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Linus

Ich sollte viel glücklicher über die Eins sein. Und auch darüber, dass ich gerade den besten Blowjob meines Lebens als Belohnung von Marlon bekommen habe.
Doch stattdessen saß ich am Bettrand und schaute auf den Boden.
"Was ist los?", fragte Marlon und legte einen Arm um meine Hüfte.
Ich antwortete ihm nicht, weil ich nicht wusste wie ich es ihm das erklären sollte, deswegen zuckte ich nur mit den Schultern.
"Bist du nicht glücklich mit deiner Eins? Oder meinem Blowjob?"
"Nein, es ist was ganz anderes..."
"Dann erzähl es mir."
Marlon rutschte näher an mich ran und legte sein Kinn auf meiner Schulter ab.
"Du hast mich doch letztens gefragt ob du mit Joggen gehen kannst."
"Ja?"
"Willst du das immer noch?"
"Total gerne."
Ich seufzte und zupfte an der Haut von meinem Daumen.
Marlon sah dies und legte seine Hand über meine um mich zum Aufhören zu Zwingen.
"Willst du das nicht?", fragte Marlon.
"Ich fühle mich damit nicht wohl."
"Warum?"
"Es ist seit Jahren die Strecke von meinem Dad und mir und ich..."
Ich seufzte und schluckte meine Tränen runter.
"Und du denkst, dass du ihn damit vergisst?", fragte Marlon.
Ich nickte und nun konnte ich die Tränen nicht mehr zurückhalten. "Ich habe wirklich Angst ihn zu vergessen. Wenn du mitkommst, fühlt es sich an als würde ich ihn ersetzen."
"Vielleicht ist es ganz gut, wenn du ihn ersetzt."
"Wie meinst du das?"
"Ich glaube es tut dir gut jemanden zu haben der mit dir joggt, wie dein Vater früher. Du kannst es mir ja mal zeigen und wenn du dich dann nicht wohl dabei fühlst, machen wir es nicht wieder."
Ich überlegte. Vielleicht hatte er Recht? Vielleicht war es wirklich besser, wenn ich wieder jemanden an meiner Seite habe? Jemand der zwar nicht Dad ist, aber der mir auch was bedeutet?
"Und glaub mir, du wirst ihn nicht vergessen.", flüsterte Marlon mir zu. "Er ist immer noch bei dir."
Bei diesem Satz legte er seine Hand auf meine Brust. Ein wohliges Gefühl machte sich in mir breit.
"Okay, dann lass und das zusammen machen. Bald."
"Wann immer du bereit dazu bist."

(...)

Die Schulwoche war so entspannt, dass ich mit der besten Laune ins Wochenende startete. Ich kam mit dem Stoff super hinterher und unser Lehrer hatte mir in einer ruhigen Minute gesagt, dass meine Noten besser werden und ich so weiter machen sollte. Deswegen saß ich am Freitagabend auch über meine Schulbücher und schaute mir den Stoff nochmal an. Hier und da gab es einige Stellen die ich nicht ganz verstand. Ich markierte diese und wollte Marlon später danach fragen. Mom und Steve waren mit Freunden in einem Theaterstück und werden es spät wieder nach Hause kommen. Marlon hatte noch Training und wo Luise war, war mir egal. 
Nach einer Stunde hatte ich aber keine Lust mehr zu lernen. Ich öffnete die Schublade meines Schreibtisches und holte die Tüte Gras raus.
Während ich mir den Joint drehte, ging ich auf den Balkon. Draußen wurde immer kälter. Der Winter zog langsam ein. Da es draußen tatsächlich zu kalt war, ließ ich die Balkontür einfach aus, ging wieder in mein Zimmer, zündete ich mir den Joint an und legte mich ins Bett.
Ich starrte an die Decke und dachte an das Joggen mit Marlon. Es fühlte sich nicht richtig an, aber ich wollte es auch ausprobieren. Genauso wie ich irgendwann das Grab von Dad nochmal aufsuchen will. Ich will endlich damit abschließen können, aber das fiel mir schwerer als gedacht.
Ein Kloß bildete sich in meinem Hals. Scheiße, nicht jetzt.
Ich brauchte diese Panikattacke nicht, wenn ich alleine zuhause war. Ich atmete tief durch und nahm dann einen Zug vom Joint. Ich versuchte mich irgendwie zu beruhigen, aber das klappte nicht wirklich.
Gott sei Dank wirkte das Gras aber schnell, sodass ich mich auf diese Weise beruhigte und meine Gedanken immer leiser wurden. Ich schloss die Augen und lauschte einfach der Musik, während mein Kopf voller Leere herrschte.
Erst als ein kalter Schauer durch mein Zimmer zog öffnete ich die Augen. Ein Lichtstrahl welcher von meiner Zimmertür aus kam erhellte den Raum. 
"Kiffst du hier drin?", fragte Marlon und schloss die Tür wieder.
"Ja.", flüsterte ich und sah im Augenwinkel wie er sich neben mich setzte.
"Ich möchte nicht mehr, dass du das machst.", sagte er.
"Was?"
"Kiffen."
"Warum?"
"Es tut dir nicht gut."
"Doch, es lässt mich alles vergessen. Dadurch ist mein Kopf still. Und ich bekomme keine Panikattacken."
Marlon strich mir über die Wange, während ich weiter an die Decke starrte.
"Machst du das deswegen?"
"Ja."
"Das ist die falsche Vorgehensweise."
Nun schaute ich auch zu ihm. "Ich weiß."
"Dann hör auf damit."
"Und dann bekomme ich Panikattacken, dann sind meine Gedanken wieder so laut. Dann kann ich nicht abschalten."
"Dafür bin ich da. Ich kann dir all das geben."
Ich schaute an ihm vorbei und visierte einen Punkt an der Wand an.
"Bist du meine Droge?"
"Ja."
"Cool."
"Mach den Joint aus."
"Und wenn nicht?"
"Provozier es nicht."
"Doch."
Ich grinste ihn an und wartete ab. Er nahm mir den Joint einfach nur ab und schaute mich grinsend an.
"Machst du ihn an mir aus?", fragte ich.
"Warum sollte ich das tun?"
"Um mich zu bestrafen."
Er lachte nur. "Du stehst auf Schmerzen, was?"
"Ich stehe vorallem auf dich. Warst du schon mal bekifft?"
"Nein."
"Dann zieh dran."
"Nein."
"Aber bekifft zu ficken ist noch geiler."
"Aha."
Ich beobachtete den Joint in seiner Hand, welcher immer näher zu meinem Arm kam. Ein Kribbeln durchfuhr mein Körper schon bevor dieser meinen Arm berührte. Doch kurz vorher stoppte Marlon in seinen Bewegungen und lachte.
"Du bist so heiß, Baby.", flüsterte er mir zu, gab mir einen kurzen Kuss und stand auf um auf den Balkon zu gehen. Dort drückte er den Joint aus und schmiss diesen in den Aschenbecher.
"Bestrafst du mich jetzt?"
"Was hast du denn falsch gemacht?"
"Gekifft?"
"Aber ich habs dir ja erst verboten nachdem du den Joint geraucht hast. Das wäre nicht fair."
Ich setzte mich aufrichtig hin. "Ich hab Luises Füller kaputt gemacht."
Sein Grinsen entwich sofort aus seinem Gesicht. "Du warst das?"
"Ja."
"Und du hast mich angelogen, als ich dich gefragt habe ob du das warst?"
"Ja."
Marlon baute sich vor mir auf und packte meinen Haarschopf. "Weißt du, dass der teuer war?"
"Ja. War mir egal."
Er ließ meinen Kopf wieder los und löste den Gürtel aus seiner Hose. Warum hatte er überhaupt eine normale Hose an, wenn er vom Training kam?
Bevor ich wusste wie mir geschieht lag der Gürtel um meinen Hals.
"Geh auf die Knie."
Eine Gänsehaut durchfuhr meinen ganzen Körper. Lust baute sich in mir auf, während ich vor ihm auf die Knie ging.
In er einen Hand hatte er den Gürtel, mit der anderen öffnete er seine Hose.
"Mund auf."
Ich tat was er sagte und im nächsten Moment fing er an meinen Mund zu vögeln. Ein Keuchen entfuhr mir, während ich versuchte mit seinem Tempo mitzuhalten. Er zog an dem Gürtel, sodass er mir die Luft abschnürte. Doch das machte diesen ganzen Moment noch intensiver. Sein Tempo wurde immer schneller und ich musste mir größte Mühe geben nicht zu würgen. Bevor ich durch den Sauerstoffmangel in Ohnmacht fiel, lockerte er den Gürtel etwas und entzog sich aus meinem Mund.
"Steh auf."
Ich tat was er sagte. Marlon machte sich an meiner Hose zu schaffen und zog sie mir aus. Dann lief er um mich herum, den Gürtel immer noch in der Hand. Ich zitterte am ganzen Körper, während ich seinen Atem in meinem Nacken spürte. Seine freie Hand strich langsam über die Innenseite meiner Oberschenkel, weiter zu meinem Hintern. Und dann drang er direkt mit zwei Fingern in mich ein. Erschrocken keuchte ich, während er diese langsam bewegte und immer schneller wurde. Ich spürte sein erregtes Glied an meinem Rücken. Plötzlich schubste er mich zum Bett, sodass ich meine Hände darauf abstützen konnte. Er drang in mich ein, zog an dem Gürtel und schnürte mir die Luft ab. Ich stöhnte, während ich seinen pulsierenden Schwanz in mir spürte. Es dauerte nicht lange bis er sich in mir ergoss und den Gürtel von meinem Hals entfernte.
"Mal schauen ob man den Gürtel morgen noch an deinem Hals sieht.", flüsterte er mir ins Ohr, bevor er mir einen sanften Kuss auf den Hals gab.

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