Nach der ereignisreichen Silvesternacht brauchte David erstmal Ruhe. Am 1. Januar konnte er entspannen, aber schon in der Nacht zum 2. Januar begann es kräftig zu schneien. Am Morgen schaute David aus dem Fenster und sah, dass der Schnee jetzt eine dicke, weiße Decke hinterlassen hatte.
„David, aufstehen! Schau mal, wie viel Schnee draußen liegt!", rief seine Mutter aus der Küche.
David brummte, während er langsam wach wurde. Doch die Aussicht auf Schnee lockte ihn dann doch aus dem Bett. Als er in die Diele kam, sah er, dass seine Mutter wie gewohnt alles vorbereitet hatte.
„Ich hab dir schon die Sachen rausgelegt! Zieh bitte alles an, wir wollen gleich los."
Auf dem Stuhl lagen ordentlich gefaltet:
Ein warmes Thermoshirt und die passende Thermohose.Die gefütterte blaue Matschhose.Die dicke Winterjacke mit Reflektoren.Die Buddelfäustlinge.Seine warmen Schneestiefel.Das Halstuch mit Flammen und die Bommelmütze.
„Mama, echt jetzt? Reicht nicht auch einfach die Jacke?", murrte David, als er die Schichten sah.
„Nein, David. Bei dem Schnee wirst du sonst klitschnass. Außerdem, wer weiß, was passiert. Das ist alles sicherer!"
Mit einem genervten Seufzen zog David alles an. Schon bald standen sie draußen und machten sich mit dem Schlitten auf den Weg zum Park. Der Schnee knirschte unter ihren Füßen, und überall spielten Kinder.
Im Park angekommen, wagte David sich bald den großen Hügel herunter. Anfangs lief alles gut, bis er bei der dritten Abfahrt die Kontrolle verlor und der Schlitten kippte. David rutschte seitlich in eine kleine Schneeverwehung. Es tat nicht weh, aber er spürte, wie der Stoff seiner blauen Matschhose riss.
„Oh nein!", murmelte David und schaute sich die Hose an. Eine lange, breite Schramme zog sich an der Seite entlang, und die Fütterung war sichtbar.
Seine Mutter eilte sofort zu ihm. „Alles okay, David? Hast du dich verletzt?"
„Nein, geht schon", antwortete er.
Sie begutachtete die Hose und seufzte. „Na toll, die Hose ist hinüber. Aber weißt du was? Gut, dass du sie getragen hast. Mit einer Jeans hättest du dir richtig weh tun können."
David nickte, auch wenn er es irgendwie schade fand, dass die Hose kaputt war. Schließlich war sie auch bequem gewesen – so sehr er es nicht zugeben wollte.
Der restliche Tag verlief ruhig, und David konnte trotz der kleinen Panne noch Spaß haben. Doch als sie abends nach Hause kamen, wusste er, dass die Ferien langsam zu Ende gingen. Die letzte Woche verbrachte er entspannt: Er zockte, traf sich mit Freunden und genoss es, dass er bei Aktivitäten in der Stadt keine Matschklamotten tragen musste – wie seine Mutter es ihm für die Schulzeit versprochen hatte.
Am Wochenende bereitete David sich auf den Schulbeginn vor. Sein Rucksack wurde gepackt, die Hefte überprüft, und seine Mutter achtete darauf, dass alles bereit war. Währenddessen dachte David über die Ferien nach. Es war irgendwie seltsam gewesen, ständig eingepackt wie ein Kleinkind herumzulaufen. Aber ein Teil von ihm wusste auch, dass er oft trocken und sicher geblieben war, weil seine Mutter sich um ihn gekümmert hatte.
Montagmorgen kam schneller als erwartet, und David fühlte sich plötzlich unsicher. Die Schule bedeutete wieder Alltag, aber auch weniger Schutz und Regeln von Zuhause. Er zog seine normale Kleidung an – Jeans, Pullover, Winterjacke – und atmete tief durch, bevor er losging.
„Viel Spaß in der Schule, David! Und denk dran, auf dem Heimweg nicht zu trödeln", rief seine Mutter ihm hinterher.
David nickte, zog die Tür hinter sich zu und trat hinaus in den kalten Morgen. Ein neues Jahr, ein neuer Anfang.
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Davids Abenteuerreise
Non-FictionDavid kämpft mit dem Wunsch nach Kindheit und Geborgenheit. Als seine Mutter Lisa das Geheimnis entdeckt, steht sie vor der Herausforderung, ihren Sohn zu verstehen und ihn auf seinem Weg zu unterstützen. Ein emotionales Gespräch entfaltet sich, da...
