~Ich bin deine Dunkelheit~Band 3
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Die Wahrheit über Sky's Vergangenheit kommt nach und nach ans Licht. Endlich erfährt sie, wer ihre Mutter wirklich war. Diese Erkenntnis hat jedoch Folgen, denn nun wird der jungen Frau bewusst, we...
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Ich spürte den schockierten Blick von Sky in meinem Rücken, als ich sie stehenließ, um meinen Pflichten als Boss nachzugehen. Mich hat am frühen Morgen die Nachricht ereilt, dass sechs unserer Lager zur selben Zeit in sechs unterschiedlichen Staaten hochgenommen wurden. Auch hier in Boston.
Ich hatte keinerlei Anhaltspunkte, wer das war, oder wie diese Person an die Koordinaten herangekommen war. Allerdings war ich nicht so dumm, um es als Zufall abzustempeln. Ich war mir 99 % sicher, dass das mit dem suspekten Download auf meinem PC zu tun hatte. Jedoch konnte ich mir noch keinen Reim darauf machen, wie der Unbekannte es geschafft hatte, auf die Daten zuzugreifen.
Aber das würde ich herausfinden und dann gnade ihm Gott, dass er nicht auch derjenige war, der Stenja festhielt. Mein Bauchgefühl sagte mir aber, dass beides miteinander zusammenhing. Wobei mir absolut unklar war, was dieses Vorgehen sollte. Es wurde noch immer keine Forderung gestellt, wozu hielten sie Stenja dann fest? Als Druckmittel? Zur Ablenkung?
Die ganze Sache stank gewaltig!
„Raya wird hierbleiben und dir Gesellschaft leisten", sagte ich, bevor ich mein Schlafzimmer verließ. Die beiden Frauen würden schon miteinander auskommen, vor allem weil ich Raya darum bat, ein Auge auf Sky zu werfen. Es missfiel mir, sie allein lassen zu müssen, gerade weil sie den Abend davor sich selbst verletzt hatte, aber ich traute niemanden in meinen Kreisen mehr. Ich musste allein nach Antworten suchen, da es zu gefährlich war meine Männer mit einzuspannen. Es musste jemand von denen geben, der mir in den Rücken fiel, anders waren die Anschläge auf die Lagerhallen nicht zu erklären.
„Nate!"
Ich war bereits an der Treppe angekommen, als ich innehielt und mich zu Sky herumdrehte, die unentschlossen und aufgelöst zugleich am Geländer stand. Ich wartete, dass sie etwas sagte und erkannte, wie sie haderte. Ihr brannte etwas auf der Seele und meine Neugier stieg ins Unermessliche, während ich sie einfach nur ansah.
„Bitte sei vorsichtig", sagte sie letztlich. Das war definitiv nicht das, was ich erwartet hatte. Vor allem verriet ihr Körper, dass es auch nicht das war, was sie ursprünglich sagen wollte.
„Bin ich immer", erwiderte ich, abwartend, ob sie noch etwas anderes sagen würde. Als sie jedoch stumm nickte, musste ich mich damit abfinden, dass sie mir nichts weiter zu sagen hatte. „Du kannst mich jederzeit anrufen, falls etwas ist."
Damit verabschiedete ich mich und ging die Treppe nach unten. Max wartete bereits am Fahrstuhl auf mich. Auch wenn man es ihm nicht ansah, wusste ich, dass er bis zu den Zähnen bewaffnet war. Aber genau das mochte ich an diesem unscheinbaren Mann. Er hatte in Pokerface wie kein anderer.
***
Wir kamen am Stadtrand von Boston an der Lagerhalle an, in der Waffen sowie Drogen gelagert wurden. Bereits aus der Ferne erkannte ich den dichten schwarzen Qualm. Die Halle war vollständig zerstört und zerfiel bereits in alle Einzelteile. In mir brodelte es lichterloh, so wie die Lagerhalle vermutlich noch vor einigen Stunden.