Vorbereitung auf den ersten Tag

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Der Sonntag war ruhig, und David verbrachte den Tag damit, sich auf die kommende Woche vorzubereiten. Die Vorstellung, dass er in der nächsten Woche ein Praktikum in der Kita machen würde, ließ ihn nachdenklich werden. Er hatte ja schon ein paar Tage dort verbracht, aber diesmal war es anders. Diesmal würde er wirklich mitarbeiten müssen, und er fühlte sich etwas unsicher. Was genau würde von ihm erwartet werden? Würde er sich genug anstrengen können, um das Praktikum zu einem Erfolg zu machen?

Lisa war den ganzen Tag über in guter Laune, aber sie hatte einen bestimmten Blick in den Augen, den David nicht ganz deuten konnte. Sie hatte die ganze Woche über beiläufig immer wieder gesagt, wie gut es für ihn wäre, endlich das Praktikum zu machen. Doch heute schien sie besonders darauf bedacht zu sein, ihn vorzubereiten.

„David, hast du alles für morgen?" fragte sie am Nachmittag, als sie die Wäsche zusammenfaltete.

„Klar", antwortete er, während er versuchte, seinen Koffer zu packen. „Bequeme Klamotten, wetterfeste Schuhe. Ich hab alles."

Lisa nickte zufrieden. „Gut. Denk dran, dass du dich auch draußen bewegen wirst, also pack am besten noch etwas, das dir keine Sorgen macht, falls du dich mal schmutzig machst. Du weißt ja, wie es in der Kita zugehen kann."

David sah sie an, seine Stirn runzelte sich. „Schmutzig machen? Ich meine, was genau meinst du damit?"

„Na ja, es ist die Kita, David. Da spielen die Kinder viel draußen, manchmal auch im Matsch. Also, sei vorbereitet. Du willst doch nicht, dass dir die Sachen zu schade sind, falls es mal etwas nasser wird." Lisa hatte dabei einen merkwürdig beruhigenden Tonfall, als wäre das die ganz normale Vorbereitung auf einen Arbeitstag.

„Ähm, ja, klar", murmelte David und versuchte, die Worte nicht zu sehr auf sich wirken zu lassen. Matsch? Sollte er etwa seine Matschklamotten mitnehmen? Nein, das wäre doch jetzt zu viel. Aber irgendwie konnte er den Gedanken nicht ganz abschütteln. In den Ferien war er in den Gummistiefeln und der Regenjacke schon über den Matsch gelaufen. Aber jetzt war es ein Praktikum. Das war irgendwie anders.

Als er die Tasche weiter packte, fragte er sich, ob Lisa ihm wirklich so viel zutraute – oder ob sie etwas im Hinterkopf hatte, das er nicht ganz verstand. Ihre Leichtigkeit, mit der sie über die „Matschsachen" sprach, beunruhigte ihn ein wenig. Doch als er seine normale Jacke und ein Paar Gummistiefel in die Tasche legte, versuchte er, die Gedanken abzuschütteln. Es würde schon irgendwie gehen.

Am Abend, als er sich fürs Bett fertig machte, warf Lisa einen letzten Blick in sein Zimmer. „Vergiss nicht, was du morgen brauchst. Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich immer melden."

David nickte. „Okay, Mama."

Doch in seinem Kopf drehte sich alles um die Frage: Würde er wirklich in die Matschklamotten müssen? Und wenn ja, würde es ihm peinlich sein, sie vor den anderen zu tragen?

Es war noch immer eine vage Unsicherheit, die ihn überkam, als er sich schließlich ins Bett legte. Doch er wusste, dass es keinen Sinn hatte, sich zu viele Gedanken zu machen. Morgen würde alles gut werden. Irgendwie.

Davids AbenteuerreiseGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt