~Ich bin deine Dunkelheit~Band 3
------------------
Die Wahrheit über Sky's Vergangenheit kommt nach und nach ans Licht. Endlich erfährt sie, wer ihre Mutter wirklich war. Diese Erkenntnis hat jedoch Folgen, denn nun wird der jungen Frau bewusst, we...
Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
Es war bereits weit nach Mitternacht, als Demjan, Maxim und ich zurück ins Penthouse kamen. Wir folgten einer Spur, die uns allerdings nur ins Leere laufen ließ. So gern ich eine Lösung für Skys Halbbruder gefunden hätte, ohne sie mit hineinzuziehen, doch wir mussten der Tatsache ins Auge blicken, dass uns nur die eine Option blieb.
Wir waren im Vorteil mit unserem Wissen. Selbst wenn eine der Persönlichkeiten von Sky mich schon mal verraten hatte. Wir konnten es nutzen und das mussten auch meine Brüder endlich kapieren.
„Ruht euch aus. Vor allem Demjan. Morgen wird's ernst", verabschiedete ich mich Foyer von den beiden. Mein Bruder schnaubte nur verächtlich. Er mochte den Gedanken noch immer nicht, Ly und Sky zu trainieren.
„Dann sollte ich mir ein letztes Mal einen wichsen und mich von meinem Schwanz verabschieden", meinte er mürrisch, ehe er nach rechts abbog, wo die beiden schliefen.
„Tue dir keinen Zwang an", grinste ich und ging nach links an der Treppe vorbei, als mir das Licht in der offenen Küche auffiel. Es waren nur wenige Spots, die ein wenig Helligkeit spendeten, dennoch erkannte ich die junge blonde Frau sofort, die mir jederzeit ein Lächeln auf den Lippen zauberte. Ich trat näher heran und sah, dass sie mit überkreuzten Beinen auf dem Küchentresen saß.
Sie saß mit dem Rücken zu mir. Den Blick auf die große Fensterfront, wo man die Skyline von Boston sah. Lichter der Stadt bei Nacht strahlten die vielen Schneeflocken an, die von den Wolken fielen. Als ich noch näher kam, sah ich den Eisbecher in ihrer Hand.
„Draußen sind -6 Grad. Wie kannst du da Eis essen?", fragte ich belustigt. Sie drehte ihren Kopf zu mir, schob den Löffel zurück ins Eis und leckte über ihre Lippen. Bei dem Anblick schmolz alles in mir wie die zuckrige Masse in dem Becher dahin.
„Eis macht glücklich", sagte sie und klang, trotz Lächeln auf den Lippen, bedrückt.
„Was ist los?", fragte ich und stellte mich unmittelbar vor sie. Sie trug nur eine kurze Schlafshorts, weshalb mein Blick ein paar Sekunden zu lange an ihren nackten Beinen hing. Als ich in ihr Gesicht sah, war ich mir nicht sicher, wen ich vor mir hatte. Es hätte Sky sein können, denn von der Körpersprache wirkte sie wie immer und doch sagte mein Bauchgefühl, dass sie es nicht war.
Das Gefühl jedes Mal der Ahnungslose zu sein, ging mir allmählich an die Substanz. Ich musste lernen, alle auseinanderhalten zu können. Allein das war eine Herausforderung, der ich kaum gewachsen war. Ich konnte Sky nicht einfach packen und küssen, wann ich es wollte, weil ich jedes Mal erst herausfinden musste, was keine Grenze überschritt.
Aber für Sky nahm ich es gern auf mich. Für sie würde ich es mit allem aufnehmen, um ihr nahe zu sein. Sie hatte schon zu viel verloren in ihrem Leben, als dass sie weitere Verluste überstehen würde.
„Würdest du mich einfach kurz in den Arm nehmen?" fragte sie und stellte das Eis weg. Verwundert über diese Bitte, sah ich sie einige Sekunden an, ehe ein Lächeln auf meinem Gesicht entstand und ich direkt vor sie trat. Ich legte meine Arme um ihre schlanke Figur und hielt sie einfach nur fest.