer, dass du mir nicht gesagt hast, dass ihr nur zwei Tage gebraucht habt und jetzt redest du für Flavius?"
Stefan sah jetzt kalt zu Chase, auf dessen Gesicht leichte Überraschung zu sehen war.
„Erstmal du hast nicht gefragt und zweitens, anstatt Percy als Schwägerin zu überzeugen, hilfst du ihr? Sie ist Lilys beste Freundin und nicht perfekt, anstatt ein Hollywood-Star dessen Attitüde bis zum Mond reicht?", fragte er seinen Bruder ernst. Jetzt war Chase mehr als nur überrascht. „Vielleicht ist Flavius nicht perfekt, aber wir können doch zumindest eine vernünftige Schwägerin haben oder nicht? Die ihn an die Familie gebunden hält anstatt die ganze Zeit über ihre Nägel und Wimpern zu denken, nicht das sie das nicht darf, aber es soll keine Priorität haben."
Chase war stumm und ich ebenso.
„Also was wären denn die Top 3 Dinge, weswegen du ihn nicht heiraten wollen würdest?", fragte er mich erneut.
„Ähh ... also Lilien wäre enttäuscht und das könnte unsere Freundschaft vernichten."
Stefan nickte und wollte zwei weitere Punkte hören. Ich überlegte.
„Sein Ego reicht bis zum Mond."
„Ja, das ist kein Argument. Dads reicht bis zur Sonne und Chase bis zum Mars", stritt er ab und ich schluckte schwer.
Ich hatte so ein Blackout. Was noch? Ich strengte meinen Kopf an.
„Ist er zu hässlich?", fragte Stefan und versuchte mir auf die Sprünge zu helfen und ich schüttelte zu schnell den Kopf. Flavius Körper war ... perfekt.
„Ja, dumm ist er, aber er ist reich, also kannst du nichts gegen seiner Karriere haben?"
Ich schüttelte wieder den Kopf.
„Was dann noch? Hasst du ihn wirklich so sehr?"
Ich versuchte langsam ein und auszuatmen.
Dann schüttelte ich wieder den Kopf.
Ich hatte auf ihn geschossen, das war Hass genug gewesen.
„Dann haben wir das eigentliche Problem", meinte Stefan und klatschte euphorisch in den Händen.
„Was?", knurrte Chase fast.
„Lily, was sonst? Wir müssen sie überzeugen. Das kriegen wir hin."
Chase und ich starrten uns stumm an. Mir wurde bewusst, dass Flavius es irgendwie geschafft hatte auch Stefan auf seine Seite zu ziehen und seine Schachfiguren waren nur einen Zug entfernt das Spiel zu gewinnen. Fuck.
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I know you dare
Romance„Wenn du noch einmal in ihrer nähe kommst, sorge ich dafür, dass du ein Herzstillstand erleidest und ich all deine Organe spenden kann, so dass du zumindest Tod zu etwas gut bist, den lebend bist du kein Segen auf der Erde" „Mich könnte jede Person...
