Die Türen öffneten sich langsam und gaben im Gegensatz zu meiner Erwartung keinen Laut von sich. Es war ein dunkler Raum. Ein Thron aus Schädeln stand in der Mitte des Raumes, und darauf saß ein hochgewachsener Mann mit weißer Haut und Glatze. Das Verstörendste aber war, dass ihm seine Nase fehlte. Auf seinem Schoß lag eine mindestens drei Meter lange getigerte Schlange.
"Oh, mein Sohn hat endlich sein Mal erhalten!" Seine Stimme war heiser und bedrohlich, sie ließ mir einen Schauer über den Rücken laufen. Matheo ergriff meine Hand. Er schien meine Angst zu spüren. "Vater, du wolltest mit Lyra sprechen?!" Seine Stimme war kälter, als ich sie je erlebt hatte. "Ja, Matheo, ich wollte mit der kleinen Dumbledore reden. Also, du bist die Freundin meines Sohnes?" Ich nickte und schaute zu Boden. Seine Augen hatten den durchdringenden Ton von Rot, der mich ziemlich verängstigte. "Dein Vater ist Dumbledore, deshalb müsste ich dich eigentlich töten."
Ich erzitterte, als er plötzlich neben mir stand und mir ins Ohr hauchte: "Aber ich spüre, dass du einen Hass auf ihn hegst. Also, warum schließt du dich mir nicht an? Du könntest glücklich sein mit meinem Sohn. Ich würde euch nicht im Weg stehen, wenn du dich mir anschließt!"
"Nein, Lyra, nein, hör nicht auf i—"
"SCHWEIG!" rief der dunkle Lord, und Matheo verstummte augenblicklich. "Na, was sagst du, junge Dumbledore?" Ich überlegte. Die Beziehung zwischen mir und Matheo würde einfacher für uns beide sein, und von seinem Vater kamen wir nicht so schnell los. Ich fing an, meinen Ärmel hochzukrempeln, aber Matheo ergriff meine Hand und stoppte mich. "Nein, Lyra, das gilt für immer. Tu das nicht i—"
"CRUCIO!!" rief der dunkle Lord, und Matheo brach wimmernd zusammen. Zuerst versuchte er, die Schreie zurückzuhalten, aber dann fing er an, schmerzerfüllt zu schreien: "Aufhören, bitte aufhören!" Tränen liefen mir über das Gesicht, und der dunkle Lord sah mich streng an. "Arm!" Ich hielt ihm meinen linken Arm mit der Unterseite nach oben hin, und er sah mit Genugtuung auf Matheo herab. Er unterbrach den Fluch und wandte sich mir zu: "Wie schön, ein neues Mitglied in meiner Armee begrüßen zu dürfen!"
Er hielt seinen Zauberstab auf meine Haut, murmelte die selben Worte, die Snape schon geflüstert hatte, als er meinen Freunden das Mal auferlegt hatte, und ein Schmerz, als würden tausend Nadeln in meine Haut fahren, ließ mich zitternd zusammenbrechen. Der Schmerz verging nach einer Weile, und der dunkle Lord war nicht mehr da, als ich mich endlich aufrichten konnte. Sofort stürzte ich zu Matheo, der ein paar Meter weiter immer noch zuckend auf dem Boden lag. "Matheo, bei Merlins Bart!" Ich hob ihn an und lehnte ihn gegen mich. Ich begann, ihm über das Haar zu streichen. "Shhhhh, es wird alles gut!" Ich versuchte, ihm noch mehr beruhigende Worte ins Ohr zu flüstern, aber er stöhnte: "Du... h...ättest... das... s.s... niiii...cht... tun... sollen!"
"Er hätte dich weiter gefoltert, ich konnte es einfach nicht aushalten!" Er stützte sich auf meiner Schulter und stand wankend auf. "Matheo, setz dich wieder!"
"Nein, mir... geht's gut..." Er schwankte kurz zur Seite, und ich fing ihn gerade noch auf. "Nein, dir geht es ganz und gar nicht gut. Wo ist dein Zimmer?" Er deutete auf die Tür, und wir traten heraus. So führte er mich durchs halbe Anwesen, bis wir durch eine schwarze Tür in ein gemütliches Zimmer traten. An der Wand stand ein großes Himmelbett, daneben ein Sessel und ein Bücherregal. An seinem Schrank hing eine Slytherin-Flagge, und in einer anderen Ecke stand ein Schreibtisch. Ich hievte ihn in sein Bett und ließ mich erschöpft neben ihn fallen. "Schlaf jetzt, Matheo!" sagte ich in einem strengen Ton zu ihm, und er brummte nur als Antwort.
------------ Nächster Morgen ------------
Wir wurden von einem Hauselfen geweckt, der uns nur griesgrämig anstarrte. Als wir in den großen Speisesaal traten, saßen da der dunkle Lord, Bellatrix Lestrange, Narzissa Malfoy, Lucius Malfoy und Draco. Er winkte uns zu. Als wir uns setzten, fing der dunkle Lord schon an zu sprechen: "Heute Abend wird hier ein Ball stattfinden, um unsere neuen Mitglieder willkommen zu heißen." Er schaute uns erwartungsvoll an. "Ich erwarte, dass ihr erscheint, auch du, Matheo!"
Ich sah Matheo fragend an. "Normalerweise werde ich kurz vorher krank, um dem Versuch meiner Mutter, mich zu verkuppeln, zu entgehen!" erklärte er mir leise, und ich musste grinsen. "Dieses Mal hast du ja eine Begleitung!" sagte ich, und er grinste zurück.
Etwas später machten wir uns fertig, und mein Kleid war auch dieses Mal ein Traum. Mein Make-up war in Schwarz und Grün gehalten. Es war eher schlicht, aber trotzdem unendlich hübsch. Ich lockte meine Haare etwas, und am Ende war ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Matheo trug einfach einen Anzug und hatte zu meinem Entsetzen seine Krawatte falsch gebunden. "Matheo Thomas Riddle, herkommen, sofort!" Ich deutete vor mich, und sofort stand er vor mir. Ich öffnete den sehr komisch gebundenen Krawattenknoten und band sie neu. Als ich fertig war, hob er mich hoch und wirbelte mich einmal im Kreis. Ich quiekte auf, als er mich runterließ. Als er mich küsste, erwiderte ich es leidenschaftlich.
"Wenn Mr. und Ms. nicht bald aufhören, einander zu essen, werden sie zu spät zum Ball kommen!" sagte plötzlich der grimmige Hauself neben uns, und Matheo musste lachen, während ich tomatenrot anlief. "Sei leise, Riddle!" sagte ich, als wir uns auf den Weg machten und er immer noch am Kichern war. Vor der Tür blieben wir stehen, und er sah mich ernst an. "Da drin sind jede Menge alter Scherze, die denken, die einzige Aufgabe von Frauen ist, dass sie heiraten und Kinder bekommen. Sicher, dass du bereit bist?"
Ich nickte, und er nickte auch. "Okay, dann wollen wir mal!"

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Out of Control
FanfictionFertig// Lyra Dumbeldore hat eine besondere Fähigkeit die ihr nur Probleme bereitet denn immer wenn sei traurig oder sauer ist wid ihre welt schwarz weiß und dann ist sie kurz davor gefähliche magie strahlen abzusondern. ihr Vater hasst sie aufgrund...