D A H A B
,,Nein! Ich mach mich jetzt nicht fertig! Nur weil du jetzt wieder vor diesem Gespräch abhauen möchtest! Wir reden jetzt über alles!"
,,Nein! Es wird jetzt über nichts geredet!"
Er denkt er hat das Sagen! Da irrt er sich aber gewaltig! Denn jetzt reicht es mir endgültig!
,,Nein! Entweder wir klären jetzt alles oder du wirst mich nie wieder sehen und dein Kind auch nicht! Du hast die Wahl Entweder jetzt oder nie und glaub mir, wenn du die zweite Wahl triffst, wird es dein Untergang sein!"
Er schaut mich wütend an und dreht sich wieder zu mir.
,,Na schön, du willst die Wahrheit wissen? Okay! Mein Leben war nie perfekt! Ich musste immer den perfekten Spielen. Egal wie ich mich verhalten habe war es falsch. Ich konnte von diesem ganzen scheiß Druck nur abhauen, wenn ich zu anderen Frauen abgehauen bin. Das war die Zeit, wo meine Eltern mir nicht die ganze Zeit sagen konnten, was ich falsch gemacht habe. Aber natürlich hat ihnen das auch nicht gefallen. Denkst du es war schön zu hören, wie dumm sein eigener Sohn ist? Zu nichts zu gebrauchen? Seitdem bin ich kalt geworden. Bis ich Rafael kennengelernt habe. Wir waren zusammen immer die besten Freunde. Wir haben immer zusammen scheiße gebaut. Das Problem war nur, ich war zu egoistisch. Wir haben alles zusammen gemacht. Ob scheiße bauen oder den gleichen Job oder egal was, wir haben alles zusammen gemacht, bis wir uns beide als Model beworben haben. Es war von Anfang an seine Idee gewesen. Er schwärmte davon eines Tages auf Leinwände zu sein und das stolze Gesicht seiner Mutter zu Segen. Jedoch kam ich dazwischen und habe ihn alles kaputt gemacht. Sie haben mir den Job gegeben und ihn nicht. Er musste mehrere Jobs machen um an Geld ran zukommen, doch er hat sich nie beschwert bei mir. Während ich umgeben war von Rum und Reichtum, war er nur umgeben von Stress. Aber ich war auch eifersüchtig auf ihn, denn seine Mutter hat ihn und seinem Bruder immer wieder Liebe gezeigt und gegeben. Egal was passiert ist oder er was falsch gemacht hat, sie hat ihn angelächelt und gesagt ,es ist okay mein Sohn, ich bin trotzdem stolz auf dich', so etwas von seiner Seite zuhören und selber nicht zu bekommen tut weh. Und als wir dann heiraten sollten, war ich zwar jetzt nicht so begeistert davon, aber mir blieb nichts anderes übrig. Wir kannten uns nicht und ich dachte ich würde so weiter leben wie ich davor gelebt habe, aber wie es sich so ergeben hat eher nicht. Als ich Rafael davon erzählte, hat er mir abgeraten was mit anderen Frauen zu haben, deshalb habe ich es auch vor ihm verheimlicht. Bis er es dann selber herausgefunden hat und mich zur Rede gestellt hat. Ich habe nichts abgestritten, aber es hatte mich genervt das er dich in Schutz genommen hat. Er erzählte mir irgendwas von wahre Liebe und das ich es bereuen würde. Doch ich glaubte keinen einzigen Wort aus seinem Mund. Bis er auf die Idee kam mich zu entführen. Den Rest kennst du ja. Am Tag von seiner Beerdigung lag ein Brief auf meinem Schreibtisch von ihm, in dem er mir alles erklärte, seine Familiäre Lage und seine Träume, auch das ich sie ihn kaputt gemacht habe, aber er hat es mir nicht übel genommen. Er wusste wie ich lebe und hat trotz meiner ganzen Fehler hinter mir gestanden. Während ich egoistisch war und ihn geschadet habe, war er für mich da und hat mich jedes Mal hochgezogen. Doch jetzt ist er Tod und ich habe niemanden mehr. Niemand der für mich da ist! Niemand der mich versteht! Niemand der mir hilft! Einfach niemanden!"
Sie waren wie Brüder, doch beide Leben unterschiedlich und doch so gleich. Beide spüren Leid und wollen das Leben des anderen oder auch nur ein Teil davon.
,,Du hast doch mich und unser Baby. Ich weiß das dir Rafael viel bedeutet hat und er jetzt weg ist, aber er ist nicht ohne ein Grund von uns gegangen und das weißt du auch genau. Du bist niemals allein. Du kannst mit mir über alles reden. Zwar ist Rafael nicht mehr am Leben, doch er ist oben und schaut zu dir herunter und passt auf dich auf, dass du kein mist baust."
,,Wie soll ich denn Mist bauen, wenn mein bester Freund und Bruder fehlt?"
,,Er fehlt nicht, er ist immer in deinem Herzen, das darfst du nicht vergessen."
Ohne überhaupt nachzudenken umarmen wir uns. Während ich ihn beruhigend über den Rücken streiche, spüre ich wie er auf meiner Schulter weint. Das ist das zweite Mal, das ich ihn weinen sehe. Er weint nicht oft, aber er weint wenn es wirklich um ein ernstes Thema geht. Selbst ich Weine, weil ich jetzt die Wahrheit kenne und ich nicht die Chance hatte Rafael richtig kennen zu lernen. Möge seine Seele in Frieden ruhen.
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Mafia Marriage
Teen FictionDahab und Raùl zwei Familien aus zwei verschiedenen Mafias. Das einzige was beide stärkt ist eine Verbindung zueinander, eine Ehe. Doch diese Ehe wird viele Höhen und Tiefen haben. Doch werden beide am Ende zusammen bleiben?
