Nach knapp zwei Stunden auf dem Spielplatz komme Jonas und ich gerade wieder nach Hause. „ Das war toll. Morgen wieder Fahrrad fahren!", sagt Jonas als ich ihm gerade die Jacke ausziehe. Begeistert hüpft er durch den Flur. Ich schaue ihm hinterher und ein kleines Lächeln schleicht sich auf mein Gesicht. Mark ist wie zu erwarten noch nicht wieder aus dem Studio zurück.
Im Wohnzimmer angekommen, wo Jonas bereits wieder mit seinen Kuscheltieren spielt, lege ich mich direkt auf die Couch und kuschele mich in die Decke ein. „ Guck Mama, Hasi ist auch müde", sagt Jonas und legt seinen Kuscheltierhasen zu mir unter die Decke. Ich streichle kurz das kleine Kuscheltier und flüstere: „ Hasi kann bei mir schlafen. Ich bin auch müde." Ich lächle Jonas müde an. Er dreht sich um und sagt: „ Ich weiß." Dann hopst er summend in Richtung seines Zimmers. Ich kann zum Glück meinen Gedanken nicht mehr allzu lange nachhängen, weil ich sehr müde bin und sofort einschlafe.
„ Schatz? Hey", flüstert Mark und streichelt über meine Wange. Ich strecke mich kurz und setze mich dann langsam auf. Ich schaue mich um und murmele: „ Es ist ja schon dunkel draußen. Wie viel Uhr ist es denn? Was macht Jonas?". Mark grinst und antwortet: „ Dein Sohn versucht gerade ein Avocado Brot für dich zu machen. Es ist gleich 19 Uhr. Ich hab ihm auch schon ein Brot gemacht. Wenn die Avocado Stücke heute noch den Weg auf dein Brot finden, können wir essen." Er küsst mich kurz und steht dann auf, um zu Jonas in die Küche zu gehen. Für einen kurzen Moment ist seine gute Laune fast ansteckend.
Ich stehe ebenfalls auf und gehe zu den Beiden in die Küche. Auf der ganzen Arbeitsplatze liegen Stücke von der Avocado, außerdem Tomatenscheiben und das Brot. „ Na hier sieht es ja gut aus", versuche ich möglichst neutral zu sagen. Mark legt seinen Arm um mich und sagt: „ Das räume ich später auf, keine Sorge. Jetzt lass uns erstmal essen." Um das Ganze etwas zu beschleunigen belegt Mark mein Brot nun selbst fertig. Jonas setzt sich schonmal an den Tisch. „ Bitteschön, Kleiner", sagt Mark und stellt den Teller vor Jonas ab. Ich trage unsere Teller zum Tisch und setze mich dann hin. „ Guten Appetit ihr beiden", murmele ich und fange an zu essen. Mark und Jonas hauen richtig rein. Nach dem Essen fängt Jonas an zu gähnen. „ Bist du müde, mein Schatz?", frage ich. Jonas nickt und antwortet: „ Noch eine Geschichte lesen und dann schlafen." Mark lacht und fügt hinzu: „ Und Zähne putzen." Jonas nickt und wir stehen alle auf. „ Stell meinen Teller in die Küche, Schatz. Ich esse den Rest nachher", sage ich und gehe dann mit Jonas ins Bad.
Als ich etwa eine Dreiviertelstunde später wieder ins Wohnzimmer komme, sitzt Mark auf dem Sofa. „ Jonas möchte noch einen Gute Nacht Kuss von dir", sage ich küsse Mark kurz. Mark steht auf und geht ins Kinderzimmer. Währenddessen gehe ich in die Küche, um mir etwas zu trinken zu holen. Als ich das Licht anschalte, trifft mich fast der Schlag. Die Küche sieht nach wie vor aus als hätte eine Bombe eingeschlagen. Ich seufze und bleibe kurz an den Kühlschrank gelehnt stehen. „ Schatz? Wo bist du?", fragt Mark aus dem Wohnzimmer. Ich atme kurz durch und rufe: „ In der Küche! Oder soll ich sagen auf der Müllhalde? Im Chaos?". Ich stütze meinen Kopf in die Hände. Mark kommt in die Küche und sagt: „ Schatz, ich mache das doch noch." Ich schaue ihn verständnislos an. „ Und wann? Morgen? Wenn die Essensreste schimmeln? Wenn Jonas morgen früh das Zeug isst?", sage ich ungehalten. Mark seufzt und legt seinen Arm um mich. Ich schiebe seinen Arm weg und gehe ins Wohnzimmer. „ Räum das auf jetzt!", rufe ich ihm noch zu. Dem Klappern des Geschirrs nach zu urteilen fängt er jetzt wenigstens damit an.
Ich lege mich wieder auf die Couch und versuche zu schlafen. Die Aufregung hält mich allerdings davon ab und ich muss mich erstmal beruhigen. Immerhin dauert es nur eine knappe halbe Stunde bis Mark wieder zu mir kommt und sich neben mich setzt. Er macht den Fernseher an und sagt: „ Heute spielt Kaiserslautern." Ich seufze und stehe dann ziemlich ruckartig auf. „ Das ist mir so scheißegal! Räum nächstes Mal gleich auf! Ich kann das nicht! Alles bleibt an mir hängen!", schreie ich und gehe ins Schlafzimmer. Dort werfe ich mich auf unser Bett und schreie ein paar Mal in mein Kissen. Ich bin einfach sehr gereizt gerade und Mark scheint das gar nicht zu verstehen. Solche Situationen wie diese häufen sich in letzter Zeit. Erneut versuche ich mich zu beruhigen. Ich drehe mich auf den Rücken und streichle gedankenverloren meinen Bauch.
„ Schatz...es tut mir leid", flüstert Mark. Ich drehe mich zu ihm und tatsächlich steht er wie ein Häufchen Elend im Türrahmen. „ Bitte achte auf sowas. Du weißt wie...leicht reizbar ich aktuell bin. Ich brauche deine Unterstützung mehr als sonst. Bitte", sage ich leise. Mark kommt langsam ins Zimmer und legt sich zu mir ins Bett. Er legt seine Hand vorsichtig auf meinen Bauch. Ich unterdrücke den ersten Impuls seine Hand wegzuschieben. Ich lege meine Hand auf seine und drücke sie leicht. „ Ich verspreche dir, dass ich mehr darauf achten werde. Ich hatte es nicht vergessen, aber nach dem Studio Tag wollte ich einfach kurz bequem sitzen. Ich wusste nicht, dass dich die Unordnung so stresst", sagt Mark und küsst mich kurz. Ich nicke und schiebe jetzt doch Marks Hand von meinem Bauch. Ich drehe mich auf die Seite und murmele: „ Da gibt's nichts zu fühlen." Mark seufzt und streichelt meinen Rücken. „ Mark, kannst du mich bitte einfach nicht anfassen? Ich will das gerade nicht", sage ich leise. Mark lässt sofort von mir ab und legt sich auf seine Betthälfte. Auch, wenn die Stimmung zwischen uns beiden mehr als komisch ist, versuchen wir beide einfach zu schlafen. Uns ist beiden nicht nach Reden zumute.
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Lena One Shots
Fiksi PenggemarHier könnt ihr euch One Shots wünschen. Die Bedingung ist allerdings, dass Lena darin vorkommt. Alles andere entscheidet ihr.