~Fiftytwo~

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Die erste Vorlesung hatte ich verpasst, aber damit hatte ich mich schon in Yonathans Auto abgefunden

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Die erste Vorlesung hatte ich verpasst, aber damit hatte ich mich schon in Yonathans Auto abgefunden. Da die Prüfungsvorbereitungen im vollem Gang waren, fielen viele der Vorlesung komplett aus, weshalb ich beschloss im zweiten Block meine Hausarbeit in der Bibliothek auszuarbeiten. Sie würde sechzig Prozent meiner Gesamtnote beinhalten. Daher musste sie perfekt sein!

Mit meinem Laptop setzte ich mich an einen der hintersten Tische und fing an alle möglichen Bücher über Rechtswissenschaften zusammenzusuchen. Nach nur fünfzehn Minuten herrschte absolutes Chaos auf meinem Tisch. Bücher lagen aufgeschlagen kreuz und quer. Notizzettel klebten auf hunderten Seiten. Paragrafen über Paragrafen sprengten meine Gedanken.

Es war das erste Mal seit drei Wochen, dass ich mich so intensiv mit meinem Studium befasste, dass ich sogar völlig vergaß, dass ich anders als andere Studenten war. Jeder in meinem Kopf schien die Flucht zu ergreifen, sobald ich mich mit Jura beschäftige. Sollte mir recht sein.

Nach einer weiteren Stunde hatte ich ungefähr die Hälfte der Arbeit fertig. Der Abgabetermin war erst in einer Wochen, aber ich wollte sie nicht auf den letzten Drücker beenden und dann keine Zeit mehr für Korrekturen haben.

„Wo zur Hölle hast du gesteckt?", flüsterte eine wütende Stimme, weshalb ich meinen Kopf von meinem Laptop hob. Cynthia saß vor mir und sah überhaupt nicht zufrieden aus. „Und wieso siehst du aus, als wärst du durch den Fleischwolf gezogen?"

„Der Fleischwolf heißt Yonathan", erklärte ich nur. Sie starrte mich mit offenem Mund an.

„Du hast die erste Vorlesung verpasst für ...", begann sie und neigte ihren Kopf über all die Bücher zu meinem Gesicht.

„Wir hatten ein wenig was zu klären", meinte ich ausweichend und begann mit glühenden Wangen die ersten Bücher wegzuräumen.

„Mit seinem Schwanz in dir?"

Fassungslos blickte ich mich in der Bibliothek um, als ihre Worte mir regelrecht entgegen flogen. Einige andere Kommilitonen sahen zu uns rüber, steckten ihre Köpfe zusammen und tuschelten.

„Cynthia!", flüsterte ich erzürnt. Es war nicht so, dass es ein Geheimnis war, mit wem ich zusammen war. Vor allem, weil Nate mich häufig zur Uni fuhr und auch abholte. Dennoch war es mir unangenehm, wenn mich andere Studenten ansahen und daraufhin miteinander plauderten.

„Sorry", wisperte sie zurück. „Ihr klärt eure Sachen auf echt schräge Art."

„Wir klären es ja nicht währenddessen", rollte ich mit den Augen und wollte ihr absolut nicht mehr dazu erzählen müssen. „Sag mir lieber, was mit dir und Aljoscha war! Er hat sich heute Morgen nichts anmerken lassen."

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