~Ich bin deine Dunkelheit~Band 3
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Die Wahrheit über Sky's Vergangenheit kommt nach und nach ans Licht. Endlich erfährt sie, wer ihre Mutter wirklich war. Diese Erkenntnis hat jedoch Folgen, denn nun wird der jungen Frau bewusst, we...
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„Hallo Schwesterherz." Mir entwich jegliches Blut aus dem Gesicht, als ich den Mann vor mir erkannte.
„Du wirkst überrascht", lachte er und trat dabei näher an mich heran. „Unsere letzte Begegnung ist noch nicht allzu lange her. Ich muss gestehen, ich hatte etwa denselben Gesichtsausdruck, wie du als ich erfahren habe, wer du bist."
Sein abartiges Grinsen widerte mich genauso an, wie vor einigen Wochen, als ich in seiner Lagerhalle angekettet und von etlichen Männern, wie ein Objekt auf einer Versteigerung betrachtet wurde.
„Das ist unmöglich", sagte ich mit brüchiger Stimme. Mir wurde bewusst, dass mein Halbbruder der Menschenhändler war, der mich auf der Auktion an Yonathan versteigert hatte.
„Nichts ist unmöglich, Schwesterchen. Überraschend, ja." Sein Grinsen wurde breiter und die Übelkeit in meinem Bauch nahm zu.
„Was willst du von mir?"
„Wir sollten uns kennenlernen, wenn wir schon das Glück haben, uns nach so langer Zeit gegenüberzustehen. Ich heiße Mikhail." Meinem Mund entkam ein abfälliges Schnauben. Was dachte er sich? Dass wir gegenseitig unsere Kindheitserinnerungen austauschten?
„Kein Bedarf, danke", erwiderte ich. Ich wollte an ihm vorbei und aus dem Waschraum flüchten, allerdings stellte er sich mir in den Weg.
„Das war kein Angebot, dass du so einfach ablehnen kannst", knurrte er ungeduldig. „Ich weiß, wonach du strebst und ich kann dir dabei helfen. Im Gegenzug verlange ich allerdings auch etwas von dir."
„Von dir will ich ganz sicher keine Hilfe!" Unmittelbar nachdem ich den Satz beendet hatte, hatte ich auch schon den Lauf seiner Waffe vor meinem Gesicht.
„Nicht so voreilig, Schwesterchen. Wie wäre es, wenn du dir mein Angebot erstmal anhören würdest und dann entscheidest." Ich senkte meine Lider und atmete tief ein. Die Waffe beunruhigte mich nicht einmal halb so viel, wie sie vermutlich sollte. In letzter Zeit hatte ich genügend von diesen auf mich gerichtet, dass es beinahe normal wirkte bedroht zu werden.
„Eine Wahl habe ich wohl nicht", erwiderte ich abfällig mit dem Blick auf die Waffe. Sein raues Lachen ertönte und er ließ diese sinken.
„Sorry, ist eine Angewohnheit, alles mit diesen Mitteln zu klären." Mikhail steckte seine Pistole vollständig weg und versuchte mit einem Lächeln die Situation aufzulockern. Der Typ hatte wirklich einen gewaltigen Dachschaden!
„Scheint gang und gäbe bei euch Russen zu sein", stimmte ich nickend zu. Sein Lachen wurde lauter, als ein Klopfen an der Tür uns beide erschreckte. Mit seinem Finger signalisierte er, dass ich ruhig sein sollte.
„Skylar? Ist alles in Ordnung bei Ihnen?" Ich erkannte die Stimme von Tyson sofort und hätte am liebsten geschrien. Das erkannte auch Mikhail, weshalb er seine Hand fest auf meinen Mund presste und seine Waffe fest in meine Seite bohrte.