Kapital 34

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                R  A  Ù  L

Bei uns angekommen öffne ich die Tür und zusammen mit Abdul gehen wir in die Küche.

,,Raùl, komm das Essen ist- was machst du hier? Wer hat dich rein gelassen? Wieso bist du hier?!"

,,Dahab, bitte lass es mich dir erklären. Ich weiß für dich ist es alles zu viel und du hast recht und das du überfordert bist verstehe ich auch, aber lass es mich dir erklären. Du bist meine Schwester mein ein und alles, ich kann nicht mit dem Gedanken leben, dass du mich hasst und aus deinem Leben verbannen möchtest."

Sie schaut ihn wütend an und schmeißt die Löffel und Gabeln auf den Tisch.

,,Ich soll dir zuhören? Wann habt ihr mir jemals zu gehört? Wann habt ihr nach meiner scheiß Meinung gefragt?! Wann? Und jetzt soll ich auf eure hören? Auf die Menschen die sich nicht für mich interessieren?! Wieso macht ihr das alles mit mir?! Wieso? Was habe ich euch denn nur getan?"

Abdul läuft langsam auf sie zu, während er sie in den Arm nimmt und beide gleichzeitig anfangen zu weinen.

Irgendwie ist es traurig das mit anzusehen und irgendwie auch nicht. Ich hoffe sie bekommen es endlich aus der Welt geschaffen.

,,Bitte, hör mich nur zu und dann entscheide selber."

Mit einem Nicken und laufenden Tränen setzen wir uns alle an den Tisch.

,,Also bevor du überhaupt heiraten solltest, habe ich Leyla kennengelernt. Wir wollten zusammen eine Zukunft aufbauen und dir wollte ich es auch sagen, aber erst einmal wollte ich mit unseren Eltern reden. Als du heiraten solltest, habe ich mich dagegen gestellt gehabt. Ich wollte nicht das du heiratest und auch nicht Raùl. Doch unsere Eltern haben mir gedroht, dass wenn ich das nicht zu lasse, ich Leyla nicht heiraten darf und sie Leyla einen anderen geben werden. Ich wollte weder dich noch sie verlieren. Ich habe aber auch gesagt das ich dich nicht einfach so hergeben werde. Er müsste mir versprechen und schwören, dass er dir nichts antut und dich wie eine Königin behandelt. Ich habe auch gesagt, dass wenn es nicht so sein sollte, ich ihn umbringen werde. Als es zwischen euch nach einer Zeit geklappt hat, wollten wir es öffentlich machen, aber dann wurde Raùl entführt und wir haben die Wahrheit erfahren. Und als ich gehört habe das du schwanger bist und du sauer warst und ausgerastet bist, sind bei mir alle Sicherungen gesprungen und ich habe falsch gehandelt wofür ich mich zu tiefst schäme. Ich habe der wichtigsten Person in meinem Leben verletzt und das kann ich mir niemals verzeihen! Nach dem Streit haben Leylas Eltern Stress gemacht, dass es langsam Zeit wird, das wir heiraten sollen. Ich wollte es zu erst mit dir klären, aber sie haben alles durchsetzen können. An dem Tag, wollte ich nur das du an meiner Seite stehst und da bist, aber so war es nicht. Du warst nicht da. Du warst zu Hause und verletzt. Und es tut mir wirklich unendlich leid, es hätte niemals so weit kommen müssen. Das einzige was ich mir wünsche ist das du mir verziehen kannst. Ich kann nicht damit leben, dass du mich hasst."

                D  A  H  A  B

,,Ich kann nicht damit leben, dass du mich hasst."

Er atmet tief ein und schaut kurz an die Decke.

,,Wenn du willst werde ich Leyla auch nicht heiraten! Ich werde mich von ihr trennen und alles vergessen was passiert ist. Hauptsache du verzeihst mir."

Geschockt schaue ich Abdul an. Er würde sich von Leyla trennen, nur damit ich ihm verzeihe. An der ganzen Sache hat nicht Raùl schuld sondern unsere Eltern! Wie können sie es nur ihren eigenen Kindern antun?! Wir sind doch eine Familie!

Wütend steht Raùl auf und verlässt die Wohnung. Wo geht er denn jetzt hin? Was hat er vor?

,,Bitte Dahab, verzeih mir. Ich kann so nicht weiter leben. Wenn du mir nicht verzeihst, wie soll ich dann heiraten? Wie soll ich eine Familie gründen, wenn meine eigene Schwester mich hasst? Ich kann nichts machen und ich will auch nichts machen ohne das ich in Gedanken weiß, dass du mich nichts hasst."

,,Abdul ich hasse dich nicht. ....Ich bin einfach nur enttäuscht und verletzt. Von allen ausgeschlossen zu werden und machen zu müssen was andere sagen. Ich bin erwachsen genug um auch etwas beitragen zu können! Und wen-"

Wütend öffnet Raùl die Tür und hinter ihn stehen meine Eltern.

,,Was macht ihr denn hier?!"

,,Ich habe sie geholt! Es reicht mir langsam mit diesen ganzen Streitereien!"

So Wütend wie Raùl jetzt ist, habe ich ihn lange nicht mehr gesehen.

,,So ich beende ein für alle mal diese Streitereien! Wenn sie es nicht auf die Reihe bekommen ihre Kinder richtig zu erziehen, muss ich sie erziehen! Ihre Kinder dürfen heiraten wen sie wollen und alle sollten das gleiche Recht haben um etwas mitbestimmen zu können! Ihr seid verdammt noch mal eine Familie! Ihr müsst zusammen halten egal was ist! Anstatt gegeneinander zu kämpfen müsst ihr zusammen kämpfen! Also von heute an, möchte ich, dass ihr euch alle verträgt!"

Mama kommt auf uns zu und nimmt uns in ihre Arme.

,,Es tut mir leid, für alles was passiert ist. Es hätte nicht so laufen müssen, wie es passiert ist. Könnt ihr mir verzeihen?"

Abdul und ich schauen uns an und nicken uns gleichzeitig zu, was Mama als Ja versteht.

,,Dahab kannst du mir auch verzeihen?"

Erwartungsvoll schaut er mich an. Auch er erhält von mir ein Nicken, was ein glitzern in seinen Augen bringt.

,,Danke Dahab"

,,Also kommt, meine Frau hat gekocht, lasst uns alle zusammen essen."

Zusammen setzten wir uns an den Tisch und essen zusammen, wie eine normale glückliche Familie. Etwas was ich mir schon lange gewünscht habe.

Mafia Marriage  Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt