~Ich bin deine Dunkelheit~Band 3
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Die Wahrheit über Sky's Vergangenheit kommt nach und nach ans Licht. Endlich erfährt sie, wer ihre Mutter wirklich war. Diese Erkenntnis hat jedoch Folgen, denn nun wird der jungen Frau bewusst, we...
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Zwei Tage waren vergangen. Meine Schulter wurde auf Yonathans Anweisungen hin am Tag danach untersucht. Beim Ausrenken und anschließendem Einrenken wurden zum Glück keine Sehnen oder Bänder verletzt, ebenso waren auch die Muskeln und Knochen unversehrt geblieben. Ich sollte meine Schulter nur einige Tage schonen. Die Schwellung war auch schon zurückgegangen, nur das Hämatom erinnerte noch an die Verletzung.
Somit konnte ich mit einem Tag Verspätung meinen Neuanfang an der neuen Universität starten. Ich sah es locker, denn ich wechselte schließlich auch mitten im Semester. Was war da schon ein Tag mehr oder weniger?
Jedoch konnte ich nicht abstreiten, dass mich die Situation ziemlich nervös machte. An meiner vorherigen Uni hatte es immerhin kein allzu gutes Ende genommen, weshalb ich gezwungen war zu wechseln. Trotz meinen Vorbereitungen fühlte ich mich nicht gewappnet und das merkte auch Yonathan, als wir uns am Morgen in der offenen Wohnküche begegneten.
„Die Uni bietet auch Onlineseminare an", sagte er in seinem perfekt sitzenden Anzug, während er sich einen Kaffee zubereitete.
„Ich pack das schon", erwiderte ich und öffnete den Kühlschrank, um Milch für mein Müsli herauszuholen. „Außerdem wäre es nur aufgeschoben. Früher oder später muss ich zurück unter anderen Menschen. Mir geht's gut, wirklich."
Skeptisch sah Nate von mir zur Schüssel, während sein Schmunzeln immer breiter wurde. Verwirrt blickte ich ebenso auf mein Frühstück und stellte fest, dass ich statt Milch Orangensaft auf mein Müsli gekippt hatte.
„Zusätzliche Vitamine", zuckte ich mit den Schultern und schob mir einen vollen Löffel in den Mund. Mit verzogenem Gesicht, weil die Kombination wirklich widerlich war, sah ich zu ihm auf und brachte ihn damit zum Lachen.
„Ja, du hast alles unter Kontrolle", zwinkerte er mir zu. Er trank den letzten Schluck von seinem Kaffee und entfernte sich daraufhin von mir. „Aber falls irgendwas ist, melde dich."
„Es wird nichts sein. Und wenn, habe ich Ty." Mit einem Nicken, das seine Enttäuschung nicht verstecken konnte, verließ er das Penthouse. Ich hatte noch ein wenig Zeit, bis mein Babysitter mich abholte und zur Uni begleitete. Das ungenießbare Müsli landete im Müllzerkleinerer und stattdessen trank ich nur meinen Cappuccino.
Danach holte ich meine Tasche, in der sich meine Unterlagen, einige Stifte und mein MacBook befanden. Ich wollte das Penthouse verlassen, in dem ich mich ununterbrochen beobachtet fühlte. Von Mikhail hatte ich zwar seit zwei Tage nichts gehört, aber ich wusste, dass er jederzeit zusah, was Nate und ich taten. Unsere Gespräche belauschte und in unseren Gesichtern genau forschte, ob wir ihm etwas verheimlichten. Es fiel mir unheimlich schwer den Schein zu wahren, umso froher war ich, dieser Beobachtung endlich zu entkommen.
Ich gab den Code, der auch fürs Betreten der Wohnung verwendet wurde, ein und stand vor verschlossener Tür. Ein rotes Licht blinkte an der Alarmanlage und versperrte mir den Weg. Verwundert gab ich die acht Ziffern erneut ein, aber nichts passierte.